Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 17-05-2008
Wenn man aktuelle Berichte über den Besuch des Dalai Lama liest, kommt es einem schon so vor, als würde der Unterhaltungswert des Mannes langsam nachlassen. Und in unserer Zeit ist das wohl das Schrecklichste, was einem passieren kann.
Die Sache des Dalai Lama jedoch lebt von der öffentlichen Wirkung seiner persönlichen Auftritte. Vielleicht ist es im Moment noch so, dass seine Veranstaltungen gut besucht sind und dank des Rahmenprogramms sogar über eine gewisse Attraktivität verfügen. Diese zieht dann auch Menschen an, die mit Politik eigentlich wenig am Hut haben.
Gerade in Deutschland verfügt der Dalai Lama scheinbar über eine große Fangemeinde. Der verlinkte Artikel von Welt-Online beschreibt für meinen Geschmack ein wenig süffisant seinen gestrigen Auftritt in Bochum. Weiterlesen »
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 30-04-2008
März 2006
Dagegen verteidigte Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) die Entwicklungshilfe. Die Zahlungen nützten unter anderem den Arbeitsplätzen in Deutschland. Allein 2003 hatte die Bundesrepublik China nach Angaben des Entwicklungshilfeministeriums 70 Millionen Euro Fördermittel zugesagt.
Entwicklungshilfe für China „Da müssen wir ran“ – n-tv.de
oder
Juli 2007
Auch sein Amtskollege von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach (CDU), sagte, die Bundesregierung müsse prüfen, ob weiter Entwicklungshilfe gezahlt werden müsse. Dem Bericht nach erhält China dieses Jahr 67,5 Millionen Euro vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Wirtschaftsboom: Politiker fordern Entwicklungshilfe-Stopp für China – Wirtschaft – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten
April 2008
Vergessener Skandal: Deutsche Entwicklungshilfe für China?
Millionengelder für Wirtschaftsmacht China – Staatsverschuldung und Kinderarmut in Deutschland
Vergessener Skandal: Deutsche Entwicklungshilfe für China?
Der Betrag, der auch in diesem Jahr zur Debatte steht, beträgt 67,5 Millionen Euro.
Es wird berichtet, dass die eingesetzten Mittel überwiegend als Darlehen mit marktnahen Konditionen gewährt und von China zurückgezahlt würden.
Hätte man nicht spätestens nach den chinesischen Übergriffen in Tibet genau an dieser Stelle mal einen Anfang machen können und den Chinesen über die rigorose Streichung dieser Mittel unsere Position klarmachen können? Vermutlich war das Geld bereits ausgezahlt. Schließlich sind wir Deutsche und wir nehmen es mit der Ordnung eben ziemlich genau. Die Etats standen offenbar. Was doch 2006 und 2007 den lieben Genossen hinübergereicht wurde, kann doch nicht von jetzt auf gleich einfach gestrichen werden.
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 21-03-2008
Hat der Dalai Lama im Vorfeld der Olympischen Spiele eine Kampagne initiiert? Eine Kampagne, die nun vielleicht zwangsläufig zu dem führt, was er doch immer so ausdrücklich ablehnt – zu gewalttätigen Demonstrationen mit vielen Toten?
Sicher hat er provoziert. Und trotzdem verlangt er Gewaltlosigkeit und rät andererseits davon ab, die Spiele zu boykottieren. Gleichzeitig aber nutzt er die Öffentlichkeit durch den günstigen Zeitpunkt. Autonomie für Tibet. Die Chinesen begreifen seine Kampagne jedenfalls als Provokation.
Nun geht es nicht um die Frage, wer recht hat. Sollten wir Partei für den Daila Lama ergreifen und damit etwa die Wiedereinführung eines feudalistischen Systems in Tibet, das bis zu seiner Flucht bestanden hat, unterstützen? Das vielleicht nicht, aber die Menschen in Tibet, die von der chinesischen Regierung mit Gewalt in die Schranken verwiesen werden, ganz sicher. Ich unterstütze einen Olympia Boykott! Meine Frau nicht! Sie findet, dass am Ende doch nur das chinesische Volk darunter leiden würde und natürlich die Sportler, die sich auf dieses Event jahrelang vorbereitet hätten.
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 16-03-2008
Aufgrund des brutalen Vorgehens der chinesischen Regierung in Tibet sollten man in Erwägung ziehen, die Teilnahme an der Olympiade abzusagen. Vielleicht könnte dies noch verhindern, dass es dort durch die erwartete Intervention des chinesischen Militärs zu einem schlimmen Blutbad kommt. Aber das kombiniert den Kapitalisten in unserem Land ja vermutlich ganz und gar nicht. Deshalb hört man auch so gut wie nichts über dieses vielleicht einzige Druckmittel, das dem Westen derzeit überhaupt zur Verfügung steht.
Natürlich steht Merkel an der Spitze derer, die sich weigern, Konsequenzen aus dem Vorgehen der chinesischen Regierung zu ziehen.