Internet
Ein bisschen muss ich immer lachen, wenn ich sehe, wie wir Blogger/innen uns darüber ärgern, wenn in den Medien die Rede davon ist, wie schlecht es speziell um die deutsche Blogszene steht. Unglaubwürdig sind wir also. Einerseits finde ich, dass viele der Leute, die an Beiträgen zu diesem Thema arbeiten, zu wenig über das wissen, worüber sie sich ein Urteil erlauben, und andererseits finde ich, dass sie auch nicht so ganz falsch liegen. Ich mag jetzt keine Beispiele liefern, aber gerade bei politischen Blogs denke ich da an klar erkennbar Absichten. Ich will mich selbst dabei durchaus nicht ausschließen.
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Gesellschaft
Wenn wir Blogger die Möglichkeiten hätten, wäre das für uns sicher auch festzustellen. Eben las ich im Focus, dass Klaus Klinskis Witwe eine Anzeige eingereicht hat gegen Verantwortliche des Landesarchivs Berlin und des Klinikkonzerns Vivantes, weil diese Patientenakten des 1991 verstorbenen Schauspielers zur Veröffentlichung freigegeben hätten.
Natürlich beeilte sich der Focus seinerseits, eine Geschichte im Bericht zu erwähnen, gegen deren Veröffentlichung sich die Bemühungen von Kinskis Witwe ja wohl richtet. Der beauftragte Anwalt spricht von einem irreparabler Schaden. Von Schadenersatz ist die Rede.
Demnach scheint er zumindest den Schaden ja für so irreparabel doch nicht zu halten. Der Aktenbestand der fraglichen Nervenklinik umfasst übrigens insgesamt 90.000 Akten. Eine Fundgrube für Journalisten. Und Rechtsanwälte haben natürlich dann auch was davon.
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Internet
Die Online-Version meiner Tageszeitung, des Kölner Stadt-Anzeiger, ist runderneuert worden. Heute. Gegen 21.00 Uhr sollte die neue Version online sein. Es wurde etwas später. Nun, das kennen wir ja von der Bahn. Jedenfalls hat sich das Warten nach meinem ersten Eindruck gelohnt. Hier die beiden Versionen untereinander:
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Medien
Uns Bloggern mag man das nachsehen. Ich sehe es mir jedenfalls nach. Wenn ich nach Monaten oder Wochen den einen oder anderen Beitrag noch einmal lese, kommt es schon vor, dass es mir vor mir bzw. vor dem, was ich da geschrieben habe graust. Da muss ich durch und meine Leserinnen und Leser wohl auch.
Professionellen Schreibern, sollte man glauben, könnte so etwas nicht passieren. Da sind aber Zweifel angebracht. Ein Beispiel? » mehr lesen
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Gesellschaft, Medien
Die fiktionalisierte Biographie der jungen Frau nimmt derweil bei Google stündlich neue Formen an, dank der Berichterstattung seriöser Medien, die ohne Quellenkritik und Verantwortung irgendwelche Informationen aus dem Netz nehmen und sie in neue Zusammenhänge stellen.
Dieser Feststellung der FAZ ist leider nichts hinzuzufügen.
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Gesellschaft, Medien, Politik
B*ld zeigt wieder, welch verheerendes Potenzial die Medien haben. Aussagen des türkischen Ministerpräsidenten Ergodan werden als Provokation diffamiert.
Die Tatsache, dass Erdogan seinen Landsleuten empfiehlt, sich nicht zu assimilieren, stellt in meinen Augen nichts dar, worüber man streiten sollte. Gleichzeitig empfahl er nämlich ausdrücklich, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Wer sich mit diesen Begriffen der Soziologie nur ein wenig auseinandersetzt, der wird schnell dahinter kommen, dass eine gelungene Integration nicht zwangsläufig in eine Assimilation aufgehen muss. » mehr lesen
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Gesellschaft, Medien
O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die übrigen der Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner.
Bibel
Irgendwie erinnert mich das an diesen Bibelspruch. Ich habe mir die Aufzeichnung der Diskussion angehört, komplett. Zu neuen Erkenntnissen bin ich nicht gekommen.
Ich bin froh, dass im Internet bisher noch nicht alles geregelt ist. Das fördert die Vielfalt, die dieses Medium ausmacht — jedenfalls in meinen Augen. Aber ich verstehe andererseits die Leute bei den “klassischen Medien”, die sich durch den sich längst entwickelnden Wettbewerb “bedroht” fühlen. Das lässt sich an der immer wieder mal deutlich werdenden ablehnenden Grundhaltung, die von reichlich viel elitärem Gehabe begleitet ist, gut ablesen.
Wahr ist jedenfalls, dass viele, die da mitdiskutieren (vor allem außerhalb des Forums) von dem, was eigentlich abgeht, kaum Ahnung haben. Das macht die Sache nicht leichter.
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Medien, Politik
Zettel beschreibt in einem kleinen Artikel in seiner losen Serie “Marginalie” einen Mechanismus, dem die/der eine oder andere vielleicht in letzter Zeit auch ein ums andere Mal “zum Opfer” fiel. Es geht darum, wodurch “Häufungen” bestimmter Meldungen zustande kommen, die uns über Nachrichten und Zeitungen zu Themen wie Kindermord oder Jugendkriminalität zeitweise sehr konzentriert beschäftigen.
Er resümiert:
Und unsere verantwortlichen Politiker sollten sich überlegen, ob jedesmal, wenn eine solche Sau durchs Dorf getrieben wird, gleich ein neues Gesetz nötig ist, das ihr Einfangen regelt.
Seltsame Serien, Zettels Raum
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Medien, Politik
In der WAZ schreibt Rolf Potthoff:
Wolfgang Thierse ist ein besonnener Mann. Er erwarb sich den Ruf, sich dem Sozialen, der Moral, verpflichtet zu fühlen.
Als “guter Mensch” gilt er allemal. Galt er allemal. Mit seinen ebenso primitiven wie verletzenden Äußerungen gab er eine glanzvolle Reputation auf.
Um eine “glanzvolle Reputation” aufzugeben genügt also ein Satz. Zumindest dann, wenn ihn die Medien festhalten bzw. in der Öffentlichkeit wiedergeben. » mehr lesen
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