Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Wirtschaft | am 27-01-2008

Diese kleine Meldung las ich heute in der Zeitung. Wir müssen wohl davon ausgehen, dass die Nokia-Nachrichten bald auf dieses „Normalmaß“ zusammengeschrumpft sein werden. Dafür sprechen alle Erfahrungen.
Wie wir auch lesen konnten, steht in den Nokia – Leitsätzen etwas, was wir aus vielen anderen Unternehmensleitbildern ebenfalls gut kennen: «Der Mensch steht im Mittelpunkt» Das hört sich gut an, stimmt aber so eigentlich nur selten. Man sollte diesen Satz ergänzen: „… und damit jedem im Weg“. Das würde vermutlich besser passen. Weiterlesen »
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Wirtschaft | am 23-12-2007
Eine Möglichkeit: Man schnappt sich ein Märchenbuch und liest es: Beispielsweise Grimms Geschichte vom „Hans im Glück“. Offenbar hat der Springer-Konzern diese Offenbarung noch nicht gekannt und nicht danach gehandelt, als man sich bei der PIN-Group engagiert hat.
Wer nur eine Vision verfolgt, läuft leicht Gefahr, auf den Stationen dahin, viele Ressourcen zu verschwenden. Unternehmen legitimieren dies gerne mit dem Hinweis, dass es sich ja um strategische Entscheidungen handelt. (Beispiel Axel Springer Verlag: Wie sich der Verlag derzeit aus den Randgeschäften Briefzustellung und Fernsehen verabschiedet, erinnert durchaus an Hans im Glück.)
mehr: Newsletter Business-Wissen
Es besteht also Hoffnung. Die deutschen Manager müssen das dort empfohlene Buch einfach auch mal lesen.
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Wirtschaft | am 15-12-2007
«Siege, wenn du kannst; verliere, wenn du musst; aber kapituliere nie.» Das hat angeblich Mathias Döpfner gesagt, als er den Kampf um die Übernahme der Pro7 AG verloren hatte. Dass er nun sogar die Anteile am Pro7-Konzern wieder veräußern will, führt zu Spekulationen. Diese Niederlage und nun die mögliche Pleite der PIN-Group kosten ihn viel Reputation. Bisher investierte Springer in die PIN-Group ca. 600 Mio. Euro. Was für ein Desaster. Und jetzt zahlt sich dieses Investment aufgrund der halsstarrigen Politikerinnen und Politiker in Berlin doch einfach nicht aus. Scheiße aber auch. Jedenfalls wird Springer, wenn er die Anteile an Pro7 verkauft, dafür ungefähr 500 Mio. Euro erlösen. Passt schon. Weiterlesen »
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 09-12-2007
Mathias Döpfner spielt mit dem Gedanken, die PIN Group in die Insolvenz zu schicken. Der „Spiegel“ berichtete, dass er die Rückendeckung für diesen Plan bereits vom Aufsichtsrat eingeholt hat.
Dies ist eine Antwort, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt. Die Kapitalisten empfinden die Einführung des Mindestlohns als Niederlage und reagieren mit Härte. So soll es gesehen werden. 9000 Arbeitsplätze gehen verloren, weil ein paar Sozialromantiker die Regeln der Globalisierung einfach nicht kapieren wollen. Eine excellente Drohkulisse, die Stratege Döpfner aufgebaut hat.
Es geht um wirtschaftliche Interessen, aber es kommt ein Punkt hinzu, den man vielleicht zunächst übersieht. Wir haben es hier (einmal mehr) mit der 4. Gewalt im Staate zu tun. Mit den Medien. Die jetzige Konstellation ist neu und wirft die Frage auf, ob die Medien sich gegen die Politik behaupten und ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen durchsetzen können. Den nötigen Druck werden die in das milliardenschwere Geschäft mit unserer „Post“ involvierten Medienkonzerne (Springer ist ja nur einer von ihnen) ausüben. Ich frage mich, ob die Politik diesem überhaupt standhalten kann. Weiterlesen »
Das werden viele jetzt denken. Springer denkt: Das Eisen muss man schmieden, solange es heiß ist und startet unverzüglich die massivste Kampagne gegen die Regierungsbeschlüsse zum Post-Mindestlohn, die denkbar ist. 1000 Leute verlieren ihren Job und ein Raunen geht durch’s Land. Ich kann mir gut vorstellen, dass die betroffenen Leute die Regierung und die Befürworter des Mindestlohnes verfluchen. Wahrscheinlich wird es, wenn man den Ankündigungen Glauben schenken darf, nicht bei den 1000 Entlassungen bleiben. TNT hat angekündigt, das geplante Engagement in Deutschland zu stoppen. Soweit, so beschissen. Weiterlesen »