QuerBlog

Gesellschaft, Wirtschaft

Viel Arbeit, wenig Brot

04.05.2008 um 12:19 Uhr [4]

Macht euch mal die Mühe und rechnet nach, wo ihr euch in dieser Skala (s.u.) ansiedeln könnt. Natürlich gab es schon immer unterschiedliche Bezahlungen. Bestimmte Berufsgruppen waren auch früher nicht auf Rosen gebettet. Nur haben wir seit der Euroeinführung, trotz anderslautender Behauptungen, Europreise, die 1 : 1 dem damaligen Mark-Wert entsprechen.

Dies trifft leider natürlich auf die Lohn- und Gehaltsentwicklung nicht zu. Im Gegenteil. Da wundern wir uns in Deutschland über die mangelhafte Nachfrage bzw. die schleppende Binnenkonjunktur. Seit Anfang der 90er Jahre bilden sich aufgrund des übermächtigen Einflusses des Kapitals und des als angebliche Konsequenz des globalisierten Wettbewerbs entstandenen Drucks auf die Preise, die Einkommen weiter Bevölkerungsschichten immer mehr zurück.

Die Gewerkschaften haben ihren Einfluss (fast) verloren. Das sieht man daran, wie beschissen schlecht in manchen Regionen für viele Berufe laut Tarifvertrag bezahlt wird. Dass die Gewerkschaften bei den Tarifabschlüssen mit am Tisch gesessen haben belegt das. Heute rufen sie nach Mindestlöhnen, weil sie es aufgrund ihres schwindenen Einflusses selbst nicht mehr geregelt kriegen.

In welchen Branchen und Regionen werden die niedrigsten Tariflöhne gezahlt?

€/Stunde €/Monat Region
Frisörhandwerk 2,75 464 Brandenburg
Bewachungsgewerbe 4,32 748 Meckl.-Vorp.
Floristik 4,35 775 Sachsen-Anhalt
Bäckerhandwerk 4,41 763 Meckl.Vorp.
Frisörhandwerk 4,93 793 NRW
Hotel/Gaststätten 5,34 902 NRW
Gartenbau 5,92 1000 Westdeutschl.
Floristik 5,94 1004 NRW
Gebäudereiniger 6,05 1022 NRW
Landwirtschaft 6,07 1056 NRW
Dachdeckerhandwerk 6,13 1035 NRW
Fleischerhandwerk 6,45 1090 NRW
Bekleidungsindustrie 7,26 1161 NRW
Einzelhandel 7,36 1199 NRW
Maler/Lackierer 8,05 1394 Westdeutschl.
Öff. Dienst 8,15 1377 NRW
Bau 10,40 1801 Westdeutschl.

Die angegebenen Werte sind Bruttolöhne. Versteuert werden müssen jährliche Einkommen über 7.664 €.

Quelle: WSI - Tarifarchiv

Lohnspiegel - Tariflöhne und Gehälter

Löhne und Tarife nach Berufsgruppen

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Wirtschaft

Nicht schon wieder Brötchen!

01.05.2008 um 18:43 Uhr [0]

Keine Sorge. Brötchen schon, aber keine Abmahnung. Jedenfalls nicht für mich. Günter Wallraff hat einmal wieder “zugeschlagen”. Investigativ war er unterwegs. Vor kurzem hörte ich ihn erzählen und dachte, da ist er mal wieder in aufklärerischer Mission unterwegs. Er müsse sich jünger machen. In seinem Alter (65) wäre es schwer, an Jobs heranzukommen. Es ist ihm jedenfalls gelungen. Auf dem Foto im Beitrag von Zeit online -jedenfalls auf Anhieb- ist er nicht wiederzuerkennen.

Dass wir nicht so recht wissen, woher die Nahrungsmittel eigentlich so kommen, die wir Tag für Tag konsumieren, hat uns ja noch nie gestört - nicht wahr? Daran wird auch diese Enthüllungsstory nichts ändern. Jedenfalls hat Wallraff seinen Job bei einem mittelgroßen Brötchenbäcker aufgenommen, der seine Produkte an Lidl vertreibt. An schlechte Presse sind die ja wohl gerade schon eingestellt.

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Politik

Komplementäre Parteiprogramme?

07.01.2008 um 17:47 Uhr [0]

SteffenH von den BLOGs weist auf einen Zusammenhang hin, den man leider (realpolitisch gesehen) nicht von der Hand weisen kann.

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Wirtschaft

2015: Billigautos ab 2000 $

07.01.2008 um 15:33 Uhr [0]

Würde man eine solche Aussage auf den deutschen Automarkt basieren, so hätten wir einen “feinen” Beitrag für die Diskussion um die Mindestlöhne. Ferdinand Dudenhöffer stellte ein Szenarium für das Jahr 2015 vor. Er prognostiziert: «Der Markt für Billigautos wird in den nächsten dreizehn Jahren das am schnellsten wachsende Marktsegment im Weltautomobilgeschäft.»

Am 10. Januar stellt der indische Konzern Tata ein 2500-Dollar-Auto vor. Detroit hat das eigene Portfolio bereits ebenfalls um Billigautos erweitert. Dudenhöffer glaubt, dass 2015 bereits 30% aller Neuwagen in den Schwellenländer Billigautos sein werden. Und natürlich wird dort für dieses Segment besonders geplant (s. Indien). » mehr lesen

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Gesellschaft, Wirtschaft

Jubel über einen “lebendigen” Arbeitsmarkt

04.01.2008 um 19:45 Uhr [0]

Freuen wir uns halt ein bisschen. Übersehen wir ruhig auch weiterhin, dass zunehmend mehr Leute sich immer weniger leisten können. Die mangelhafte Nachfrage auf dem deutschen Automobilmarkt im letzten Jahr war ja “nur” der Mehrwertsteuererhöhung geschuldet. Mal sehen, ob man bei gleichbleibender Lage wieder eine vergleichbar einleuchtende Erklärung findet oder ob man vielleicht zu neuen Erkenntnissen gelangt. Henry Ford hatte diese schon vor langer Zeit, als er für seine Nachwelt den Satz “Autos kaufen keine Autos” festschrieb.

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Gesellschaft, Politik, Wirtschaft

Olaf Scholz glaubt an Belebung des Arbeitsmarktes durch Mindestlöhne

16.12.2007 um 15:26 Uhr [0]

manche ja auch an den Weihnachtsmann…

Es wird wohl wie ein rotes Tuch auf all diejenigen wirken, die, wie Scholz es nennt, den «professoralen Unsinn» verbreiten helfen. Für das kommende Jahr sind die Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft nicht mehr so gut wie zuletzt. Vielleicht käme es nun darauf an, dass auch der private Konsum in Deutschland endlich mal in Gang kommt. Aber dieser Aspekt leuchtet denjenigen, die immer nur wohlgefällig auf die Seite der Wirtschaft gucken, nun überhaupt nicht ein. Denen sind ja sogar die mageren Lohnabschlüsse dieses Jahres noch ein Dorn im Auge. Schade, dass die Politik, wie es scheint, da doch nicht so mitspielen will. » mehr lesen

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Gesellschaft, Politik, Wirtschaft

Hab ich’s doch gewusst

04.12.2007 um 20:48 Uhr [0]

Das werden viele jetzt denken. Springer denkt: Das Eisen muss man schmieden, solange es heiß ist und startet unverzüglich die massivste Kampagne gegen die Regierungsbeschlüsse zum Post-Mindestlohn, die denkbar ist. 1000 Leute verlieren ihren Job und ein Raunen geht durch’s Land. Ich kann mir gut vorstellen, dass die betroffenen Leute die Regierung und die Befürworter des Mindestlohnes verfluchen. Wahrscheinlich wird es, wenn man den Ankündigungen Glauben schenken darf, nicht bei den 1000 Entlassungen bleiben. TNT hat angekündigt, das geplante Engagement in Deutschland zu stoppen. Soweit, so beschissen. » mehr lesen

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Gesellschaft

Ungeordnete Gedanken zum Mindestlohn

16.11.2007 um 21:38 Uhr [1]

In welchen Sektoren der Wirtschaft würde der Mindestlohn, sofern es ihn in Deutschland überhaupt einmal geben sollte, am stärksten wirken? Vermutlich doch im Dienstleistungssektor. Jedenfalls sind, wie ich es immer wieder höre und lese, gerade dort die Löhne besonders niedrig. Die Jobs im Dienstleistungssektor können (vermutlich) nicht so einfach ins Ausland verlagert werden. Das wäre schon einmal ein Punkt gegen diejenigen, die gerne mit dem Argument kommen, dass die Einführung von Mindestlöhnen zu weiteren Arbeitsplatzverlagerungen in Ausland führen würde. » mehr lesen

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    Hier wird seit 2004 gebloggt bis die Heide wackelt. Unterbrochen wurde die Euphorie, die mich gepackt hat, durch zwei Abmahnungen + eine Einstweilige Verfügung wegen Urheberechtsverletzungen. Eine schmerzhafte und teure Erfahrung. Gekostet hat das meine Frau und mich ca. 3.500 Euro und eine echte Menge Nerven.



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