Organspendeausweis: Soll ich das Risiko wirklich eingehen?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 21-03-2008

Ende der 70er Jahre habe ich den Film „Fleisch“ von Rainer Erler gesehen. Hauptrolle: Jutta Speidel und Herbert Herrmann.

Ein Auszug aus der Handlung:

Das frischvermählte Paar Mike, ein Amerikaner, und Monica, eine Deutsche, die gemeinsam in Princeton studieren, machen während ihrer Flitterwochen in Las Cruces (New Mexico) in einem billigen Motel Rast. Nach dem Schäferstündchen wird Mike von Sanitätern überwältigt und in einem Rettungswagen entführt, Monica kann dürftig bekleidet gerade noch fliehen und wird von dem Rettungswagen durch die Steppe verfolgt. Sie springt fast einem Truck vor die Kühlerhaube, dessen Fahrer Bill sie mitnimmt, ihr den Vorfall erst allmählich glaubt, ihr dann aber bei der Aufklärung hilft. Bei der Suche nach Mike kommen sie einem internationalen Syndikat auf die Spur, das in großem Rahmen Organhandel betreibt. In einer Spezialklinik in Roswell (New Mexico) werden Organe von entführten, betäubten Touristen ungefragt entnommen und von Dr. Jackson und ihrem Assistenten für viel Geld über Organbanken an zahlungskräftige Patienten mit Organdefekten verkauft…

(Wikipedia)

Mich hat der Film schwer beeindruckt. Das wird bestimmt nicht nur mir so gegangen sein. Meine Nichte ist gerade für ein 1/2 Jahr als Aupair in der Schweiz. Eben habe ich mit ihr geskypt und auch über den verlinkten Beitrag von Joachim Dethlefs diskutiert. Dort, also in der Schweiz, ist es wohl so geregelt, dass man nicht einen solchen Ausweis bei sich tragen muss, sondern man muss eine Erklärung dabei haben, die ausdrücklich besagt, dass man seine Organe nicht spenden will. Ansonsten würden sie – im Falle eines Falles – „einfach“ genommen. Keine berückende Vorstellung – oder?

Einerseits bin ich der Meinung, dass es richtig und nobel (wer hatte das zuletzt noch gesagt?) wäre, im Falle des eigenen Todes anderen Menschen mit brauchbaren Organen zu helfen. Andererseits weiß ich auch, welch grotesker, ja schrecklicher Missbrauch, in manchen Ländern im Zusammenhang mit Organhandel stattfindet. Wer kann mir versichern, dass ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen muss? Im positiven Fall würde ich den Ausweis wahrscheinlich downloaden und auch ausfüllen.

Stammzellen: Nabelschnurblut als Infusion zur Therapie der Hirnschädigung

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 21-03-2008

Dieser Artikel über ein kleines Kind, dem eine Stammzellenbehandlung offenbar geholfen hat, scheint denen Recht zu geben, die an die segensreiche Wirkung von Gen- und Stammzellenforschung glauben und darauf hoffen.

Viele dieser Leute tun dies allerdings wohl nicht ausschließlich aus humanen Motiven. Die finanziellen Optionen werden, wovon ich persönlich fest überzeugt bin, nie außer acht zu lassen. Da werden ethische Grundsätze über Bord geworfen. Vielleicht ist es das wert. Ich komme auch angesichts solcher, ganz bestimmt ermutigender Berichte, die aus Sicht vieler Patienten und deren Angehöriger nur für die Intensivierung dieser Methoden sprechen, einfach zu keinem Ergebnis. Dabei ist es natürlich richtig, dass ich, wäre jemand aus meiner Familie oder vielleicht auch ich selbst betroffen, bestimmt ganz anders darüber denken würde.

Wie wirkt eigentlich ein Antibiotikum?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 02-03-2008

Jedenfalls nicht immer so, wie man das eigentlich erwarten würde.

Vor rund 2 Wochen hatte ich mir eine ordentliche Erkältung eingefangen. Dienstags ging es los und mittwochs bin ich nach Hause gefahren. Mein Arzt schrieb mich 2 Tage krank und verordnete ein Antibiotikum (3 Tabletten). Montags darauf war ich wieder fit. Ich dachte noch, dass das relativ harmlos abgegangen wäre. Schließlich habe ich mit meinen kaputten Bronchien sonst gerade unter dem Husten immer länger zu leiden.

Plötzlich, am Montag letzter Woche erwischte mich ein Rückfall. Entgegen dem bei mir üblichen Verlauf einer Erkältung, die immer mit Halsschmerzen und mit Schnupfen beginnt, hatte ich sofort Husten – sehr heftigen Husten. Ich schleppte mich noch bis Dienstag Mittag durch den Büroalltag. Dann ging nix mehr. Ich hatte Fieber und meine Knochen taten weh, als hätte ich einen riesigen Umzug hinter mir. Weiterlesen »

Jeder ist nur seinem Gewissen verantwortlich

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Politik | am 15-02-2008

So sollte es häufiger bei Debatten und dann auch bei Abstimmungen zugehen. Die „Demarkationslinie“ verlief quer durch die Fraktionen. Ich fand viele Aussagen, die ich zum Thema Stammzellenforschung hörte, glaubwürdig und überzeugend – vermutlich gerade deshalb, weil ich die Besonderheiten dieser Grundsatzdebatte ausdrücklich zur Kenntnis genommen hatte. Ohne Fraktionszwang entstand einmal mehr eine Debatte, in der über alle Fraktionen hinweg die unterschiedlichsten Meinungen vorgetragen wurden. Davon wünschte ich mir mehr!

Als leidenschaftlich habe ich die Debatte aber leider nicht wahrgenommen. Zu wenig Emotionen. Weiterlesen »

Morgen (1.12.) Welt-Aids-Tag

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Kritisch | am 30-11-2007

Die Rote SchleifeWieder ist Welt-Aids-Tag. Zum 20. Mal. Und in Deutschland scheint der HI-Virus nicht mehr so sehr für Unruhe zu sorgen. Einige tausend Neuinfektionen im laufenden Jahr sprechen dafür. Weltweit sind über 33 Mio. Menschen infiziert.

Im Radio hörte ich davon, dass eine bereits in der 3. Stufe befindliche Studie zu einem Impfstoff soeben eingestellt wurde. Die 3. Stufe bedeutet, dass die Entwicklung bereits soweit fortgeschritten war, bzw., dass das Produkt kurz vor der Markteinführung stand. Leider haben sich die Hoffnungen der Wissenschaftler aber nicht erfüllt. Über diese Studie hinaus läuft im Moment weltweit nur eine einzige weitere Studie, die ebenfalls schon weit fortgeschritten ist. Über Ergebnisse dazu ist noch nichts näheres bekannt.

An dem Bericht hat mich etwas nachdenklich gemacht. Es wurde beschrieben, dass man festgestellt habe, dass Menschen trotz Impfung mit dem HI-Virus infiziert wurden. Dass würde doch im Klartext bedeuten, dass die fraglichen Probanden wissentlich ein Infektionsrisiko eingegangen sind. Kann das denn stimmen?

Dialog


Bin ich also nicht der Einzige, der die Sendung fÃ...
meint Boris on 2008-08-27 20:27:53

Hallo Jochen, ist ja witzig. Horrem kenne ich ganz...
meint Horst Schulte on 2008-08-27 19:04:00

@StoiBär: Genau, ich empfand den SpOn - Artikel a...
meint Horst Schulte on 2008-08-27 18:59:13

Hey Nachbar (in der realen Welt), schönes Blog ha...
meint Karrierebibel on 2008-08-27 18:13:10

Es ist daher meiner meinung nach i...
meint Gilbert on 2008-08-27 17:33:38

Zitat Gilbert ...
meint dajak on 2008-08-27 16:56:12

Habe die Sendung nicht gesehen, werde ich aber nac...
meint StoiBär on 2008-08-27 15:54:25

@Mario: der Reihe nach a) Sinn der nationalen T...
meint Gilbert on 2008-08-27 15:32:14



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