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Politik

Persönlicher Misserfolg untergräbt die demokratische Gesinnung?

29.06.2008 um 16:33 Uhr [5]

Freiheit (Gerd Altmann @ pixelio.de)

Wir sind aber undankbar! Inzwischen sind wir schon soweit gekommen, dass wir unseren persönlichen Misserfolg unserem demokratischen System in die Schuhe schieben. Staatsferne konstatiert der SpOn - Redakteur, oder steht das etwa so in dieser Studie? Das Ergebnis der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung hat ihn erschreckt. Staatsferne, soll diese Studie ergeben haben, schreibt man insbesondere Hartz IV-Empfängern und Arbeitslosen zu. Bildungsferne mutieren also nun zu staatsfernen Schichten? Manchem wird das nur folgerichtig scheinen. Die “Einordnung” so vieler Menschen in diese abwertenden Schubladen werden ihren Beitrag dazu leisten, dass nicht nur deren Frust wächst. Aber dafür interessieren sich Politiker wenig. Die Medien verstärken derweil das Gefühl vieler Menschen, auch auf Dauer nicht dazu zu gehören.

Die Ostdeutschen glauben der Studie zufolge zu 53%, dass die demokratische Staatsform keine Probleme löst. Bundesweit denkt das 1/3 der Bevölkerung. » mehr lesen

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Internet, Medien

Die Politik kuscht vor den Verlegern

12.06.2008 um 20:29 Uhr [0]

Was die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer da beschlossen haben bedeutet was? Die Internet - Angebote von ARD und ZDF werden beschnitten.

Beschnitten, weil sie den kapitalistischen Interessen der großen europäischen und deutschen Verlagsgesellschaft zuwider laufen. Das Interesse der Nutzer jedenfalls hatten sie bei ihrer Entscheidung, die nach ZDF-Intendant in Europa als einzigartiges Konstrukt dasteht, nicht im Auge.

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Wirtschaft

Warum so viele LKW Unfälle?

31.05.2008 um 18:35 Uhr [3]

Heute schon wieder. Ein Pommes-LKW (nein - kein holländischer LKW, sondern ein LKW, der Pommes frites geladen hatte) legte sich auf der A4 bei Frechen quer. Gemeldet wurde ein schwerer LKW-Unfall. Zum Glück ging dieser glimpflich aus. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Die Wartezeiten auf der Autobahn und die verlorene Zeit ist zu verschmerzen. Bis Mitternacht wird die Autobahn heute noch gesperrt sein.

Gestern war das anders. Auf der A40 verunglückte ein Gefahrgut-Transport. Ein LKW raste auf einen anderen. Ein Fahrer verbrannte bei lebendigem Leib. Ständig Unfälle mit LKWs. Sicher, es sind sehr viele unterwegs und seit einiger Zeit wissen wir, dass es nicht etwa die Fahrer aus osteuropäischen Ländern diejenigen wären, die am schlechtesten bezahlt und dem größten Druck ausgesetzt sind, sondern vielmehr die deutschen Fahrer.

Ich denke, dass es allen Verkehrsteilnehmern ähnlich ergehen wird. Man bekommt es mit der Angst, wenn man sich vorstellt, wie schnell man selbst (unverschuldet oder nicht) in einen solchen Unfall verwickelt werden könnte. Gerade Auffahrunfälle sind auffällig häufig darunter. Wer einer solchen Katastrophe entgehen will, der braucht schon einen wahrhaft guten Schutzengel.

Wann wird der Gesetzgeber in dieser Richtung endlich mal etwas unternehmen? Die Ausbeutung der Männer und Frauen nimmt immer schlimmere Formen an, und es wird doch wohl keiner glauben, dass es zwischen dieser Tatsache und den steigenden Unfallzahlen keinen Zusammenhang gäbe?!

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Politik

Wirtschaftsminister Klos hält Armutsbericht für tendenziös

31.05.2008 um 16:34 Uhr [2]

Das ist ja mal eine echte Überraschung. Jetzt, nach einer Woche — plötzlich, aus heiterem Himmel, attackiert Klos den Armutsbericht der Bundesregierung: Bundeswirtschaftsminister nennt Armutsbericht tendenziös.

Er verlangt, dass Olaf Scholz den Bericht (genau: “Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung”) “grundlegend überarbeitet”. Der Bericht, so Klos, entspräche “weder konzeptionell noch sprachlich den Anforderungen an einen Bericht der Bundesregierung”. Klos hat sicher bei Ahab aus der Poschingerstraße mitgelesen und bestimmt auch die Website des INSM besucht.

Klos kam zu der Einsicht, der Bericht würde in keiner Weise auf die Fortschritte am Arbeitsmarkt eingehen und die Darstellung schüre eine “Neiddebatte”.

Ich kenn´ einen Mann, arm an Geist, der wär´ er in die Hölle gereist, sagen würde: “Es war dort warm” - oh der Mann ist so arm.

Herman van Veen

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Wirtschaft

Ahab aus der Poschingerstraße

30.05.2008 um 22:07 Uhr [1]

Ich hoffe, ich habe nicht gegen das Copyright verstoßen. Die Überschrift habe ich nämlich einem Beitrag von Cohu geklaut entnommen.

Jetzt weiß ich endlich, woher ich diesen Mann kenne. Er wurde bereits 1950 (ich war 3) in der 3. Verfilmung des Romanes von Herman Melville zum Maßstab für alle Bartträger. Cohu brachte mich endlich drauf. Diese Wissenslücke wäre nun auch ausgefüllt.

Nun müsste ich nur noch irgendwann mal verstehen, was uns dieser Mann eigentlich begreiflich machen möchte. Bei Cohu scheint’s zu reichen, bei mir net. Aber ich gebe mir bestimmt auch nicht genügend Mühe.

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Wirtschaft

Neuer Airbus-Skandal?

28.05.2008 um 13:09 Uhr [0]

Ob Enders wohl schon von der Verhaftung seines Vorgängers gehört hatte, als er diese Prognose abgab?

Ex-Airbus-Chef Forgeard wegen Insiderdelikten von Justiz verhört

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Wirtschaft

Wahrscheinlich 25% höhere Preise für Erdgas

24.05.2008 um 22:58 Uhr [2]

Gäbe es nicht die so genannte Ölpreisbindung, also die Kopplung des Gas- an den Ölpreis, und würde das Gas an der Börse frei gehandelt, könnte der Preis 40 % niedriger sein. Da die Verhältnisse aber eben doch leider sind wie sie sind, wird EON demnächst die Preise für Erdgas voraussichtlich um 25% (!) erhöhen. Begründet wird dies mit rückläufigen Gewinnspannen (-10%) und mit den seit längerer Zeit gestiegenen Rohstoffpreisen. Einen genauen Aufschlag und den Zeitpunkt für die Umsetzung nannte das Unternehmen noch nicht.

Experten werfen der Energiewirtschaft Abzocke vor. Nein! Man nennt dies marktwirtschaftliche Zwänge. Der Spiegel veröffentlichte die interne Planung des EON-Konzerns. EON lieferte neben dieser Erdgas-Kunden bestimmt von den Stühlen reißenden Information die wohl eher vage Hoffnung mit, dass ja nicht alle Lieferanten (also z.B. Stadtwerke) diese Preisaufschläge auch an ihre Kunden weitergeben müssten. Ja, ist klar.

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Kritisch

Weshalb ist Diesel so teuer wie Super?

21.05.2008 um 20:57 Uhr [0]

Dass es Leute wie Altbundeskanzler Helmut Schmidt, Ex-Finanzminister Hans Eichel und Ex-Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff sind, die nun (endlich) die Finanzmärkte in ihre Schranken weisen wollen und damit Bundespräsident Köhler beipflichten, der seine Monster-Kritik ebenfalls wohlüberlegt “losgelassen” hat, überrascht mich schon sehr.

Märkte dürften aber nicht über der Moral stehen, betonten die Elder Statesmen. Schon Adam Smith und Max Weber hätten vor den Gefahren eines unregulierten Kapitalismus gewarnt.

Die Finanzmärkte hätten eine „gigantische Masse an fiktivem Kapital akkumuliert” (Eine Anmerkung des Handelsblatt zum Monster-Appell des Bundespräsidenten.)

Das kritisieren die so genannten Experten, wenn sie über die weltweite Finanzkrise lamentieren - jetzt, wo längst alles zu spät ist und Werte in unvorstellbarem Ausmaß “verbrannt” wurden. Sicher ist vermutlich in diesem Debakel nur eines: Dass nämlich diejenigen, die es angezettelt haben, für die Konsequenzen ihres Handels nicht wirklich zur Verantwortung gezogen werden. Sie verlieren, wenn überhaupt, ihren Job und kassieren (zumindest in Deutschland) obendrauf noch eine ordentliche Abfindung. Oder sind wir in dieser Beziehung inzwischen schon weiter?

Aber wo wir gerade bei Märkten sind? Wer ist eigentlich schuld daran, dass der Diesel nun wirklich so teuer wie Super ist und das vielleicht dauerhaft? Ich würde mal sagen, auch dies haben die Märkte zustande gebracht. Unseren Staat, besser: unsere Regierung, will ich dabei nicht vergessen. Sie macht keinerlei Anstalten, aufgrund dieser Situation irgendwas an der Mineralölsteuer zu verändern. Das wäre zugunsten der Bürger. Und wo käme man denn da hin? Lieber erhöht man sich die Diäten (zum zweiten Mal innerhalb von 6 Monaten) und beruft sich nun, da man sich “ertappt” fühlt darauf, dass man dem Druck der Öffentlichkeit und der Medien doch nicht nachgeben könne…

Nein, sie tun sogar das Gegenteil! Gestern wird angekündigt, dass die KFZ-Steuern und heute, dass die Bußgelder für Verkehrssünder erhöht werden sollen.

Abzocken, einstreichen, wegstecken.

Für sich selbst und die seinen nur das beste. Otto Normalbürger kann schauen, wo er bleibt.

Und solchen Leuten sollen wir zutrauen, dass sie unregulierten Kapitalismus in unser aller Interesse stoppen wollen können? ?!

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Politik

Wir brauchen keine Umverteilung aber allgemein niedrigere Steuern

19.05.2008 um 16:12 Uhr [2]

Und wir brauchen schlicht und ergreifend gerechte Entgelte für ordentliche Arbeit. Daran hapert es nämlich in meinen Augen. Dass FDP - Generalsekretär, Dirk Niebel, gestern im Fernsehen mit der ihm eigenen arroganten und süffisanten Art davon sprach, dass sich SPD und CDU auf die Ränder der Gesellschaft zu konzentrieren, statt die Leistungsträger im Blick zu haben, macht es mir einfach, meine Antipathie für diese Partei zu konservieren. Was aber auf jeden Fall stimmt ist, dass dieser Staat bzw. seine Amtsträger in hohem Maße zu dieser Situation beigetragen haben. Die Steuern- und Abgabenlast muss einfach gesenkt werden. Ob das allerdings bald wirklich passieren wird, steht wohl in den Sternen. In ein paar Wochen wird die Diskussion über Steuersenkungen wieder verebbt sein und dann passiert wieder nichts. Andererseits könnte die augenblicklich sehr akute Situation der Mineralölpreise dazu führen, dass der Druck auf unsere Damen und Herren Politiker weiter aufrechterhalten bleiben wird.

Allerdings glaube ich persönlich nicht daran, als würde die Einführung von Erbschafts- und Vermögenssteuern etwas an der allgemeinen Lage verbessern können. Die Einnahmen, die damit vom Staat erzielt werden könnten, würden eine ordentliche Entlastung der Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger bestimmt nicht aufwiegen. » mehr lesen

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Wirtschaft

Wessen Brot ist fress, dessen Lied ich sing (1025.)

17.05.2008 um 14:56 Uhr [0]

Hut ab, Norbert Hansen hat seine Rolle als neuer Arbeitsdirektor im Vorstand der Deutschen Bahn ja offensichtlich schon bestens verinnerlicht. (Claus Weselsky, Vorsitzender GDL)

So muss man das wohl sehen.

Und nun kommt Hartmut Mehdorn auch noch mit einer anderen Version raus. Das ist ein toller Einstand, Herr Hansen. Noch dazu einer, der den Gewerkschaften garantiert helfen wird, ihre Legitimationskrise zu meistern.

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Politik

Gegen die Maßlosigkeit der Manager

15.05.2008 um 13:07 Uhr [0]

Die politische Elite der EU beschäftigt sich (und das offenbar parteiübergreifend) also erneut mit einem Thema, das sich zwar hervorragend für die Öffentlichkeit zu eigenen scheint, das aber andererseits wirklich keinem Menschen weiterhilft. Selbst der Staat würde von zusätzlichen Steuereinnahmen eher nur begrenzt profitieren.

Besser wäre es, finde ich, wenn sich die EU einmal Gedanken darüber machen würde, wie der grassierende Turbokapitalismus, gebändigt werden könnte, innerhalb dessen besagter Punkt höchstens eine von vielen unangenehmen Erscheinungen darstellt. Das aber wäre ein viel mühsameres Verfahren, das wohl auch deutlich weniger Widerhall in der Öffentlichkeit fände. Jedenfalls würde es sich für kurzfristige Kampagnen und beifallheischende Aktionen von Politikern weniger eignen.

Politik sollte einen sinnvollen Rahmen für gesellschaftliche Vorgänge schaffen. Die Bevormundung von Unternehmen in solchen Detailfragen gehört für meine Begriffe einfach nicht dazu.

Die Frage nach der Gestaltungskraft der Politik in diesen Zeiten stellt sich trotz der von interessierter Seite propagierten Begrenztheit nationaler Einflüsse durch die Auswirkungen der Globalisierung immer wieder neu. Nur anfassen will das Thema in seiner Kompliziertheit wohl kein Politiker.

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Gesellschaft, Wirtschaft

Prinz Philip: Es gibt zu viele Menschen

11.05.2008 um 12:20 Uhr [2]

Der so genannte gesunde Menschenverstand kann ganz schön provozieren.  Nicht für alles, was auf dieser immer komplizierter werdenden Welt geschieht, muss man Studien beauftragen, um einen simplen Zusammenhang zu begreifen. Aber es macht natürlich einen wesentlichen Unterschied, wer da platte Wahrheiten ausspricht. Der britische Prinzgemahl hat in der Vergangenheit gern mal mit kurzen und sinnigen Statements seine Umwelt tranzeniert.

Als der Club of Rome 1972 sein Mammut-Werk “Die Grenzen des Wachstums” veröffentlichte und hierin gewissermaßen die bevorstehende Apokalypse verkündete, waren ein paar Leute erschrocken. Passiert ist aber natürlich nichts. Unbequemer Weise hätte das ja bedeutet, wir hätten uns von vielen lieben Gewohnheiten verabschieden müssen. » mehr lesen

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Gesellschaft, Wirtschaft

1,50 € an der Tankstelle - Rosstäuscher sind wohl am Werk

10.05.2008 um 16:31 Uhr [0]

Dieser Artikel beschreibt nüchtern und sachlich Fakten. Fakten, die schwer zu widerlegen sind. Vermutlich wird der Autor für den auch für den angeblich schwindenden Mittelstand gute Argumente finden. Ähnlich wie diejenigen, die den Klimawandel für eine ausgemachte Hysterie der Medien halten.

Irgendwie leben manche in einer Parallelwelt. Ich weiß nur nicht, ob ich oder die.

verbraucherpreisindex
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Gesellschaft, Wirtschaft

Viel Arbeit, wenig Brot

04.05.2008 um 12:19 Uhr [4]

Macht euch mal die Mühe und rechnet nach, wo ihr euch in dieser Skala (s.u.) ansiedeln könnt. Natürlich gab es schon immer unterschiedliche Bezahlungen. Bestimmte Berufsgruppen waren auch früher nicht auf Rosen gebettet. Nur haben wir seit der Euroeinführung, trotz anderslautender Behauptungen, Europreise, die 1 : 1 dem damaligen Mark-Wert entsprechen.

Dies trifft leider natürlich auf die Lohn- und Gehaltsentwicklung nicht zu. Im Gegenteil. Da wundern wir uns in Deutschland über die mangelhafte Nachfrage bzw. die schleppende Binnenkonjunktur. Seit Anfang der 90er Jahre bilden sich aufgrund des übermächtigen Einflusses des Kapitals und des als angebliche Konsequenz des globalisierten Wettbewerbs entstandenen Drucks auf die Preise, die Einkommen weiter Bevölkerungsschichten immer mehr zurück.

Die Gewerkschaften haben ihren Einfluss (fast) verloren. Das sieht man daran, wie beschissen schlecht in manchen Regionen für viele Berufe laut Tarifvertrag bezahlt wird. Dass die Gewerkschaften bei den Tarifabschlüssen mit am Tisch gesessen haben belegt das. Heute rufen sie nach Mindestlöhnen, weil sie es aufgrund ihres schwindenen Einflusses selbst nicht mehr geregelt kriegen.

In welchen Branchen und Regionen werden die niedrigsten Tariflöhne gezahlt?

€/Stunde €/Monat Region
Frisörhandwerk 2,75 464 Brandenburg
Bewachungsgewerbe 4,32 748 Meckl.-Vorp.
Floristik 4,35 775 Sachsen-Anhalt
Bäckerhandwerk 4,41 763 Meckl.Vorp.
Frisörhandwerk 4,93 793 NRW
Hotel/Gaststätten 5,34 902 NRW
Gartenbau 5,92 1000 Westdeutschl.
Floristik 5,94 1004 NRW
Gebäudereiniger 6,05 1022 NRW
Landwirtschaft 6,07 1056 NRW
Dachdeckerhandwerk 6,13 1035 NRW
Fleischerhandwerk 6,45 1090 NRW
Bekleidungsindustrie 7,26 1161 NRW
Einzelhandel 7,36 1199 NRW
Maler/Lackierer 8,05 1394 Westdeutschl.
Öff. Dienst 8,15 1377 NRW
Bau 10,40 1801 Westdeutschl.

Die angegebenen Werte sind Bruttolöhne. Versteuert werden müssen jährliche Einkommen über 7.664 €.

Quelle: WSI - Tarifarchiv

Lohnspiegel - Tariflöhne und Gehälter

Löhne und Tarife nach Berufsgruppen

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Gesellschaft, Wirtschaft

McKinsey attestiert schwindenen Mittelstand in Deutschland

04.05.2008 um 00:59 Uhr [2]

McKinsey belegt nun ebenfalls mit einer Studie, dass der deutsche Mittelstand in den letzten knapp 2 Jahrzehnten erheblich geschrumpft ist. Das hatten wir ja schon. Anfang des Jahres beschrieb das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dass dies der Fall wäre.

McKinsey begründet die Entwicklung, die bis zum Jahr 2020 dazu führen könnte, dass 50 % der Bevölkerung ein Einkommen unterhalb des Durchschnittsniveau haben würde, damit, dass das Wirtschaftswachstum nicht ausreichend sei. Nun könnte man mal darüber nachdenken, ob es nicht eine Korrelation zwischen den Einkommen der Arbeitnehmer auf der einen und den teilweise drastisch gestiegenen Gewinnen vieler Unternehmen auf der anderen Seite gibt.

Warum sollte Wachstum dafür sorgen, dass die Einkommen der Menschen wieder steigen und diese deshalb nicht aus der Mittelschicht in die Unterschicht abrutschen? Wenn also die Unternehmen aufgrund der Situation am Arbeitsmarkt dafür sorgen können, dass ihre Arbeitnehmer auf kleiner Flamme weichgekocht und auf diese Weise (Druck auf Löhne und Gehälter) Gewinne maximiert werden können?

Die Begründung für die immer schlechteren Löhne wird auch künftig unisono lauten: Jobs gibt es nur, wenn eine entsprechende Produktivität sicherzustellen ist. Ohne Jobs mit anständigen Löhnen und Gehältern gibt es andererseits aber auch weiterhin einen schwindenden Mittelstand. Dieser dürfte dann wiederum in den kommenden Jahren auch im Lager der Konsumenten schmerzlich vermisst werden — diesmal von den Unternehmen. Irgendwie blöd. Beispielsweise für die Hersteller von Mittelklasseautos, bei denen die deutsche Automobilindustrie bereits heute Absatzprobleme auf dem Binnenmarkt beklagt. Der Export wird’s schon richten. Aber da wiederum müssen sich die Arbeitnehmer natürlich anstrengen. Sie stehen gerade dann in einem globalen Wettbewerb. Und der drückt bekanntlich (bei uns in Deutschland jedenfalls) auf die Löhne- und Gehälter. Einen Wettbewerb um die besten Köpfe kann sich die deutsche Wirtschaft natürlich nicht leisten. Deshalb wandern so viele Topleute aus und suchen sich im Ausland besser bezahlte Jobs. Erkennt irgendjemand einen logischen Bruch?

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Unsortiert

FC Bayern München: Der fünftwertvollste Fußball-Club der Welt

01.05.2008 um 21:19 Uhr [0]

Jedenfalls vor dem 0:4 gegen St. Petersburg. :drunk_tb:Champ 2
So sehen Meister aus.

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Wirtschaft

Nicht schon wieder Brötchen!

01.05.2008 um 18:43 Uhr [0]

Keine Sorge. Brötchen schon, aber keine Abmahnung. Jedenfalls nicht für mich. Günter Wallraff hat einmal wieder “zugeschlagen”. Investigativ war er unterwegs. Vor kurzem hörte ich ihn erzählen und dachte, da ist er mal wieder in aufklärerischer Mission unterwegs. Er müsse sich jünger machen. In seinem Alter (65) wäre es schwer, an Jobs heranzukommen. Es ist ihm jedenfalls gelungen. Auf dem Foto im Beitrag von Zeit online -jedenfalls auf Anhieb- ist er nicht wiederzuerkennen.

Dass wir nicht so recht wissen, woher die Nahrungsmittel eigentlich so kommen, die wir Tag für Tag konsumieren, hat uns ja noch nie gestört - nicht wahr? Daran wird auch diese Enthüllungsstory nichts ändern. Jedenfalls hat Wallraff seinen Job bei einem mittelgroßen Brötchenbäcker aufgenommen, der seine Produkte an Lidl vertreibt. An schlechte Presse sind die ja wohl gerade schon eingestellt.

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Gesellschaft

Klare Worte: Die Alternative zu Niedriglohn-Jobs ist Arbeitslosigkeit

18.04.2008 um 21:11 Uhr [0]

Das ist nichts Neues. Und diese Feststellung gilt. Aber sie ist ein Totschlagsargument! 6 Mio. Berufstätige, so ein Pressebericht, arbeiten in Deutschland für wenig Geld. Nur — was ist wenig Geld?

Als Niedriglohn gilt ein Verdienst von weniger als zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns. Die Schwelle lag danach 2006 in Westdeutschland bei 9,61 Euro und bei 6,81 Euro im Osten.

Der 5. Arbeitnehmer ist dieser Kategorie hinzuzurechnen. Damit liegt Deutschland international weit vorn. In Amerika ist es jeder 4. Arbeitnehmer, England liegt leicht über unserem Wert. Wir sind also auf dem besten Wege zu einem Niedriglohnland. Seit 1995 stieg der Anteil der Niedriglöhner um 43 Prozent. » mehr lesen

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Wirtschaft

Vollpfosten und Vollhorste

18.04.2008 um 19:25 Uhr [2]

Musste Horst Köhler diese Woche unbedingt den Affen Zucker geben — jedenfalls denen in Wirtschaft und Politik? Agenda 2020!? Wer braucht denn so was? Noch ist die Agenda 2010 nicht ganz abgearbeitet, da packt der Bundespräsident die nächste Botschaft aus. Ist das vielleicht seine Antwort auf die frohe Kunde, dass seine 2. Amtsperiode so gut wie abgesichert ist? Schönen Dank dafür! » mehr lesen

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    Hier wird seit 2004 gebloggt bis die Heide wackelt. Unterbrochen wurde die Euphorie, die mich gepackt hat, durch zwei Abmahnungen + eine Einstweilige Verfügung wegen Urheberechtsverletzungen. Eine schmerzhafte und teure Erfahrung. Gekostet hat das meine Frau und mich ca. 3.500 Euro und eine echte Menge Nerven.



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