QuerBlog

_Sidestep

Notausgang – Überlebensführer für die Jobkrise … auf Karriere-Bibel

01.11.2008 um 16:45 Uhr [0]

Gaaanz wichtig für alle…

Notausgang – Überlebensführer für die Jobkrise … auf Karriere-Bibel

Artikelbewertung: 3.8/5 (4 Stimmen)


Wirtschaft

Kein Weihnachtsgeld? Jedenfalls ist die Auftragslage grottenschlecht!

04.08.2008 um 14:13 Uhr [0]

Auf diese Weise möchte man die Arbeitnehmerschaft darauf einstimmen, dass es dieses Jahr bestimmt kein Weihnachtsgeld gibt. Sehr subtil, diese Vorgehensweise. Und scheinbar das, was manche deutsche Unternehmen unter langfristiger Planung verstehen.

Artikelbewertung: 0.0/5 (0 Stimmen)


Medien

Ungeeignete Chefredakteurin

31.05.2008 um 10:35 Uhr [1]

Alice Schwarzer hat sich von Frau Lisa Ortgies nach nur 2 Monaten im Amt als Chefredakteurin getrennt. In einer Erklärung, die auf der Emma-Website zu lesen ist, heißt es:

Zu unserem Bedauern eignet sich die Kollegin – die wir als Autorin weiterhin sehr schätzen und gerne als redaktionelle Mitarbeiterin mit Standort Hamburg gewonnen hätten – nicht für die umfassende Verantwortung einer Chefredakteurin.

Ganz schön harter Tobak. Frau Schwarzer scheint das zu sein, was man in allgemeinen auch als “einen harten Hund” gezeichnet. Ich hatte da immer so einen Verdacht.

Quelle

P.S.: Der Spiegel - Beitrag zu diesem Vorgang hatte ein etwas seltsame Fußnote:

meldung_ortgies

Ganz schön harte Zeiten in der Wirtschaft…
Nun meldet sich auch Frau Ortgies zu Wort: “Ich konnte nichts verwirklichen”
Sollte man gar nicht sagen, dass bei “Emma” Familie und Beruf nicht unter einen Hut gebracht werden können. Oder wie habe ich diese Einlassung von Frau Schwarzer zu verstehen?

[...]ihre Einarbeitung inklusive Probezeit wegen familiärer Verpflichtungen - sie nannte explizit “Kinder in Hamburg” und einen “kranken Vater”- mehrfach verschob.[...]

Das deutet darauf hin, dass im Tagesgeschäft selbst dort, wo ich es überhaupt nicht vermuten würde, mit ganz harten Bandagen gekämpft wird. Es ist eben auch dort so, wie es überall in diesem Land ist. Für Familie ist im Grunde genommen kein Platz. Der Job hat Vorrang. Ansonsten bist du draußen.

Hier noch einige weitere interessante Stimmen zum “Rauswurf” von Frau Ortgies: Lisa verlässt Emma

Artikelbewertung: 0.0/5 (0 Stimmen)


Gesellschaft, Wirtschaft

McKinsey attestiert schwindenen Mittelstand in Deutschland

04.05.2008 um 00:59 Uhr [2]

McKinsey belegt nun ebenfalls mit einer Studie, dass der deutsche Mittelstand in den letzten knapp 2 Jahrzehnten erheblich geschrumpft ist. Das hatten wir ja schon. Anfang des Jahres beschrieb das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dass dies der Fall wäre.

McKinsey begründet die Entwicklung, die bis zum Jahr 2020 dazu führen könnte, dass 50 % der Bevölkerung ein Einkommen unterhalb des Durchschnittsniveau haben würde, damit, dass das Wirtschaftswachstum nicht ausreichend sei. Nun könnte man mal darüber nachdenken, ob es nicht eine Korrelation zwischen den Einkommen der Arbeitnehmer auf der einen und den teilweise drastisch gestiegenen Gewinnen vieler Unternehmen auf der anderen Seite gibt.

Warum sollte Wachstum dafür sorgen, dass die Einkommen der Menschen wieder steigen und diese deshalb nicht aus der Mittelschicht in die Unterschicht abrutschen? Wenn also die Unternehmen aufgrund der Situation am Arbeitsmarkt dafür sorgen können, dass ihre Arbeitnehmer auf kleiner Flamme weichgekocht und auf diese Weise (Druck auf Löhne und Gehälter) Gewinne maximiert werden können?

Die Begründung für die immer schlechteren Löhne wird auch künftig unisono lauten: Jobs gibt es nur, wenn eine entsprechende Produktivität sicherzustellen ist. Ohne Jobs mit anständigen Löhnen und Gehältern gibt es andererseits aber auch weiterhin einen schwindenden Mittelstand. Dieser dürfte dann wiederum in den kommenden Jahren auch im Lager der Konsumenten schmerzlich vermisst werden — diesmal von den Unternehmen. Irgendwie blöd. Beispielsweise für die Hersteller von Mittelklasseautos, bei denen die deutsche Automobilindustrie bereits heute Absatzprobleme auf dem Binnenmarkt beklagt. Der Export wird’s schon richten. Aber da wiederum müssen sich die Arbeitnehmer natürlich anstrengen. Sie stehen gerade dann in einem globalen Wettbewerb. Und der drückt bekanntlich (bei uns in Deutschland jedenfalls) auf die Löhne- und Gehälter. Einen Wettbewerb um die besten Köpfe kann sich die deutsche Wirtschaft natürlich nicht leisten. Deshalb wandern so viele Topleute aus und suchen sich im Ausland besser bezahlte Jobs. Erkennt irgendjemand einen logischen Bruch?

Artikelbewertung: 3.0/5 (2 Stimmen)


Gesellschaft

Ist der Ruf nach Gerechtigkeit auch ein Plädoyer für Gleichheit?

07.04.2008 um 20:04 Uhr [10]

Für mich ist es eindeutig der Ruf nach Gerechtigkeit. Es geht nicht um “die Sehnsucht nach Gleichheit”. Tabellen dieser Art machen mich nicht heiß. Von mir aus können Manager verdienen, soviel die Aktie oder der Eigentümer hergibt. Solange sie dafür gut arbeiten und bereit sind, für ihr Tun auch Verantwortung zu tragen, ist für mich alles ok.

Man hört, meist an populärer Stelle, also im TV publikumswirksam in Szene gesetzte, ärgerliche Bürgerinnen und Bürger, die die Höhe der Managergehälter kritisieren. Das macht sich gut, drängt aber den anderen, viel wichtigeren Punkt, in den Hintergrund. Auch wird gern überhört, dass die Kritiker der Managergehält ihren Unmut durchaus differenziert begründen. Es geht ihnen nämlich, wie mir, nicht um die reine Höhe der Bezüge, sondern es geht vielmehr um die Leistungen mancher Manager. Zu diesen Leistungen zählen oft Personalabbau, die Ausweitung der Wochenarbeitszeit und -im Gleichschritt- die Senkung der Löhne und Gehälter. Lobbyisten und mancher Politiker legen Wert darauf, dass Firmen, auf die dies alles zutrifft, in Deutschland die Ausnahme seien. Genau diesen Eindruck haben viele Leute jedoch nicht. Darüber habe ich mich hier schon häufiger ausgelassen. Wenn es wirklich so wäre, wie da behauptet wird, weshalb sind dann deutschlandweit die Löhne und Gehälter trotz der guten Konjunktur nicht auf einem besseren Niveau? » mehr lesen

Artikelbewertung: 6.2/5 (5 Stimmen)


Gesellschaft, Politik, Wirtschaft

Wir sollten uns nicht vormachen, dass Glück sich als Sozialleistung organisieren lässt.

30.12.2007 um 17:18 Uhr [0]

Ist das nicht ein wahrhaft kluger Satz? Der Bundespräsident hat ihn in einem Interview mit der FAZ gesagt. Für mich beweist das einmal mehr, wie wenig Politiker doch von dem begriffen haben, was ihre Bürgerinnen und Bürger wirklich beschäftigt. Er schreibt der deutschen Bevölkerung einerseits ein hohes Maß an Klugheit zu und auf der anderen Seite kommt er mit Sätzen wie denen heraus, die ich als Titel für diesen Beitrag gewählt habe. Das passt nicht zusammen, Herr Bundespräsident.

«Mehr Sorgen bereitet mir die zunehmende Verunsicherung der Mittelschicht.» Ich denke, mit diesem Satz trifft er den Kern dessen, was viele Menschen in unserem Land sehr beschäftigt — mich auf jeden Fall. Ich stelle nicht die Marktwirtschaft in Frage, wohl aber ihre Ausprägungen, die mehr und mehr in Richtung eines wahrhaftig ungezügelten Kapitalismus gehen.

Da sagt Horst Köhler etwas in meinen Augen ganz Wichtiges:

Ungleichheit gehört zur Freiheit, zur menschlichen Natur und zu jeder offenen Gesellschaft. Sie ist eine dynamische Kraft. Die Frage ist: Wie viel Ungleichheit stärkt die schöpferischen Kräfte, und ab wann gefährdet Ungleichheit den Zusammenhalt zu Lasten aller? Meine Meinung ist: Die Gesellschaft wird nicht durch Nivellierung der Einkommen, sondern durch Chancengerechtigkeit zusammengehalten.

Ist es aber nicht zunehmend so, dass wir von einer Chancengleichheit in unserer Gesellschaft eigentlich nicht mehr reden können? Köhler spricht im Interview von ungleichen Bildungsvoraussetzungen. Das ist ein wichtiger Punkt. Aber wie verhält es sich mit unseren aktuellen Arbeitsverhältnissen? Wollen Menschen unsichere Jobs? Wollen Menschen Arbeit, die immer weniger wertgeschätzt wird und bei der sie dem Gefühl ausgeliefert sind, in ihrer Position beliebig austauschbar zu sein? Solche Faktoren fallen zusammen mit den Diskussionen um die Nettolohnentwicklung und von mir aus auch mit der um die Manager-Gehälter. Aber das gehört nicht zum Kern der Sache. Der Kern der Sache ist vielmehr das, was heute, aus Gründen, die ich nicht verstehen kann, kaum mehr benannt wird: Menschen brauchen Anerkennung. Nur ein Teil hiervon spiegelt sich in irgendwelchen Stundenlöhnen oder Gehältern wider. Der andere Teil ist der sehr viel Bedeutendere. Vielleicht ist das naiv und vielleicht teilen auch viele meine Meinung ganz und gar nicht. Die Tatsache, dass es Löhne gibt, von denen Menschen sich und ihre Familien kaum mehr unterhalten können, ist schon schlimm. Dass sie aber zum Sozialamt müssen, um mit dessen Hilfe “aufzustocken”, das ist entwürdigend und das ist am Ende vielleicht schlimmer, als mit dem Bewusstsein zu leben, für die eigene Arbeit einen zu kleinen Lohn zu erhalten.

Nimmt man auf solche Befindlichkeiten keine Rücksicht, so glaube ich, dass eine Gesellschaft wirklich Schaden nimmt.

[via]

Artikelbewertung: 3.0/5 (9 Stimmen)



Archiv

Kategorien

About

    Hier wird seit 2004 gebloggt bis die Heide wackelt. Unterbrochen wurde die Euphorie, die mich gepackt hat, durch zwei Abmahnungen + eine Einstweilige Verfügung wegen Urheberechtsverletzungen. Eine schmerzhafte und teure Erfahrung. Gekostet hat das meine Frau und mich ca. 3.500 Euro und eine echte Menge Nerven.



Letzte Kommentare

Track-/Pingbacks


Suche:

Themes


Abonnement

Rechtzeitig via RSS informiert werden!.

Artikel [RSS] - Für Deinen Feedreader Kommentar [RSS] - Diskussion Feeds im Reader abonnieren oder moechtest du ein Abo per E-Mail?:
Gib deine E-Mail-Adresse ein:  

TwitterCounter for @apollon

Statistik

Dieses Blog ist seit 20.9.2007 (428 Tage) online, enthaelt 1638 Beiträge und seit dem 20.9.2007 2190 Kommentare
Ø je Tag: 3,83 Beiträge | Zur Zeit: 9 Leser | Heute: 384 Leute | Ø: 272 Leser/Tag

blogoscoop XING Subscribe to me on FriendFeed