QuerBlog

Gesellschaft

3 Drecksäcke weniger

08.11.2008 um 21:56 Uhr [0]

Bestimmt werden sehr viele Menschen Genugtuung empfinden. Denn in Indonesien wurden die 3 Bombenattentäter von Bali, die für den Tod von 202 Menschen im Jahre 2002 verantwortlich waren, hingerichtet.

Die Arschlöcher wollten partout als “Märtyrer” sterben. Ihre Anwälte hatten was dagegen und sorgten für den Aufschub der Hinrichtung. Nun, genutzt hat es nichts. Die Drecksäcke sind tot.

Ich bin gegen die Todesstrafe. Manchmal muss man aber mal eine Ausnahme machen.

Artikelbewertung: 4.3/5 (4 Stimmen)


Unsortiert

Keine Angst und Feindseligkeit gegen den Islam?

27.09.2008 um 00:36 Uhr [2]

Welt-Online beschreibt heute eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Dort heißt es u.a.:

Wie wichtig die Religion für die Absicherung des persönlichen Lebensweges sind, zeigt sich auch daran, dass jeweils mehr als die Hälfte der befragten Muslime dem Glauben eine zentrale Bedeutung bei der Kindererziehung, im Familienleben sowie bei Krankheiten und in Lebenskrisen zumessen. Doch für die Sexualität spielt die Religion nur bei 36 Prozent eine entscheidende Rolle. Für die politische Einstellung gar nur bei 16 Prozent.

Damit erweisen sich verbreitete Ängste vor der politischen Bedrohung durch „den“ Islam als überzogen.

Das ist ja eine wirklich dolle Schlussfolgerung. Als ob die aufgezählten Punkte quasi ausschließen könnten, dass man sich darüber hinaus nicht auch mit der Planung und Durchführung von Gewalttaten gegen Andersgläubige befassen könnte. Mit solchen Studien Erkenntnissen werden wir die zunehmende Aversion gegen gewalttätige oder gewaltbereite Muslime wohl auch nicht abbauen.

Es gibt Leute, die Datenbanken mit gewalttätigen Übergriffen von Muslimen pflegen und diese im Netz veröffentlichen. Keiner wird so ohne weiteres dazu in der Lage sein, die Richtigkeit einer solchen Datensammlung zu widerlegen. Mir ist der Anlass und die offenkundige Absicht dieses Handels wirklich zuwider. Die Verharmlosung des Konfliktes, der, wie sich ja auch vergangene Woche in Köln gezeigt hat, inzwischen eine Menge Menschen mobilisiert, bringt uns aber ebenso wenig  weiter.

Zum Welt-Online - Bericht kann man sich die Leserbriefe mal durchlesen. Schnell wird klar, wie viele Leute ziemlich radikal über das Thema denken. Das ist nicht gut. Und ich finde nicht, dass die Lösung des Problems von Politikern kommen muss. Alle, die sich an diesen Debatten beteiligen sind längst Teil des Problems geworden, weil sich die Standpunkte radikalisiert haben.

Artikelbewertung: 3.5/5 (12 Stimmen)


Gesellschaft, Medien

Die verdichtete Wirklichkeit des Henryk M. Broder

05.04.2008 um 21:13 Uhr [8]

Scheinbar gern bezieht er sich auf Leute, die auf gesellschaftliche Normen pfeifen. Leute, die so sind, wie er sich selbst wohl gern sieht. Ihr Handeln benutzt er für seine Zwecke und interpretiert es in seinem Sinne. Damit provoziert er bewusst und gern viele derjenigen, die er als die Lippenableser des Mainstreamjournalismus entlarvt zu haben glaubt.

Meistens sind das die Gutmenschen, manchmal auch die politisch Korrekten, aber am allerliebsten ist es ihm natürlich, wenn es Linke sind, auf die per se diese Eigenschaften ohnehin immer zutreffen. Dann läuft er sogleich zur Höchstform auf und hält uns einen riesigen, wenn auch ziemlich beschlagenen Spiegel vors Gesicht.

Er unterstellt nicht etwa nur denen, die er so gerade frontal angreift, sie seien einfach zu doof, das gerade aktuelle Thema zu erfassen oder sich rational hierauf einzustellen. Er demonstriert in einer schon fast schmerzhaften Art, was er von seiner Leserschaft hält. Er erzeugt nicht selten bei mir das Gefühl, ihm im Grunde dafür dankbar sein zu müssen, dass er sich überhaupt dazu herablässt, uns in seinen Artikeln die ganze Tragweite unserer Ignoranz und Dummheit klar zu machen.

Geert Wilder ist also kein Rechtspopulist. Dafür ist er ein lupenreiner Liberaler. Geschenkt!

Was er (Wilders) jedenfalls tut, ist in meinen Augen nicht der Akt eines Mannes, der sich mutig gegen einen menschenverachtenden und verabscheuenswerten Islamismus richtet. Wilders will Popularität - und das offenbar um jeden Preis. Seiner Jünger kann er dabei sicher sein. Broder gehört scheinbar dazu. Und genau das glaube ich nicht! Er kocht seine ganz persönliche und auch nicht ganz klare Brühe.

Politiker, auch Journalisten, behaupten gerne, dass man die Klugheit der Bevölkerung nicht unterschätzen solle. In Wahrheit aber glauben die meisten, wir seien einfach zu blöd, manche Zusammenhänge zu erkennen. Broder ist in dieser Beziehung auch keine keine Ausnahme. Im Gegenteil: Er meint sogar, er müsse uns seine Wahrheit als die einzige, die allein gültige verkaufen und nervt uns mit seinen teilweise wenigstens unterhaltsam geschriebenen, doch immer auch provozierenden Artikeln. Dieser (s. Link) ist dafür ein schlechtes gutes Beispiel.

Offenbar hält Broder doch, wie ich schon sagte, die Mehrheit seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger für blöde, einfältige Spießer, die sich ein X für ein U vormachen lassen. Aber die Leute machen sich durchaus ein differenziertes Bild und sie haben Wilders als jemanden entlarvt, dem offenbar nichts wichtiger ist, als seine eigene Popularität. Wenn nicht alle, so doch die meisten der “Botschaften und Informationen”, die in Fitna zu sehen sind, waren längst bekannt. Schon deshalb muss man sich fragen, weshalb Wilders “Aktion” so viel Beachtung zugekommen ist.

Grundsätzlich finde ich es gut, wenn man durch Provokation zu anderen und evtl. neuen Denkansätzen kommt. Aber darum ging es weder Wilders noch Broder. Beide wollten auf ihre eigene, unsägliche Art und Weise provozieren. Die Motive dafür waren so unterschiedlich nicht. Und genau das wird uns in solchen Fragen bestimmt nicht weiterhelfen.

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Gesellschaft, Medien

Sing bloß nicht mit jedem (Rapper)

15.11.2007 um 17:00 Uhr [0]

Da beginnt unser Außenminister und künftiger Vizekanzler eine Gesangskarriere und prompt ruft das die Neider auf den Plan. Nun muss doch wirklich jeder konzedieren, dass ein Rap für jemanden, der noch nicht so versiert in musikalischen Darbietungen ist, sich am besten für den Einstieg ins Musikgeschäft eignet. Klar ist, dass es unter Rappern eine ganze Menge höchst zweifelhafter Texter gibt. Beispiele nenne ich hier vorsichtshalber mal keine.

Der Rapper, mit dem Steinmeier sich aber gesangsmäßig gemein gemacht hat, wurde nun als islamistischer Mistkerl geoutet. Der hatte sich nämlich angeblich erdreistet, den Mord am holländischen Filmregisseur Theo van Gogh zu billigen. Da gibt’s Stress. Die Journalistin Esther Schapira hatte das nämlich (am 20.10. in Berlin) mitbekommen und nach dem medienwirksamen Auftritt Steinmeiers das dann auch noch öffentlich gesagt. Ganz schön niederträchtig, die Dame. » mehr lesen

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    Hier wird seit 2004 gebloggt bis die Heide wackelt. Unterbrochen wurde die Euphorie, die mich gepackt hat, durch zwei Abmahnungen + eine Einstweilige Verfügung wegen Urheberechtsverletzungen. Eine schmerzhafte und teure Erfahrung. Gekostet hat das meine Frau und mich ca. 3.500 Euro und eine echte Menge Nerven.



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    ulysses: Ander herum: die Menschen bewegen sich, nur der Papst steht still. Ein super Symbolfoto. ;-) 19. 11. 2008 · 15:30
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    Rayson: Da ist reichlich Schwarz-Weiß-Malerei dabei. Natürlich kann es keine Lizenz zum Diskutieren geben, aber die Ignoranz jeglicher “Ahnung” führt zu... 17. 11. 2008 · 21:37

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