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Gesellschaft, Wirtschaft

McKinsey attestiert schwindenen Mittelstand in Deutschland

04.05.2008 um 00:59 Uhr [2]

McKinsey belegt nun ebenfalls mit einer Studie, dass der deutsche Mittelstand in den letzten knapp 2 Jahrzehnten erheblich geschrumpft ist. Das hatten wir ja schon. Anfang des Jahres beschrieb das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dass dies der Fall wäre.

McKinsey begründet die Entwicklung, die bis zum Jahr 2020 dazu führen könnte, dass 50 % der Bevölkerung ein Einkommen unterhalb des Durchschnittsniveau haben würde, damit, dass das Wirtschaftswachstum nicht ausreichend sei. Nun könnte man mal darüber nachdenken, ob es nicht eine Korrelation zwischen den Einkommen der Arbeitnehmer auf der einen und den teilweise drastisch gestiegenen Gewinnen vieler Unternehmen auf der anderen Seite gibt.

Warum sollte Wachstum dafür sorgen, dass die Einkommen der Menschen wieder steigen und diese deshalb nicht aus der Mittelschicht in die Unterschicht abrutschen? Wenn also die Unternehmen aufgrund der Situation am Arbeitsmarkt dafür sorgen können, dass ihre Arbeitnehmer auf kleiner Flamme weichgekocht und auf diese Weise (Druck auf Löhne und Gehälter) Gewinne maximiert werden können?

Die Begründung für die immer schlechteren Löhne wird auch künftig unisono lauten: Jobs gibt es nur, wenn eine entsprechende Produktivität sicherzustellen ist. Ohne Jobs mit anständigen Löhnen und Gehältern gibt es andererseits aber auch weiterhin einen schwindenden Mittelstand. Dieser dürfte dann wiederum in den kommenden Jahren auch im Lager der Konsumenten schmerzlich vermisst werden — diesmal von den Unternehmen. Irgendwie blöd. Beispielsweise für die Hersteller von Mittelklasseautos, bei denen die deutsche Automobilindustrie bereits heute Absatzprobleme auf dem Binnenmarkt beklagt. Der Export wird’s schon richten. Aber da wiederum müssen sich die Arbeitnehmer natürlich anstrengen. Sie stehen gerade dann in einem globalen Wettbewerb. Und der drückt bekanntlich (bei uns in Deutschland jedenfalls) auf die Löhne- und Gehälter. Einen Wettbewerb um die besten Köpfe kann sich die deutsche Wirtschaft natürlich nicht leisten. Deshalb wandern so viele Topleute aus und suchen sich im Ausland besser bezahlte Jobs. Erkennt irgendjemand einen logischen Bruch?

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Gesellschaft, Wirtschaft

Rekordgewinne sichern keine Jobs!!

24.01.2008 um 21:26 Uhr [2]

Das ist erst einmal festzustellen. Nokia kannte das heute veröffentlichte Ergebnis des Konzern natürlich längst, als die Entlassung der deutschen Mitarbeiter vor wenigen Wochen verkündet wurde. Die Aktie geht durch die Decke (ok, ist etwas übertrieben). 40 % Marktanteil, 34 % Umsatzsteigerung und der Reingewinn (um den geht es wohl in diesem Spiel) steigt um 44% (7,2 Milliarden Euro).

Der Standort Deutschland ist zu teuer. Aber wir wissen, dass auch dort profitabel gearbeitet wurde. Darauf haben wir (als Betroffene) den Fokus zu richten. Keiner sollte an dieser Stelle das Argument “fressen”, der deutsche Standort sei gegenüber anderen Standorten an diesem Traumergebnis nicht beteiligt. Denn diese Aussage wird, wenn sie nicht längst in dieser Form irgendwann und irgendwo getroffen sein sollte, von diesen Bonzen kommen. Soviel ist natürlich sicher. Auch deutsche Dax-Unternehmen erzählen uns ja gern, dass die Gewinne nicht in Deutschland, sondern irgendwo im Ausland gemacht werden. Willkür herrscht in den Zentralen internationaler Konzerne. Davon bin ich überzeugt! » mehr lesen

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Gesellschaft, Medien, Politik, Wirtschaft

Ist so etwas Zufall?

21.12.2007 um 21:12 Uhr [1]

Wir haben mitbekommen, wie Unternehmer auf die Debatte um Mindestlöhne reagierten. Nachdem ihre Einführung über den Umweg des Entsendegesetzes realisiert wurde, hat Springer prompt reagiert und die Subventionierung der PIN-Group flott gekappt. Getreu mit Motto: Gewinne privatisieren, Kosten (insbesondere Personalkosten) sozialisieren. 9000 Stellen sind bedroht. Heute mussten die ersten 5 PIN-Gesellschaften, von denen es Dutzende gibt, Insolvenz anmelden, weil die Sozialabgaben für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr gezahlt werden können. Effiziente Methode, die Springer anwendet. Einfach mal den Geldhahn zudrehen und aus ist’s.

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Fernsehen, Politik

Auf Krawall gebürstet

16.11.2007 um 00:28 Uhr [0]

Auch Maybrit Illner wollte heute Abend partout nichts von sachlichen Antworten ihrer Gäste wissen. Sie war auf Krawall gebürstet und stellte immer und immer wieder die kontroversen Themen der Großen Koalition heraus. Versteht man das wirklich unter investigativem Journalismus? Gut, dass ihre Gäste nicht darauf eingegangen sind.

Beim Thema “Mindestlohn” gab zwischendrin von Volker Kauder (CDU) mal eine Spitze an Dieter Sommer (DGB). Er fragte ihn, weshalb denn “Ver.di” im Tarifvertrag der Bewachtungsbranche einem Stundenlohn von 5,x Euro zugestimmt habe. Sommer schien als als rhetorische Frage aufgefasst zu haben und antwortete nicht darauf. » mehr lesen

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Wirtschaft

Siemens: Stellenabbau geplant

03.11.2007 um 13:45 Uhr [2]

Neue Besen kehren gut. Jedenfalls will der neue Vorstandschef sich gleich gut einführen. Er plant Tausende Stellen zu streichen. Außerdem möchte er aggressive Gewinnziele vorgeben. Die häufig genutzte Formel “ambitionierte Ziele” scheint nicht mehr “stark” genug. Jetzt müssen “aggressive” Ziele her.

Die Gehälter des Topmanagements sollen stärker als bisher an das Erreichen ihrer Ziele gekoppelt werden. Hallo?! Gibt’s das etwa bei Siemens bisher nicht? Das ist doch wohl in allen Firmen dieser Größenordnung mindestens seit 20 Jahren vollkommen normal. » mehr lesen

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    Hier wird seit 2004 gebloggt bis die Heide wackelt. Unterbrochen wurde die Euphorie, die mich gepackt hat, durch zwei Abmahnungen + eine Einstweilige Verfügung wegen Urheberechtsverletzungen. Eine schmerzhafte und teure Erfahrung. Gekostet hat das meine Frau und mich ca. 3.500 Euro und eine echte Menge Nerven.



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