Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 27-05-2008
Trotz (oder wegen?) meines Urlaubs habe ich mir „Anne Will“ am Sonntag Abend nicht angesehen. Das Thema ist aber auch sowas von ausgelutscht, dass es einem am Halse raushängt. Längst sind alle Argument dreimal ausgetauscht.
„Hungern muss hier keiner – Ein Land redet sich arm“ - Natürlich hat dieser Titel etwas provozierendes. Mein Dilemma ist, dass ich beiden Seiten etwas abgewinnen kann. Der einen, die alles Scheiße findet und der anderen, die die Meinung vertritt, dass es uns doch im Grunde genommen ganz gut geht. Vielleicht haben viele Verständnis für meine Ambivalenz. Ich denke, sie rührt daher, dass unsere Zukunft so absolut unbestimmt zu sein scheint. Die vor allem durch die Globalisierung und den radikalen Einfluss des Kapitalismus entstandenen Veränderungen im Beruf wie im allgemeinen Leben sind so gravierend und haben so schnell Platz gegriffen, dass viele einfach Mühe haben, damit klarzukommen. Zu denen gehöre ich vielleicht schon deshalb, weil ich inzwischen 54 Jahre alt bin und geprägt bin von Zeiten, in denen es eigentlich immer nur aufwärts ging. Viele Leute meines Alters kennen das sicher.
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Autor: Horst Schulte | abgelegt in Wirtschaft | am 10-05-2008
22 Mio. Deutsche wickeln ihre Geschäfte übers Internet ab. Ihre Bankgeschäfte jedenfalls. Das sind 55 % aller Internetnutzer in Deutschland. In den letzten 5 Jahren ist die Anzahl der Online-Bankkunden von 23 auf 36 % gestiegen. Auch dort kann man ja so herrlich Geld sparen. Einige der 22 Mio. haben nun aber wohl gemerkt, dass ihnen die persönliche Ansprache in der Filiale fehlt. Blöd. Wir wollen natürlich volle Leistung und Service – aber alles zum billigsten Preis. Versteht sich. So sind wir – Deutsche.
Für 8 von 10 Kunden ist die persönliche Beratung wichtig.
Die Verbraucher wollen die Vorteile des Online-Banking und der persönlichen Beratung in der Bankfiliale zunehmend kombinieren
(Manfred Weber, geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes)
34 % der Deutschen halten Online-Banking für nicht so sicher und 19 % sogar für „gar nicht sicher“. Zur letzten Gruppe gehöre ich. Ich zahle nur in Ausnahmen mit Kreditkarte übers Internet und achte dabei darauf, dass zumindest eine SSL – Verbindung besteht. Obwohl ich mich im Internet wirklich „zu Hause“ fühle und dort fast omnipräsent bin, lehne ich Online-Banking ab. Nicht nur aus Sicherheitsgründen.
Quelle
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Allgemein | am 20-04-2008
Es kommt schon unter der Tür durch. Das sieht man auch nicht alle Tage.
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 12-01-2008
Der CDU-Wirtschaftsexperte Laurenz Meyer schlug unterdessen in der „Bild“-Zeitung vor, denjenigen Ausländern Sozialleistungen wie Sozialhilfe oder Kindergeld zu kappen, die ihre Kinder davon abhalten, Deutsch zu lernen. „Wir müssen den Druck erhöhen“, sagte er.
(Welt.de)
Man könnte eine lose Sammlung kluger Ideen unserer Politiker zum Thema anlegen. Ja, ich glaube, das mach ich mal. Diese tolle Idee braucht man nicht mal zu kommentieren. Sie ist so einleuchtend, das sie vermutlich auf Platz 1 dieser Sammlung stehen wird, selbst wenn diese einmal ein paar Dutzend Einträge enthalten würde.
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 01-01-2008
In irgendeinem dieser Alltagsmagazine des Privatfernsehens sah ich Anfang oder Mitte Dezember den Beitrag über einen 3jährigen, der aufgrund der wirtschaftlichen Lage seiner Eltern (beide Hartz IV-Empfänger) den Kindergarten nicht mehr besuchen konnte. Dafür war kein Geld da. Das spricht einen an, gerade in der Weihnachtszeit. Solche Storys werden für die Quote der Sendung gesucht und natürlich gefunden.
Eine Sammelaktion war erfolgreich gestartet worden und nun wurde vorgeführt, wie das Kind fröhlich den Kindergarten besuchte. Auch nur bis zum Mittag, weil soviel auch wieder nicht zusammengekommen war. So ähnlich habe ich die Gesichte jedenfalls im Kopf. Was ich aber besser behalten habe, waren folgende Details, die im Bericht ebenfalls „gewürdigt“ wurden: Hartz IV, beide Raucher, neues Plasma-Fernsehen, Spielkonsole und ein paar andere Kleinigkeiten, die nicht so richtig ins Bild zu passen schienen.
Als ich gestern den Beitrag im Bestatterblog las, fiel mir dieser TV-Beitrag natürlich direkt wieder ein und als ich dann die Polemik bei FIXMBR las, wollte ich auch was darüber schreiben. Weiterlesen »
Wir haben mitbekommen, wie Unternehmer auf die Debatte um Mindestlöhne reagierten. Nachdem ihre Einführung über den Umweg des Entsendegesetzes realisiert wurde, hat Springer prompt reagiert und die Subventionierung der PIN-Group flott gekappt. Getreu mit Motto: Gewinne privatisieren, Kosten (insbesondere Personalkosten) sozialisieren. 9000 Stellen sind bedroht. Heute mussten die ersten 5 PIN-Gesellschaften, von denen es Dutzende gibt, Insolvenz anmelden, weil die Sozialabgaben für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr gezahlt werden können. Effiziente Methode, die Springer anwendet. Einfach mal den Geldhahn zudrehen und aus ist’s.
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Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Wirtschaft | am 01-12-2007
Sagt man das so? Egal. Köhler appellierte dieser Woche an die Manager und forderte, dass sie ihrer Vorbildfunktion gerecht werden. Vorbildfunktion? Kann jemand, weil er ein paar hunderttausend Euro oder auch ein paar Millionen Euro im Jahr mehr als ich verdient, überhaupt ein Vorbild sein? Eignet er oder sie sich nicht viel besser als Neid- oder gar als Haßobjekt?
Ich glaube ja, dass wir den „sozialen Frieden“, der da gern beschworen wird, längst verloren haben. Ich muss nur auf die Meinungen und Stimmungen achten, die mir in Gesprächen oder Zeitungsartikeln vermittelt werden. Dann weiß ich Bescheid. Die Unzufriedenheit ist so groß, dass man sich wirklich Sorgen machen sollte. Noch trauen wir uns nicht auf die Straßen. Aber wenn unsere Parteien so weitermachen, wird das vielleicht früher kommen, als wir es im Moment noch für möglich halten. Einmal mehr sprach Köhler davon, dass man die Arbeitnehmer an Ertrag und Kapital der Unternehmen beteiligen sollte. Richtigerweise vergaß er aber nicht, darauf hinzuweisen, dass es aufgrund des Vertrauensverlustes in die Finanzmärkte schwierig sei, breite Teile der Bevölkerung an den Kapitalmarkt heranzuführen. Weiterlesen »
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Wirtschaft | am 25-11-2007
Ob Sergey Brin sich über solche Dinge auch früher den Kopf zerbrochen hat? Es kann ganz schön quälend sein, wenn man den Hals nicht vollkriegt. Ich habe das von Dagobert Duck gelernt.
Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 15-11-2007
Meine jedenfalls:
Geldchen
Bild von H. Schulte
Eben habe ich meinen Schatz noch einmal gezählt und fotografiert.