Wir sind nicht allein mit unserer Meinung über Bush

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 14-08-2008

Ausschnitt aus einem Interview mit Randy Newman, das ich heute bei SpOn las:

SpOn: Wird Ihnen Bush nach der Wahl eines neuen Präsidenten fehlen?

Newman: Nicht im geringsten. Ich verspreche Ihnen: So schrecklich wie jetzt wird es nie wieder werden. Es wird nie wieder einen amerikanischen Präsidenten geben, der alle Regeln menschlichen Anstands so rücksichtslos verletzt, wie Bush es getan hat.

Und bekannt stirbt die Hoffnung ja zuletzt.

Kann Charisma eine Vision ersetzen?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 25-07-2008

Der Mann hat Charisma! Selten hat der TV-Auftritt eines Politikers soviel Eindruck hinterlassen. Ich weiß nicht, ob es die Ankündigungen waren, die diesen Eindruck befördert oder erzeugt haben. Jedenfalls hat er mich beeindruckt, dieser Barack Obama aus den USA.

Ganz neu war es nicht, was der Mann uns erzählt hat. Er hat appelliert. Keine Neuigkeit hat mich erreicht. Weder, was die Politik in Afghanistan angeht, noch die im Irak. Eher im Gegenteil. Er blieb unverbindlich. Obwohl er so ziemlich alle zentralen Fragen dieser Zeit angesprochen hat.

Ich hatte mehr erwartet! Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich enttäuscht wäre.

Allerdings, ich hätte schon konkrete Vorstellungen zu Afghanistan und Irak von ihm erwartet. Wie sehen die Pläne einer von Obama geführten US-Regierung aus? Er begnügte sich mit Allgemeinplätzen.

Und nun mal Tacheles: Nach Obamas Auftritt wurden junge Leute im weiten Rund der „Fanmeile“ nach ihrer Motivation befragt. Weshalb haben sie Obama die Ehre erwiesen?

Mein Resümee: Sie hatten keine Ahnung, weshalb sie diesem „Event“ beigewohnt haben. Ich fürchte, dass war nicht nur bei denen so, die befragt worden sind.

Ich vergleiche es mal vorsichtig mit der Euphorie, die wir erlebt haben, als unsere Fußball-Nationalmannschaft ihre Abschiedsvorstellung in Berlin gegeben hat. Viele hatten nicht mehr Ahnung von Obamas Eignung als amerikanischer Präsidentschaftskandidat als ich. Aber sie haben die Chance ergriffen, eine ordentliche Party zu feiern. Dagegen ist nichts zu sagen. Aber die Presse sollte das zumindest richtig (korrekt) einordnen!

Wie gehts weiter? Irgendwann, wenn Obama gewählt wurde (woran ich heute keinen Zweifel habe) wird die Partygäste von Berlin (und den Rest der enthusiastischen deutschen Fangemeinde) die Realität einholen. Dann werden wir maulen. Laut und indifferent.

Das Charisma Barack Obamas wird verblassen  angesichts der grauen Alltagsrealität.

Mit dem plagen wir uns nicht mehr lange herum

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 17-05-2008

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Und wieder viele Tote im Irak

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 02-05-2008

Vor gar nicht langer Zeit, las man hier und da, wie gut sich die Lage im Irak entwickeln würde. Ich schrieb auch etwas darüber. Nun häufen sich aber die schlechten Nachrichten. Und das nicht zu knapp. Wie bewerten wir diese neue Entwicklung? Es wird Zeit, dass Bush endlich abtritt und -hoffentlich- Barack Obama zum neuen amerikanischen Präsidenten gewählt wird.

 

Die News von den vielen Toten im Irak-Krieg

Barack Obama: …umso schwärzer wird er in der Vorstellung der Öffentlichkeit.»

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Medien, Politik | am 21-03-2008

Barack Obama
Barack Obama

Je mehr er über Rasse sprechen muss, umso schwärzer wird er in der Vorstellung der Öffentlichkeit.

sagte Harvard Professor Randall Kennedy, der übrigens ein Anhänger Obamas ist.

Den Satz las ich in einem Kommentar der NZZ über die negative Veränderung der Umfragewerte gegen Obama und für Clinton bzw. McCain. Ich denke, dass er genau das widerspiegelt, was Obama in seiner viel beachteten Rassismus-Rede, die ihm als Ausflucht aus der Debatte um die Äußerungen „seines“ Pfarrers Jeremiah Wright ausgelegt wurde, sehr ehrlich und überzeugend dargelegt hat.

Für die Weißen bedeutet dieser Weg anzuerkennen, dass das, was der afroamerikanischen Gemeinschaft Schmerzen bereitet, nicht nur in den Köpfen der Schwarzen besteht; dass das Erbe der Diskriminierung real ist – genauso wie aktuelle, weniger offensichtliche Fälle von Diskriminierung. (Barack Obama)

Wer diesen simplen Zusammenhang dieser gesellschaftlichen Frage nicht erkennen will, dem ist in meinen Augen einfach nicht zu helfen. Ich bin überzeugt davon, dass die allermeisten Menschen das tun und dass trotz des richtigen Hinweises von Randall Kennedy am Ende eben doch dieser Barack Obama auch gegen den Republikaner McCain siegen wird. Er, Obama, hat mit seiner Rede vielleicht wirklich etwas Neues und Gutes in den USA ausgelöst. Er vertrat einen überzeugenden Standpunkt mit klaren und ehrlichen Worten und er hat -hoffe ich jedenfalls- für viele Menschen glaubhaft machen können, dass er eben nicht der Dünnbrettbohrer ist, für den ihn nicht nur Teile der amerikanischen Öffentlichkeit halten.

Hoffentlich schafft er es! Wir brauchen keinen Nachfolger von Bush. Wir brauche etwas ganz anderes (also keinen McCain und keine Clinton), etwas, das auch uns wieder in die Lage versetzt, der führenden Nation der westlichen Welt etwas anderes entgegenzubringen als Misstrauen, Unverständnis und bisweilen puren Hass. Ich glaube, dass dieser Mann dazu das Zeug hat.

Die New York Times würdigte Obamas Rede als den vielleicht wichtigsten Beitrag zur Rassenfrage in Jahrzehnten. Denn Obama sei es geglückt, trotz aller Kritik „hoffnungsvoll, patriotisch und damit durch und durch amerikanisch“ zu bleiben, indem er daran erinnerte, dass nur in den USA eine Karriere wie seine, als Sohn einer Weißen und eines Afrikaners, möglich sei. Obama sprach dabei nicht nur von den Schwierigkeiten schwarzer US-Bürger, sondern ebenso von den beständigen Frustrationen weißer Arbeiter und Geringverdiener, die trotz harter Arbeit ihre Jobs und Häuser verlieren. (TAZ)

Bin Laden und andere Komiker

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 20-03-2008

Dieser Bin Laden hat vermutlich einen starken Mangel an sozialen Kontakten. Immer auf der Flucht, immer auf der Hut vor den Feinden, die einem nach dem Leben trachten. Das tut einem Menschen natürlich nicht gut. Das sieht man ja auch an George W. Bush.

Die beiden kann man mit ihren krusen Äußerungen in einen Sack stecken. Wenn man drauf haut, trifft man immer den Richtigen.

die Karikaturen für Muslime demnach als beleidigender als die im Krieg getöteten Frauen und Kinder

FAZ zu einer Äußerung Bin Ladens zu den erneut veröffentlichten Mohamed-Karikaturen.

„Nobel“, „notwendig“, „gerecht“

nennt Bush seinen Irak – Krieg

Ich sag ja: Die beiden sollten sich mal unterhalten. Bestimmt verstehen sich sich blendend.

Und bevor sich einer aufregt über einen so unpassenden Vergleich: Broder z.B. verlangt doch immer, dass wir nicht in unserer political correctness ersticken. Ich sehe das nun einmal so.

Ein netter Versuch und das Veto Bushs

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 15-02-2008

Dass der US-Senat ein Gesetz zum Folterverzicht verabschiedete ist doch ein gutes Zeichen. 51 gegen 45 hieß das Abstimmungsergebnis. In diesem Gesetz ging es darum, dass auch für die CIA die gleichen Regeln für Verhöre gelten sollen wie für das Militär der USA.

Damit ist die Grundlage dafür, dass dieses Gesetz „durchgeht“ allerdings nicht gegeben. Hierfür würde nämlich eine 2/3 Mehrheit benötigt. Nur dann könnte der Präsident mit einem Veto nicht durchdringen. Dieses Veto hat Bush aber bereits angekündigt. Weiterlesen »

Barack Obama for President

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 07-01-2008

Abgesehen davon, dass es für meine Begriffe viel zu früh ist, um irgendwelche Prognosen für die Wahl zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten abzugeben, wäre es nicht fantastisch, wenn Obama die Wahl gewinnen würde? Der erste schwarze Präsident der USA. Das wär’s doch! Oder vielleicht könnte man sich auf den kleineren gemeinsamen Nenner einigen und Hillary Clinton als die erste Frau in diesem Amt im Weißen Haus willkommen heißen?

Von der amerikanischen Politik habe ich viel zu wenig Ahnung, als das ich beurteilen könnte, was für die Menschen und für das Land selbst das Richtige sein würde. Ich denke, dass das für viele Menschen in Deutschland und anderen Staaten gilt. Die überwiegende Mehrheit wird wahrscheinlich trotzdem denken, dass jeder andere Präsident, egal ob weiblich oder männlich, einen gewaltigen Fortschritt darstellt. Hauptsache Bush ist weg! Btw: Hat der nicht auch Söhne?

Bush lebt hinterm Busch

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 04-12-2007

Das müsste Herrn Bush nun aber richtig peinlich sein. Aber wahrscheinlich ficht ihn auch diese Neuigkeit nicht an. Dieser amerikanische Präsident, das haben wir gelernt, lässt sich durch Wahrheiten dieser Art nicht so schnell beeindrucken. Außerdem hat Bush ja einen Soufleur Cheney in der Hinterhand, der kleine Wissenslücken durch penetrante Überzeugungsarbeit auszugleichen versteht. Vermutlich zum Leidwesen von Condoleezza Rice. Seine Geheimdienste eröffnen ihm, dass seine Regierung sich die Iran-Atom-Propaganda der letzten Jahre (ähnlich wie im Fall der Massenvernichtungswaffen des Saddam) aus den Fingern gesaugt hat.

Aber was tut man nicht alles, um einen ordentlich Krieg führen zu können. Wie gut, dass dieser Mann bald verschwindet und seine Kriegsvisionen mit ihm – hoffentlich für alle Zeit.

Dialog


Zitat Gilbert ...
meint antifaunited on 2008-08-28 18:52:43

"@anti…: wie wäre es denn, wenn man gleich alle...
meint antifaunited on 2008-08-28 18:50:49

@anti...: wie wäre es denn, wenn man gleich allen...
meint Gilbert on 2008-08-28 17:34:28

Klasse! Mit dieser Einstellung kamen Diktatoren wi...
meint antifaunited on 2008-08-28 15:37:15

Hm, klar machts spass, vorallem dann wenn andere w...
meint antifaunited on 2008-08-28 15:27:22

Nö, der Herr Schäuble kümmert sich lieber darum...
meint antifaunited on 2008-08-28 15:20:26

Hm, ja, der Server steht in den USA. Werden aber n...
meint antifaunited on 2008-08-28 15:18:35

Bin ich also nicht der Einzige, der die Sendung fu...
meint Boris on 2008-08-27 20:27:53



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