Franz-Josef Hellseher

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 08-10-2008

Das ZDF zeigte gestern Abend eine Reportage zum 20. Todestag von Franz-Josef Strauß. Im Beitrag kamen Freunde und Familienangehörige des Politikers zu Wort. Man gab sich Mühe, dieser auf Bundesebene wohl sehr umstrittenen Person einigermaßen gerecht zu werden. Und so ereilte mich ein gewisser Grad an Rührung, als ich vernahm, wie sehr Strauß unter den Angriffen der damaligen SPD-Führung (Schmidt, Brandt) gelitten hat. Den gesamten Artikel lesen »

Fernsehfahrkurs auf Bayern Alpha (von 1968)

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 14-09-2008

Gerade habe ich was ganz entzückendes angeguckt. Einen Fernsehfahrkurs von 1968. Ein ganz junger Friedrich von Thun gibt Anregungen und Tipps zum Fahren auf der Autobahn. Interessant, wie viele der gezeigten Verkehrsschilder auch heute noch „im Amt“ sind. 

 

Fernsehfahrkurs bei Bayern Alpha
Fernsehfahrkurs bei Bayern Alpha

Maischberger: Tagte der ARD-Ältestenrat?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 27-08-2008

Sowas finden viele bestimmt witzig. Ich habe mich darüber geärgert. SpoN greift das Thema der gestrigen 1. Maischberger – Sendung nach der Sommerpause auf und übertitelt die „Geschichte“ in populärer despektierlicher Weise: „Aggression des Westens im ARD-Ältestenrat.

Der Autor des SpOn – Artikels schreckt nicht einmal vor wirklichen Unwahrheiten zurück. So hält er Maischberger vor, sie habe nicht eingegriffen, als der Vergleich mit dem Kosovo angesprochen wurde. Alle Teilnehmer haben in Wahrheit genau darauf hingewiesen, dass nämlich dieser Vergleich so nicht zu ziehen sei und  auch erklärt, weshalb das so ist.

Maischberger lässt das meist laufen – sie hat als Stamm-Interviewerin von Altkanzler Helmut Schmidt Erfahrung mit dem Rat der Alten.

Welt: Maischberger und der Nutzen eines Kalten Krieges
SpOn: Aggression des Westens im ARD-Ältestenrat

Was für eine blöde und unverschämte Bemerkung, die einmal mehr wohl einem „seriösen Journalisten“ zugeschrieben werden darf. Unglaublicherweise gibt es doch tatsächlich immer noch Journalisten, die es ihren Gesprächspartnern auch mal erlauben, einen Gedanken zu Ende zu bringen, ohne lautstark und häufig ohne Bezug zum vorher Gesagten dazwischenzuquatschen.

Ich fand diese Sendung sehr interessant. Das mag auch daran liegen, dass ich erfahrenen Menschen gerne zuhöre. Ich kann dabei immer etwas lernen.

Viele Aspekte wurden angesprochen. Soweit man es unseren uniformen Presseberichten richtig entnimmt, läuft es darauf hinaus, dass Russland die Zeit gekommen sieht, die eigenen Interessen nach Jahren  in der ihm gebührenden Weise wieder wahrzunehmen.

Dabei hat das Unvermögen des Westens, namentlich der NATO, eine wichtige Rolle gespielt. Hätte man nämlich gleich nach dem Zusammenbruch des „Warschauer Paktes“, wie Krone-Schmalz es kritisch angemerkt hat, die Chance ergriffen, eine neue Sicherheitsarchitektur für Europa gemeinsam mit den Russen zu erarbeiten, wäre uns diese Konfrontation ja vielleicht sogar erspart geblieben. Das aber hat man unterlassen, weil man die Russen gern so gesehen hat. Schwach und vielleicht sogar ein bisschen am Ende. Die Zeiten ändern sich.

Hoffentlich wird der Preis nicht zu hoch sein, den wir alle am Ende dieser in verbaler Hinsicht regelrecht wilden und wirklich besorgniserregenden Entwicklung dafür zu zahlen haben.

Fernsehen mit "Zattoo" – Wenn jetzt das Programm noch besser würde, wäre alles perfekt

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 10-08-2008

Seit etwa einem Jahr gibt’s in Deutschland „Zattoo“, Fernsehen über’s Internet. Ganz schön cool. Vor allem, wenn man auf einmal Programme sehen kann, die man aufgrund des Satellitenempfängers, an dem man hängt, sonst dazu nicht in der Lage ist. Eben läuft ein alter Streifen mit Rock Hudson und Rod Taylor. Na, ja. Reißt mich nicht vom Hocker. Aber doch ganz nett, beim Surfen ein bisschen TV zu schauen. Seit meine TV-Karte nicht mehr arbeitet, konnte ich diesem Parallelvergnügen nicht mehr frönen. Nun klappt’s – dank des neuen Programms.

Die Installation war flott erledigt. Danach und erfolgter Anmeldung auf der Website von Zattoo, war der Rest ein Kinderspiel. Programm auswählen und schon kannst du Fernsehen gucken. Schade, dass der technische Fortschritt so überhaupt nicht zur qualitativen Entwicklung des Mediums passt. Beide Dinge laufen scheinbar diametral gegeneinander. Vielleicht ist das ja gewollt. Das kann aber auch wieder nicht sein. Schließlich profitieren manche ja von der zunehmenden Verblödung der Leute.

Schon wieder rauchen?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 03-08-2008

Anne Will befasst sich in ihrer Sendung heute mit dem von BVerfG gekippten Antirauchergesetz. Schon wieder. Nee, das ist mir zu ungesund. Da schau ich mir lieber den Krimi im ZDF an. Da gehts spannender und vermutlich auch wieder ein wenig skurriler zu.

In der letzten oder vorletzten Folge fuhr ein Motorradfahrer eine einsame Landstraße entlang. Mit einigem Abstand folgten Inspektor Barnaby und sein Kollege. Der Motorradfahrer gehörte zum Kreis der Verdächtigen. Auf einmal – zack. Der Helm folgt samt Kopf durch die Luft und knallte auf die Windschutzscheibe von Barnabys Auto. Ich meinte, das Opfer hätte noch gegrinst. Vielleicht typisch englisch. Aber auch etwas gruselig. Aber eben typisch für die Krimiserie. Also zum Gruseln nicht Anne Will, sondern lieber Inspektor Barnaby. Zur Nachahmung empfohlen. Mit Draußensitzen ist ja heute nichts mehr.

Die den Hals nicht voll kriegen

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen, Sport | am 26-07-2008

Schön, dass ab und zu (vielleicht auch nur vorübergehend) der deutsche Michel noch Fürsprecher hat. Wenn sich die Politik dazu nicht mehr in der Lage sieht, müssen eben andere Institutionen einspringen. Und wenn es das Kartellamt ist.

Wie erwartet melden sich nun auch die zu Wort, denen der Bewegungsspielraum in freien Märkte das höchste Gut ist. Nur in diesem Fall können sie sich nämlich auch weiter die Brieftaschen füllen.

Die schönste Beschreibung fand dafür die "Saarbrücker Zeitung", in der es heißt:

Der deutsche Fußball ist exzellent aufgestellt, hier wird prächtig verdient, bloß kriegen einige der Sportsfreunde den Hals nicht voll… Ein Unding, die Fußballfreunde durch Entzug der "Sportschau" dazu nötigen zu wollen, "Premiere" zu abonnieren. Das Kartellamt hat richtig und im Interesse der Verbraucher entschieden. Bravo!

Anne Will und ihre Kronzeugen

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen, Gesellschaft | am 14-07-2008

Gestern war ein Ehepaar zu Gast in Anne Wills Show. Nach deren Einlassungen zum Thema habe ich mich gefragt, welchen Sinn dieser Besuch im Berliner Studio wohl gehabt haben mag. Die beiden trafen die Feststellung, dass sie mit ihrem Geld kaum mehr über die Runden kämen – und dass, obwohl sie beide jeweils zwei Jobs hätten. Wohngeld hatten sie beantragt. Sie bekämen allerdings keines, weil sie mit ihrem Einkommen über dem Grenzwert lägen. Meine Mutter auch. Sie ist Rentnerin und kriegt knapp 1000 Euro im Monat.

Natürlich bezweifle ich überhaupt nicht, dass es dem Ehepaar finanziell nicht besonders rosig geht. Aber was sollen solche Kronzeugen, wenn nicht ganz konkret gesagt wird, über welches Einkommen sie verfügen? Arbeitet der Mann in seinem erlernten Beruf? Was macht er in seinem 2. Job? Bei seiner Frau war man ein wenig genauer. Sie arbeitet als Verkäuferin und geht noch einer zweiten Tätigkeit nach. Aber weder über das Familien-Einkommen, noch über die beiden Einzeleinkommen wurde konkret geredet. Der Zuschauer erfuhr lediglich, dass sie sich im letzten Jahr keinen Urlaub leisten konnten. So geht es vielen Leuten. Dafür muss ich niemanden ins Studio einladen.

Es war einmal mehr eine Sendung, die ohne Informationsgehalt und dafür voller Plattitüden war. Das Übliche. Wulff und Heil garantierten langweilige Wahlpropaganda und wenig Information. Herr Escher tat sein bestes, sich davon nicht positiv abzuheben. Er stellte ein paar beifallheischende Forderungen in den Raum und der Atomlobbyist vertrat seinen Standpunkt. Nur Frau Dittfurth, wer sonst, haute auf die Pauke. Sie hat den Damen und Herren mal die Meinung gegeigt und bekam, jedenfalls nach meinem Eindruck, vom Publikum viel Applaus. Sie verhielt sich wie immer und kritisierte die Teilnehmer der Gesprächsrunde der Reihe nach in einer wohltuenden und erfrischendenden Unangepasstheit. Da wird manchen die Kinnlade herunterklappen, denn dieses Enfant terrible ist in der heutigen Zeit ja für viele kaum zu ertragen.

Wir sollten vielleicht mal überprüfen, welchen Leute wir bei solchen Diskussionen mehr glauben möchten, dem aalglatten Politiker oder denen, die vielleicht weniger telegen, dafür aber mit deutlich mehr Klarheit ihre Diskussionsbeiträge leisten.

Bates Motel macht heute keinem mehr Angst

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen, Medien | am 13-07-2008

Eben gerade hat Abogast die Stufen in Norman Bates Haus betreten. Er ist beinahe oben, als eine plötzlich auftauchende Person mit einem riesigen Messer auf ihn einsticht. Er hatte keine Chance, fällt rückwärts die Treppe hinunter. Der Mann liegt wehrlos am Boden. Der Mörder vollendet seine Tat und sticht grausam mit dem Messer wieder und wieder auf ihn ein.

Diese Szene aus Hitchcocks „Psycho“ habe ich mir gerade noch einmal angesehen – nach Jahren. Wie habe ich mich damals erschrocken, als ich die Szene zum ersten Mal gesehen habe. Hitchcock war einfach ein Meister der Spannung. Die Führung der Kamera und der Einsatz der Filmmusik waren gerade in dieser Szene virtuos. Heute muss ich schmunzeln, wenn ich mir die Szene nach so vielen Jahren wieder anschaue. Die Zeiten ändern sich eben. Und wir uns mit ihnen.

Durch ein paar Blutspritzer auf der Stirn des Opfers sind wir nicht mehr zu beeindrucken. Da müssen schon ganze Gliedmaßen abgetrennt werden und das Blut richtig fließen. Dann -aber nur vielleicht- lassen wir uns beeindrucken. In einem anderen Programm lief ein Film mit Wesley Snipes. Dort ging es so gewalttätig zu, dass ich gleich wieder umgeschaltet hab. Außerdem meine ich, dass ich diesen Film vor Jahren auch schon einmal gesehen habe. Alles Wiederholungen – sagte ich ja bereits.

Ein Fest, ein Fest, ein Scheiß – Das Sommerfest der Volksmusik

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 12-07-2008

Eigentlich habe ich nichts gegen Volksmusik. Ich hasse Volksmusik! Ganz besonders, wenn sie ständig auftritt. Heute Abend findet schon wieder ein „Sommerfest der Volksmusik“ statt. Es moderiert, was allein schon ein Grund für mich ist, darüber zu zürnen, Florian Silbereisen.

Ansonsten, also im ZDF, gibt’s die übliche Wiederholung. Wie es überhaupt im Moment so zu sein scheint, dass aufgrund der begonnenen Urlaubszeit fast nur noch Wiederholungen ausgestrahlt werden. Das nährt meinen Ärger über die Öffentlich Rechtlichen, die ich doch ansonsten stets gegen Unbill zu verteidigen pflege. Nicht, dass ich auch bald meinen Fernseher abmelde. Ich kenne einige, die das inzwischen getan haben. Unglaublich. So ganz ohne Wiederholungen Fernsehen könnte ich ja nicht sein. Allerdings bleibe ich dabei: Auf die Privaten kann ich eigentlich gut verzichten. Gibt’s eigentlich die Möglichkeit, nur ARD und ZDF abzumelden? Ich will, wenn überhaupt nur noch die Regionalprogramme gucken. Aber die hängen ja dran, an den Öffentlich Rechtlichen. Man sollte die Errechnungen der Gebühren verbrauchsorientiert gestalten. Von Vollversorgung kann bei dem Mist, der uns da teilweise aufgetischt wird, ja auch keine Rede sein. Ich lass schließlich auch im Restaurant schon mal was auf dem Teller. Schlechtes Beispiel. Bezahlen muss ich es ja dann trotzdem.

Die deutsche Nationalmannschaft mit einer EM-unwürdigen Leistung?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen, Sport | am 12-06-2008

em_unwuerdig

Nun, so würde ich unser heutiges Spiel nicht bewerten. Das ZDF übertreibt. Aber einmal so richtig maßlos. Das gibts ja nicht mal bei B*ld.

So eine Enttäuschung

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 11-06-2008

Die Schweiz verliert buchstäblich in der letzten Minute 1:2 gegen die Türkei. Damit hat sich mein Tipp, dass die Schweiz Deutschland im Endspiel schlägt, leider auch schon erledigt. Spielverderber!

Schade. Dabei haben sie wirklich nicht schlecht gespielt.

schweiz_tuerkei

Blick.ch – eben hatten sie noch Hoffnung

Eine emotionale Pissrinne zuschütten?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 10-06-2008

Allein schon der Titel: „Maybrit Illner und das ZDF – eine Schande für den Journalismus“ ist für meine Begriffe eine Unverschämtheit sondergleichen. Mit kritischem Journalismus hat das vermutlich auch nicht viel zu tun, auch wenn der Autor das vielleicht gern so sehen würde.

Die im Artikel von Wolfgang Lieb verbal in arger Weise angegangenen Talkerinnen von ARD und ZDF müssen einem nicht gefallen, aber irgendwie sollte man auch wissen, wann es genug ist. Herr Thiel schreibt über Frau Illner:

Das ist aber alles nichts im Vergleich zu Maybrit Illner im ZDF. Maybrit Illner wurde vor ein paar Jahren als Sabine-Christiansen-Klon für den Donnerstagabend installiert, weil sie im ZDF ebenfalls eine wichtige und einflussreiche Polit-Plauderstunde haben wollten. Und Maybrit Illner, die Quasselstrippe vom trivialen ZDF-Morgenmagazin war sicher nicht die beste Wahl; politischen und journalistischen Sachverstand für eine solche Gesprächsrunde hätte es im ZDF bestimmt genug gegeben.

[…]

Spätestens, seit die Moderatorin mit dem Telekom-Vorstandsvorsitzenden zusammenlebt, ist sie für eine solche Gesprächsrunde nicht mehr geeignet. Wie soll Maybrit Illner eine faire, glaubwürdige und ausgeglichene Moderation zu Themen wie Arbeits- und Wirtschaftspolitik, Renteneintrittsalter 67 oder Mindestlohn leisten, wenn der Moderatorinnenflüsterer Regieassistent ist, wenn die erhebliche Gefahr der Medien- und Meinungsmanipulation besteht.

Überflüssiger Weise hat man diesen Artikel dann auch noch bei Readers Edition veröffentlicht.

Jeder weiß, dass es eine Verbindung zwischen Illner und Obermann gibt. Das wurde nicht verheimlicht? Aber von mir aus kann man diese „Verbindung“ als konspirativ oder als unglücklich im Sinne dessen, dass Frau Illner eine Sendung zu diesem speziellen Thema moderiert hat, kritisieren. Das ist nicht der Punkt.

Aber Illner, natürlich ganz im Stile eines mittlerweile üblichen Verrisses derart übel herunter zu machen, halte ich für vollkommen überflüssig. Das aber mögen offensichtlich Teile unserer Öffentlichkeit. Je maßloser kritisiert und beleidigender kritisiert wird, desto höher scheint der „Unterhaltungswert“. Die Publikumswirkung hat man wohl vor allem durch das Affentheater des privaten Fernsehens in den letzten fast 30 Jahren verinnerlicht.

Man könnte auch die Kirche im Dorf lassen. Und … wenn Georg Schramm von „emotionaler Pissrinne“ und von „medialen Klofrauen“ redet, ist das vielleicht eine derbe Sprache. Nur – er ist als Kabarettist unterwegs, nicht als Journalist mit einer ganz anderen Verantwortung.

Kaum zu glauben: Realschüler siegt bei Jauch

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 31-05-2008

Oliver Pocher, nicht nur bekannt als der immer bloß völlig unpassende Kompagnon von Harald Schmidt und -schon eher passend- als Titelheld im Film „Der Idiot“ hat uns wohl alle getäuscht. Oder müsste ich enttäuscht schreiben?

Gestern übertraf er seinen Herrn und Meister, Harald Schmidt, doch tatsächlich beim Promoquizen mit Günther Jauch. Vielleicht kann man an diesem Beispiel aber auch nur erkennen, wie gelassen und ruhig man sein kann, wenn man keinen Ruf zu verlieren hat. Aber ich will ja jetzt nicht schon wieder in platte Gemeinheiten abdriften. Davon gibt’s ja schließlich nun wirklich schon genügend über Herrn Pocher.

KstA: Er wusste einfach alles

Einladung mit Bedingungen

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 28-05-2008

Aber was würde manche(r) wohl alles tun, um zu einem Dreh mit George Clooney zu kommen? Eben erhielt ich als Nespresso-Kunde die Einladung zu einem Casting nach Mailand. Für einen Werbespot werden 2 Komparsen gesucht.

Nur müssen folgende Bedingungen erfüllt sein, damit eine Bewerbung überhaupt möglich ist:

* Casting Kriterien für Komparsen: Sie sind Nespresso Club Mitglied, 25 – 50 Jahre alt, sprechen fliessend Englisch, haben keine sichtbaren Tätowierungen oder extreme Piercings (Ohrringe werden akzeptiert), sind in Österreich, Frankreich, Deutschland oder in der Schweiz wohnhaft, sind frei verfügbar, um für zwei Tage nach Mailand zu kommen (17. – 19. Juni 2008), stehen pro Tag ungefähr 12 Stunden (8 bis 20 Uhr) als Komparse für den neuen Film „What else?“ zur Verfügung und tragen auf dem Set die Kleidung, die für die Rolle verlangt wird.

Ich bin 54, spreche kein Englisch. Allerdings habe ich mich nie tätowieren lassen und auch keine Piercings, die ich vorweisen könnte müsste sollte. Aber zu diesem Termine werde ich wohl gar nicht können. Außerdem ist das vielleicht wohl eher was für ne Frau. Ich frag mal nach. Die Bewerbung muss bis zum 10.6. raus. Ach. Da fällt mir ein: Meine Frau ist ja auch 53.

Nespresso hat sich also auf die demografischen Veränderungen noch in keinster Weise eingestellt. Ob ich den Espresso künftig immer noch gern trinke. Das hat doch schon was von Diskriminierung – oder?

Indiana Steinbrück

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 22-05-2008

Frontal 21, ZDF, zeigte diese Woche (rechtzeitig zum Start des neuen Indiana-Streifens am heutigen Donnerstag) in der Satire-Rubrik „Toll“ einen Beitrag über den Einzelkämpfer schlechthin, jedenfalls innerhalb der aktuellen Regierung. Finanzminister Peer Steinbrücks unnachgiebiges Engagement für den Bundesetat wurde als „Indiana Steinbrück“ auf die Schippe genommen.

Guten Morgen, gute Nacht

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 10-05-2008

de.youtube.com/watch?v=tRaKpUh1wt8

WISO im Scheinwerfer

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen | am 05-05-2008

Mir gehen diese Verbraucherschutzsendungen oft schon aus dem Grund auf die Nerven, weil sie ständig mit erhobenem Zeigefinger arbeiten. Nach dem Motto eben: Herr Lehrer ich weiß was. Außerdem nehmen viele Leute alle Tipps und Tricks der TV-Profis auch gerne zur Hand, um braven und redlichen Geschäftsleuten das Geld aus der Tasche ziehen zu können. Das finde ich nicht so gut. Clever ist, wer andere so richtig übers Ohr hauen kann. Das gilt durchaus auch für die ach so sehr zu schützenden Verbraucher.

Auch insofern bin ich dankbar dafür, dass hier nun ein Fall aufgezeigt wird, der die Praktiken der WISO – Leute darlegt.

Ich hätte auch einfach sagen können: Ich schmeiß mich weg.

Wie muss eine gute Talkshow sein?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen, Medien | am 24-03-2008

Unterhalten und informieren soll sie. Beides gleichzeitig. Sonst schalte ich um. Eine Talkshow sehe ich mir eigentlich dann am liebsten an, wenn feststeht, dass sie auf Krawall gebürstet sein wird. Es muss also schon ein Thema sein, bei dem ich mir vorstellen kann, dass es richtig abgehen wird. Leider ist das oft nicht der Fall.

Wenn das also stimmt, müsste ich ja Frank Plasberg vorziehen. Tue ich aber nicht. Ich mag eigentlich „Sanda Maischberger“ am liebsten und widerlege meine Behauptung vom Anfang damit. Denn dort geht es doch meistens ziemlich gemütlich zu. Frau Maischberger hört aufmerksam zu und lässt ihre Gäste erzählen. Das finde ich persönlich, nicht nur bei einer Talkshow, sehr wichtig. Und für einen Moderator ist das wohl ziemlich schwer. Ich denke da an Sabine Christiansen. Sie konnte einfach keinen Gedanken eines Teilnehmers aufnehmen und ihn mit dem Gedanken eines anderen Gastes verknüpfen. Das war in meinen Augen ihr größtes Manko. Sie quatsche gern dazwischen und intervenierte. Das macht Anne Will für meine Begriffe sehr viel besser. Quote hin oder her. Sie, Will, ist einfach die bessere Talkmasterin. Die Quote wird sich schon erholen. 3,x Mio. Zuschauer sind doch so schlecht auch nicht. Die paar hunderttausend Zuschauerinnen und Zuschauer wird sie wohl aufholen können. Und der Vorwurf, sie sei nicht „Faktensicher“ ist wohl eine ziemlich Frechheit und außerdem meiner Meinung nach wirklich Blödsinn.

DSDS: Die sind ja richtig gut

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Fernsehen, Musik | am 16-03-2008

Ich schwöre: Es ist das erste Mal, dass ich mir eine ganze Sendung angesehen habe. Und ich war überrascht. 10 junge Leute, die meine Frau und mich mit einer Ausnahme prima unterhalten haben. Von den vielen Werbeunterbrechungen will ich hier nicht reden.

Es gibt auch ein paar andere Leute, denen bei der Sendung was aufgefallen ist. Während der Sendung fragte ich mich, ob sie vielleicht ein Beispiel für gelungene Integration geben könnte. Die Frage hat man bei FAFI, wie nicht anders zu erwarten war, in der üblichen Art und Weise beantwortet. Man muss eben auch im Kleinen hetzen.

Lach, Breitmaulfrosch, lach: Der Spiegel hetzt auch nicht schlecht.

Ja, so mögen wir sie am liebsten, unsere migrantischen Jugendlichen: als lächende, singende Breitmaulfrösche.

Dialog

    Franz-Josef Hellseher (2)
    Horst Schulte: Ja, es gab Strauß-Fans. Ich kann das auch heute noch nicht verstehen. :( 10. 10. 2008 · 21:21


    eule70: Ich habe die Sendung nicht gesehen. Da war wohl ein Strauß-Fan am Werk ? :) Die soll’s ja geben… 9. 10. 2008 · 23:37


    Wer kein Land mehr sieht kauft scheinbar Land (6)
    Gilbert: Da stimme ich dir zu, wobei man es sich aber offensichtlich gerade bei der Ökologie immer noch leisten kann, jede Menge handwerkliche Fehler zu begehen, ohne... 9. 10. 2008 · 08:51


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