Marodierende Bande aus Flensburg prügelt im 400 km entfernten Bad Soden

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 03-10-2008

In der vielleicht naiven und mir vielleicht auch eigenen gutmenschlichen Hoffnung, dass sich die Hoffnung der PIs dieser Welt nicht erfüllt und die Täter keine „Ausländer“ wären, habe ich einen Google Alert für die Festzeltschlägerei in Bad Soden gesetzt.

Nun, in Bad Soden passiert alles mögliche, was mich nicht so furchtbar interessiert. Das weiß ich seitdem, weil ich die einzelnen Punkte der Google-Mails immer kurz überflogen habe.   Den gesamten Artikel lesen »

Broder erinnert Köln an seine „tollerante“ Geschichte

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 21-09-2008

Henryk M. Broder lebte mal in Köln. Irgendwer -im Zweifel alle Kölnerinnen und Kölner- muss ihm dort ordentlich auf die Nerven gegangen sein. Bestimmt hat man ihn in Köln nicht genügend hofiert. Jedenfalls hat er seit seinem Wegzug in die seinem Stellenwert in dieser Gesellschaft mehr entsprechenden Moloch Berlin zahlreiche Gemeinheiten der Broder’schen Art über die Stadt und ihre Einwohner abgesondert.

Nach den unerhörten „Vorfällen“ vom Wochenende lese ich von Leuten, die es sich sogar versagen wollen, in ihrem Leben nochmal nach Köln zu reisen. Eine Stadt, in der „Pro Köln“ und die „Meinungsfreiheit“ mit Füßen getreten werden will man aus seinem Atlas am liebsten herausschneiden. Bemerkenswert, dass sie offenbar kein Problem darin sehen, „Pro Köln“ und „Meinungsfreiheit“ in einen Kontext zu stellen.

Aber zurück zu Freund Broder. Er hat einmal mehr eine Hasstirade in seiner eine Achse bilden wollenden Gemeinschaftsgazette losgelassen. Manchmal wortwitzig und immer auch eine Zumutung für jeden, der was auf seine Stadt hält.

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Hartz IV – Empfänger ohne Recht auf Datenschutz?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 19-09-2008

Datenschutz ist eine tolle Sache, für die sich viele Leute einsetzen. Auch viele Blogger. Heute bestätigte das Bundesozialgericht, dass Hartz IV-Empfänger ihre Kontoauszüge dem Personal der Jobcenter vorlegen müssen. Den meisten Menschen in unserem Land wird das wohl sehr egal sein, weil sie nicht persönlich betroffen sind. Außerdem ist das ja auch nichts Neues. Beispielsweise müssen, soweit ich weiß, auch Bafög-Antragsteller die Einkommensverhältnisse z.B. ihrer Eltern (auch dann, wenn diese beispielsweise getrennt leben) offenlegen. Tut man das nicht, gibt’s kein Geld. 

Also, man darf eigentlich nicht darüber nachdenken. Mich empört die Handhabung. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, wie man sich in der Situation fühlen wird. Warum können solche Sachen nicht anders geregelt werden? Vielleicht hat das staatliche Vorgehen auch damit zu tun, dass so viele Leute unseren Staat betrügen. In diesem Fall hätten wir es uns wohl irgendwie selbst zuzuschreiben. Trotzdem bleibe ich dabei, dass man nicht auf der einen Seite dem Datenschutz eine so hohe Priorität einräumen kann und dann bestimmte Gruppen aus der Bevölkerung mit höchstrichterlicher Zustimmung anders behandelt. Hartz IV – Empfänger oder Studentinnen und Studenten und ihre Familien müssen die gleichen Rechte genießen.

SPD: letzte Zuckungen?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 13-09-2008

Da waren wir aber  überrascht, als Donnerstag Abend bei „Maybrit Illner“ klar wurde, dass die SPD vornehmlich aus Befürwortern und Gegnern der Agenda – Politik Gerd Schröders besteht.

Frau Seebacher-Brandt fühlte sich als frühere Gattin des letzten „großen Vorsitzenden“ der SPD scheinbar berufen, auch wieder ihre Gehässigkeiten los zu werden Meinung zu sagen: „Wir erleben die letzten Zuckungen eines sterbenden Körpers in langem Siechtum“ und begründete das Desaster mit einer neoliberalen Schablone erster Klasse:  „Die alte Klassengesellschaft, in der die SPD gegründet wurde und groß geworden ist, gibt es nicht mehr.“

Ich will mal sagen, klar, die Zeit ist vorangeschritten. Auch Frau Brandt wird nicht jünger und die Dinge ändern sich. Die Gegensätze zwischen arm und reich aber haben sich, was man vielleicht naiver Weise so nicht erwartet hatte, dramatisch zugespitzt und tun das weiterhin. Es fehlt ein Gegenpart zum Kapitalismus. Das Gebrabbel von Frau Seebacher kann man also getrost als netten Versuch abtun, Wasser auf die Mühlen derjenigen zu geben, die in ihrem neuen politischen Sammlungsbecken plantschen. Den gesamten Artikel lesen »

Irgendwann geht auch die schönste Zeit mal zu Ende

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Kritisch, Wirtschaft | am 21-08-2008

Auch der Papst hat inzwischen seine Arbeit wieder aufgenommen. Vorbei die schöne, ruhige und sorglose Zeit. Nun muss er sich wieder seinen Aufgaben widmen. WELT Online kommentiert das so:

Für viele Menschen wie Außendienstmitarbeiter Benedikt sind die schönen Tage nun schon wieder vorbei: Gott hat seine Sommerferien beendet. Der Herrscher des Universums (Abteilung Christentum) will jetzt mit frischer Kraft vor dem Urlaub Liegengebliebenes abarbeiten (ein, zwei Naturkatastrophen) sowie ehrgeizige Vorhaben angehen (der 50. Geburtstag von Madonna, Relaunch der Bestrafungsmethoden für Masturbation und vorehelichen Geschlechtsverkehr ¿ „Kinder und Haare auf den Fingern sind ja so was von out“). Erleichterung beim Ex-Kabarettisten Bruno Jonas: „Gut, dass ER wieder da ist. Vor seiner Urlaubsvertretung Allah hatte ich irgendwie zuviel Schiss.“

Datenklau – kein Thema?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 16-08-2008

In der Blogszene scheint der aktuelle Fall der missbräuchlichen Verwendung von vertraulichen Daten Tausender von Kunden nicht viel Beachtung gefunden zu haben. Jedenfalls fand ich nicht so viele Artikel zum Thema. 17.000 Menschen sind betroffen. Mit den Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse, Kontoverbindungen und Telefonnummern) kann man schon eine ganze Menge anfangen. Jedenfalls sind sie viel Geld wert.

Während meiner Lehre war ich ein paar Monate zuständig für die Führung der Urlaubskartei. Dort wurden auch die Daten der Verwaltungsangestellten akribisch festgehalten. Genaue Adresse, Geburtsdatum, Telefon-Nummer, Familienstand u.s.w. Eines Tages wurde ich vom Mitarbeiter einer Krankenkasse angerufen. Scheinbar kannten die aus irgendeinem Grund mein Aufgabengebiet. Der freundliche Herr fragte mich, ob ich mir nicht ein paar Mark nebenbei verdienen wolle. Je Adresse, die ich nur mit der Schreibmaschine abtippen sollte, würde ich eine Mark bekommen. Das wären so ungefähr 250 Mark gewesen. Verdammt viel für einen 15jährigen. Das war 1968. Ich bin diesem Verführungsversuch nicht erlegen. Vielleicht war es mir auch nur zuviel Arbeit, die  Daten abzutippen.

Heute geht das vermutlich deutlich schneller. Und einfacher. Man kopiert schnell mal eine CD und schwupp ist man ein paar Euros reicher. Vielleicht auch ein paar mehr. Der Wert solcher Daten ist, wie man liest, scheinbar sehr hoch.

In Großbritannien wurde im letzten Jahr eine CD mit den Daten von 25 Millionen Kindergeldempfängern „verloren“. In den USA könnte man mit einer Sozialversicherungsnummer Konten eröffnen oder Führerscheine und Kreditkarten beantragt werden. Man kann also eine Menge mit solchen Daten tun. Der Missbrauch, der mit den Daten im aktuellen deutschen Fall getrieben wurde, ist ja auch nicht eben banal. Auch wenn man bedenkt, dass renommierte Firmen nicht davor zurückzuschrecken scheinen, unter Nutzung dieser Daten obskure Geschäfte zu machen.

Vielleicht sollte der Aufschrei der Bloggerszene sich nicht auf den Missbrauch privater Daten durch staatliche Institutionen begrenzen, sondern auch in einem solchen Fall laute und vernehmliche Proteste aussenden?!  Ich fände das jedenfalls richtig.

Aber scheinbar ist es uns viel wichtiger, wen man als seriösen Journalisten betrachten muss oder ob man etwa E-Mail-Verkehr in Blogs veröffentlichen darf. Sicher, das ist auch interessant und wichtig. Aber der Kampf gegen Datenmissbrauch sollte uns schon ein grundlegender Auftrag sein. In Blogs habe ich bisher darüber wenig gelesen. Aber vielleicht war ich nur wieder mal nicht gründlich genug. Meine Scanner haben schließlich im Moment Urlaub.

Vielleicht kommt bei diesem Fall ja auch noch mehr raus.

Ehrenmorde: Und nun sind es die Schwulen?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 09-08-2008

Welche „Verfehlungen“ werden eigentlich durch Ehrenmorde gesühnt? Wir wissen, dass in manchen Familien ein Mädchen keinen unstandesgemäßen (was auch immer das ist) Freund haben sollte bzw. ihn jedenfalls nicht heiraten darf? Der Bräutigam sollte keiner anderen Kultur oder Religion angehören. Die Tochter darf sich auf keinen Fall einer anderen, schon gar nicht der westlichen Lebensweise öffnen oder danach leben. Das kann tödlich enden.

Die Palette der möglichen Missetaten ist aber offenbar größer. Wenn sich in der Türkei jemand als schwul outet, muss er damit rechnen, von seiner Familie nicht nur verstoßen, sondern vielleicht sogar getötet zu werden. In Deutschland und Westeuropa sind wir in dieser Beziehung zwar ein ordentliches Stück vorangekommen und dennoch erinnert mich das, was ich bei SpOn über den Fall lese, an Diskussionen, die auch hier noch nicht so lange zurückliegen.

Da wird z.B. davon gesprochen, dass der Vater seinen Sohn zum Arzt schicken will, damit dieser die „Krankheit“ heilen könne. Wie lange ist es her, dass wir solchen Schwachsinn hinter uns gelassen haben?

Bei uns kann niemand dafür Verständnis aufbringen, was sich in manchen türkischen und kurdischen Familien abspielt. Wahrscheinlich wird auch in dieser Familie um den schwulen toten Sohn getrauert. Das ist pure Heuchelei, die wohl „dazu“ gehört. Im Fall eines von ihrer Familie ermordeten Mädchens habe ich einen Bericht im Fernsehen gesehen, in dem dieses zusätzlich abstoßende Detail beschrieben wurde.

Sicher ist es so, dass viele Türkinnen und Türken oder Kurden und Kurdinnen solche Verbrechen so scheußlich finden wie wir. Aber wie lange wird es dauern und wie viele Tote wird es noch kosten, bis diese archaischen Riten und die dahinter liegenden Überzeugungen überwunden werden. Keine Ahnung, ob in den Ländern, in denen diese Dinge kulturell verankert sind, darüber überhaupt ein, wie man das bei uns zu nennen pflegt, gesellschaftlicher Diskurs im Gange ist.

Generell sollte sich für alle, die sich in diesen Dingen zu Wort melden, die Frage stellen, ob und wie wir aufgrund solcher Verbrechen zu weiteren Schlüssen oder vielleicht zu ungerechten Verallgemeinerungen kommen, die dann nur diejenigen bestätigen, die ihre speziellen Ziele verfolgen? Ich denke da z.B. an die Diskussion um die Moscheen in Deutschland, die EU-Mitgliedschaft der Türkei und den hochstilisierten „Generalkonflikt“ zwischen Muslimen und Christen.

Vom Niedergang des Mutes

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 05-08-2008

Daraus entsteht der Eindruck eines Verlusts an Mut in der gesamten Gesellschaft. (…) Muß man hervorheben, daß seit der Antike ein Niedergang des Muts als der Anfang vom Ende angesehen wurde?)

Alexander Solschenizyn, 1978 (übersetzt von Zettel)

Zettel hat einen kleinen und nichtsdestoweniger sehr interessanten Teil einer Rede Solschenizyn ins Deutsche übersetzt. Das hat der Mann im Jahre 1978 in einer Rede an der Harvard University gesagt.

Wenn man sich, vielleicht insbesondere die „Stimmungslage“ hier in Deutschland anschaut, muss man dann nicht Angst haben, dass er vielleicht mit diesem Vergleich richtig liegen könnte?

Bsirske hat sich gemeldet

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 04-08-2008

Kleine Brötchen hat er gebacken. Sollte er auch tun. Aber so richtig ernst war es ihm nicht. Denn dann hätte er nicht folgendes hinzugefügt:

Es ist eben nicht dasselbe, wenn zwei das Gleiche tun.

Man nennt das auch den Versuch einer Relativierung und so etwas wird gern mit ordentlicher Kritik überzogen. Haut drauf!

Was zum Gesundheitssystem – zum Gesundheitssystem?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 03-08-2008

Ein Bekannter hat seit ca. 2 Wochen auf dem linken Auge starke Sehstörungen. Er sieht auf diesem Auge fast nichts mehr. Inzwischen kamen noch Artikulationsstörungen hinzu. Er geht sofort zum Arzt. Der ist ratlos und überweist ihn zu einem Augenarzt. Auch der kann nichts feststellen und überweist ihn in eine Klinik.

Er nutzte öffentliche Verkehrsmittel und kommt zu spät zum vereinbarten Termin. Man gibt ihm (Kassenpatient) zu verstehen, dass man ihn aufgrund des engen Terminplanes nun nicht mehr untersuchen könne. Er erhält einen neuen Termin. Er protestiert und bekommt nach Intervention eines Arztes einen neuen Termin: 12. August 2008. Sein Geburtstag.

Bis dahin muss er sich gedulden und weiß immer noch nicht, was eigentlich los ist. Jeder, der diese Geschichte liest, wird sich vorstellen können, was das bedeutet. Und viele werden sich vor dem Gedanken gruseln, selbst in diese Lage zu geraten. Zumindest diejenigen, die als Kassenpatienten in der gleichen "Ausgangslage" sind.

Schon wieder eine Diskussion über die faulen Hartz IV – Empfänger

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 27-07-2008

Söder und Mutlu streiten sich darüber, ob Arbeit Spaß machen darf oder kann. Nur noch einer von zehn Erntehelfern kommen vom Arbeitsamt, die anderen aus dem Ausland. Schlechte Bedingungen in Deutschland, schlechte Bezahlung. Alles wahr, alles richtig. Haben viele von uns schon erfahren. Aber ist es richtig, dass diese immer wiederkehrende Diskussion geführt wird? Heute. Obwohl wir doch alle wissen, wie sehr viele von uns sich von Hartz IV bedroht fühlen?

Weshalb überlässt man es nicht Leuten, die an der Basis arbeiten, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen? Wie Frau Franke oder Herrn Buschkowsky. Es gibt doch alles in unserer Gesellschaft. Es gibt die Leute, die sich verzweifelt bemühen, Arbeit zu finden oder solche, die es sich bequem einrichten mit ihren staatlichen Hilfen. Die Balance ist das Schwierige. Damit muss eine Gesellschaft umgehen. Aber doch nicht jeden Monat aufs Neue in irgendwelchen Talkshows.

Vielleicht sollte auch daran gearbeitet werden, die bürokratischen Regeln, die durch die technisch schlecht gemachte Hartz-IV-Gesetzgebung ein schier undurchdringbares und kaum nachzuvollziehendes „Werk“ darstellen, abzubauen  bzw. zu vereinfachen. Man hört immer wieder Beispiele, die einem nur die Wahl lassen, mit dem Kopf zu schütteln.

Olaf Scholz und seine Helden

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 26-07-2008

In dieser Woche hat Olaf Scholz, seines Zeichens Bundesarbeitsminister, folgendes gesagt:

Millionen Menschen in diesem Land verdienen wenig, viel zu wenig, und gehen trotzdem jeden Tag zur Arbeit, oft ihr Leben lang. Das sind für mich die wahren Helden unserer Zeit.

Ein blöderes Geschwafel habe ich -und das will was heißen- auch noch nicht gehört.

Ich habe, glaube ich, noch nie jemanden getroffen, der von sich behauptet hätte, er sei mit seinem Lohn zufrieden. Wenn es jemand täte, würde ich ihm nicht glauben.

Also, was will Scholz uns damit denn sagen? Doch nicht etwa, dass er und seine Partei uns mit ihrer Politik (z.B. Mindestlohn) aus dieser Misere herausführen wird? Wir haben uns damit abzufinden, dass wir an der Situation nichts, rein gar nichts ändern können. Wir können schimpfen, lästern und protestieren. Ändern werden wir nichts. Und trotzdem werden wir weitermachen – weitermachen müssen. Wir brauchen nämlich das Geld, um uns und unsere Familien durchzubringen. Bestimmt kommen irgendwann auch mal wieder bessere Zeiten. Nur im Moment sehen wir wieder mal gemeinschaftlich schwarz. Darin sind wir richtig gut.

Meine Bitte an Politiker wie Olaf Scholz wäre: Einfach mal nicht schwafeln. Einfach mal versuchen, den Job zu machen und kein hohles Gewäsch abzusondern. Das wäre ein Wohltat – bestimmt nicht nur für mich.

Deutscher „Widerstand“: Hitler gefolgt, solange er Erfolg hatte

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 15-07-2008

Die Recherche wird wohl gründlich gemacht worden und an den Ergebnissen nichts zu beanstanden sein. Irgendwie passt dieser Beitrag ganz ausgezeichnet in unsere derzeitige Stimmungslage.

Es ist jetzt einfach an der Zeit, auch die zu demontieren, von denen wir bisher geglaubt haben, sie hätten den Nazis widerstanden und wären „Männer von Ehre“ gewesen. Wie naiv!

Zu dieser Sendung passt das, wie die Faust aufs Auge. Nicht einer der Beiträge vermittelt so etwas wie einen Lichtblick für unser Land. Es ist alles so abgrundtief schlecht. Ein Ausweg aus dem Desaster ist nicht erkennbar. Im Gegenteil. Wir rasen auf den Abgrund zu. Eigentlich sollten wir uns (um im Bild zu bleiben) am besten erschießen. Solche Sendung verstärken vermutlich die Tendenz zum Suizid. Die (deutsche) Welt ist ja so schlecht. Aber solche Sendungen kriegen gern einen Preis für investigativen Journalismus. Bravo!

Da reibst du dir aber die Augen

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 12-07-2008

Wie immer, bevor es ans Frühstück geht, putze ich meine Brille. Muss ja sehen, was ich da esse. Gestern auch. Die Prozedur nahm einen unerwarteten Ausgang. Das Gestell brach in der Mitte durch. Da war nix mehr zu machen. Zum Glück hatte ich meine Ersatzbrille dabei. Sonst hätte ich ziemlich alt ausgesehen. 150 km Autofahren ohne Brille. Na, schönen Dank.

Die Brille habe ich 2000 gekauft. Kunststoffgläser, entspiegelt, schmutzabweisende Beschichtung, Gleitsicht. Eben alles, was so bei einem Brillenträger, bei dem sich langsam zur Kurz- auch die Weitsichtigkeit gesellt, gefragt ist. Dazu ein schönes Brillengestell. Ist ja schließlich auch ein modisches Accessoire, nicht wahr? Machte damals was von 700 Mark. Die Kasse gab noch was dazu. Das waren (damals) so 200 Mark. Immerhin! Heute kriegste 0,00 dazu. Ist natürlich einfacher zu rechnen. Die neue Brille kostet mich bei gleicher Qualität der Gläser mit einem leichten Plus durch Innovationskräfte der Glasindustrie 750 Euro. Boing.

Machtmissbrauch in der Demokratie

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Kritisch | am 12-07-2008

Am Beispiel Italien sieht man, was passieren kann. Keiner sollte so tun, als sei das hier nicht möglich. Vorstellen können wir uns das heute nicht. Nur, wäre es wirklich unmöglich?

Nehmen wir die jüngsten Diskussionen auf, die das Ansehen unserer Demokratie in der Bevölkerung behandeln. Wie weit sind wir unter diesen Voraussetzungen davon entfernt, auch einen vermeintlich „starken“ Mann in die Regierungsverantwortung zu bringen? Dass es derzeit noch keinen gibt, sollte uns nicht überheblich sein lassen. Geld und Medienmacht. Das wäre beispielsweise eine ideale Voraussetzung für einen solchen „Siegeszug“ gegen unsere Demokratie.

Und wie weit ist es ab einem solchen Punkt eigentlich noch bis zum Totalitarismus? Den Italienern war die Regierung Prodi wenig wert. So wenig, dass sie Berlusconi ans Ruder zurückgeholt haben. Obwohl sie durchaus wussten, welche Methoden dieser Mann, vor allem in eigener Sache, an den Tag legt. Den gesamten Artikel lesen »

Oben hui, unten pfui

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 11-07-2008

Oder so. Cohu brachte mich auf die Idee, doch einmal mal zu zeigen, woher bei mir der Strom für meinen PC und Peripherie kommt. Ganz schön wild. Bei ihr aber auch.

Die deutschen Prioritäten liegen wohl doch nicht am Hindukusch

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 07-07-2008

Beim schwersten Anschlag seit 2001 sind heute in Kabul über 40 Menschen gestorben. In der Tagesschau wurde darüber berichtet. Es kann sein, dass ich nicht richtig aufgepasst habe, aber ich glaube, im ZDF Heute-Journal kam nicht mal ein Hinweis auf dieses Ereignis. Aber vielleicht habe ich es wirklich nicht mitbekommen. Jedenfalls ist die Nachricht auf den Nachrichtenseiten beider Sender ziemlich gut versteckt.

In der 100sec Zusammenfassung von Heute fehlt jedenfalls der Hinweis auf das Attentat. Dafür wird über den abgerissenen Kopf Hitlers lang und breit berichtet. Die deutschen Prioritäten liegen also doch nicht am Hindukusch.

Kostensteigerung von 42% für Energie bis 2010?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 05-07-2008

Ein mögliches Szenarium der Kurzstudie, die das Kölner Fifo-Institut für die WDR-Sendung „Monitor“ erstellt hat:

Stiege der der Rohölpreis also linear auf (real) 200 US-$/b in Dollarwerten von 2008 im Jahr 2010 an, so würden die Ausgaben für Haushaltsenergie und Kraftstoffe für diese Familie im Jahr 2008 um 20,4 Prozent, in 2009 um 31,5 und im Jahr 2010 um knapp 42 Prozent gegenüber dem Jahr 2007 ansteigen.

Studie des FiFo Instituts Köln für den WDR

Mir fehlt die Phantasie in solchen Szenarien so etwas wie eine Chance zu erkennen.

Warum wird PI nicht belangt?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch | am 21-06-2008

Man muss sich das nicht antun. Aber man sollte ja wissen, was so ab geht. Komisch, dass man in Deutschland mit einer empfindlichen Geldstrafe (zählen wir Lizenzgebühren und Anwaltskosten mal als Geldstrafe) rechnen muss, wenn man eine Urheberrechtsverletzung begeht, hingegen solche Sätze im Internet in die Welt geblasen werden dürfen. Fällt das noch unter freie Meinungsäußerung?

Ich war gerade einkaufen und hatte mir vorgenommen mal die Kopftuchschlampen zu zählen, die mir in der Innenstadt über den Weg laufen. Allerdings mußte ich bald aufgeben. Das Pack ist zahlenmäßig schon nicht mehr zu erfassen. (Teil eines Kommentars bei PI von heute)

s. mein voriger Beitrag.

Dialog

    Franz-Josef Hellseher (2)
    Horst Schulte: Ja, es gab Strauß-Fans. Ich kann das auch heute noch nicht verstehen. :( 10. 10. 2008 · 21:21


    eule70: Ich habe die Sendung nicht gesehen. Da war wohl ein Strauß-Fan am Werk ? :) Die soll’s ja geben… 9. 10. 2008 · 23:37


    Wer kein Land mehr sieht kauft scheinbar Land (6)
    Gilbert: Da stimme ich dir zu, wobei man es sich aber offensichtlich gerade bei der Ökologie immer noch leisten kann, jede Menge handwerkliche Fehler zu begehen, ohne... 9. 10. 2008 · 08:51


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