Ein Stern, der deinen Namen trägt
Im Stern gibt es in der aktuellen Ausgabe einen Beitrag mit dem Titel: “Die Diktatur des Oskariats”. WELT ONLINE widmet sich heute in einem längeren Artikel dem Phänomen Lafontaine. Zu viel der Ehre!
Die Linke wird auf ein Allzeithoch von 12 % gehievt. Damit liegt sie vor den Grünen und der FDP. Dieser Erfolg wird Lafontaines politischem Geschick, oder wie man es sonst nennen soll, zugeschrieben. Angeblich ist er innerhalb der Linken nicht unumstritten. Andererseits mutmaßt WELT ONLINE, dass er beim Parteitag in Cottbus an diesem Wochenende mit über 90% als Vorsitzender wiedergewählt wird. Offenbar ist er also innerhalb der Partei, trotz kritischer Stimmen, unumstritten.
Lafontaine versteht sein Handwerk. Er nutzt dieses Geschick nicht zum Vorteil der Menschen. Er ist sich stets selbst der Nächste. Nie habe ich ihn anders erlebt in den vielen Jahren, in denen er bundespolitisch aktiv ist. Er besitzt sehr viel Erfahrung.
Inwieweit es zutrifft, dass er mit seinen Thesen die anderen Parteien, wie in den Medien häufig behauptet wird, vor sich hintreibt, ist für mich unklar. Befördert die Öffentliche Meinung die Thesen von Herrn Lafontaine oder ist es doch eher umgekehrt? Ich tendiere zu ersterem.
Hätte die Große Koalition auf allen politischen Feldern eine bessere Politik gemacht und würde heute nicht so greifbar rat- und ideenlos dastehen, wären die Linken vermutlich nicht so erfolgreich. Insbesondere das linke Lager hat sich auf Linke, SPD und Grüne aufgeteilt - sehr zu Lasten der SPD, die (im Moment) nur noch mit ca. 25 % der Stimmen rechnen darf.
Lafontaine hat sich den Frust der Leute zunutze gemacht. Er instrumentalisiert unsere Sorgen und Ängste geschickt für die Linke. Populisten nehmen Stimmungen auf und präsentieren Scheinlösungen. Einfache, klare Botschaften. Das kommt an - leider.
Zu Lafontaine habe ich keine Meinung. Er und seine Linkspartei können mich am Abend besuchen. Aber die SPD hätte es nie soweit kommen lassen dürfen. Aber das ist bei diesem Führungspersonal auf Bundesebene nun auch nicht wirklich keine Überraschung.
Fortsetzung wird wohl folgen.










