Clement beschwert sich über die SPD
Eigentlich sollte der Mann konsequent sein und die Partei von sich aus verlassen. Das aber lässt sein Selbstverständnis natürlich nicht zu. Überheblich wie er nun mal ist, dreht er den Spieß einfach um und beklagt, dass der SPD “der reformerische Ansatz” fehle.
Dabei blendet er, wie das seine ehemaligen Mitstreiter ebenso getan haben und heute noch tun, aus, dass sie die Partei in eine schwere Existenzkrise gestürzt haben. Dabei geht nach meiner festen Überzeugung jedoch weniger um die “Agenda 2010″ als vielmehr darum, welche Fehler bei der Umsetzung gemacht worden sind. Aber Fehler machen diese Leute natürlich keine. Schon überhaupt nicht, wenn es um Fragen der Kommunikation geht. Schröder als großer Kommunikator, wie sein stärkster Unterstützer, Herr Clement, übrigens gelernter Journalist, haben es nicht vermocht, die Partei “mitzunehmen”.
Besonders ärgert es mich, dass diese handwerklichen Fehler, die eigentlich diesen Personen zuzuschreiben sind, der gesamten Partei angelastet werden. Das aktuelle Personal vermag es nicht, mit der nachwirkenden Glaubwürdigkeitskrise richtig umzugehen.
Clement gehört nicht in die SPD; er sollte sich in die FDP verziehen. Da finden seine neoliberalen Überzeugungen reichlich Anhänger. Außerdem würde er gewiss gefeiert, als einer derjenigen, die einen unliebsamen Konkurrenten auf Jahre hinaus geschädigt haben.
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Gelesen: 277 · heute: 3 · zuletzt: 16. 11. 2008
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