Der Westen gibt ein wahrhaft gutes Beispiel ab, wenn es um Menschenrechte geht
Autor Horst Schulte · 02-05-2008 · Tags: Demokratie, Gesellschaft, Guantanamo, Haftbedingungen, Menschenrechte, Politik, Sami al-Hadsch, USA
Sami al-Hadsch war 6 Jahre in Guantanamo. 6 Jahre ohne Anklage. Eingesperrt von denen, die sich uns als die westliche Führungsmacht empfehlen. Al-Hadsch war lange im Hungerstreik. Jetzt wurde er freigelassen. Keiner wird sich darüber wundern, dass er nicht gut über die USA spricht. Er wirft den Amerikanern schwere Menschenrechtsverletzungen vor.
Ich werfe ihnen vor, den Sinn und den Wert einer Demokratie zu missachten, ja mit Füßen zu treten. Aber das juckt Herrn Bush und seine Krieger natürlich kein bisschen. Er ist ja in göttlicher Mission unterwegs.
Die Terroristen haben nach dieser Zeit mehr erreicht, als sie es sich vielleicht selbst vorgestellt hatten. Wir haben es verstanden und zwar ohne ihr ausdrückliches Zutun, unsere Gesellschaften zu verändern. Nicht zum Guten. Wir haben unsere Gesetze verschärft und neue geschaffen. Wir haben Folter legalisiert und versuchen nicht einmal, der Öffentlichkeit solche Entscheidungen plausibel zu machen. Vermutlich würde das ja auch wenig bringen. Regierungen scheren sich einen feuchten Kehricht um Proteste von Menschenrechtsorganisationen. Aber wir, wir wollen den Chinesen beibringen, wie man Menschenrechte schützt und was demokratische Grundprinzipien sind. Ich glaube, dass dieser Drecksack von der Al Kaida sich vor Lachen den Bauch halten wird.
SpOn: Sechs Jahre ohne Anklage: Kameramann aus Guantanamo entlassen













