Gesellschaft, Wirtschaft · Donnerstag, 17.April 2008 18:48 · 4 Kommentare

Bis zum Beweis des Gegenteiles


Angela Merkel trennte sich, vielleicht ein wenig spät, von Heinrich von Pierer. Als Berater schien er, der erneut wegen der Siemens Korruptionsaffäre ins Zwielicht geriet, nicht mehr tragbar. Vielleicht hatte man hat in Berlin in seinem Fall (er war auch schon Schröders Berater) eine nicht nachvollziehbare Beißhemmung oder man weiß inzwischen definitiv, dass von Pierer über die Machenschaften seines Konzerns doch informiert gewesen ist. Es wäre doch komisch, wenn der Lenker eines der größten deutschen Konzerne von diesen Dingen tatsächlich nichts gewusst haben würde.

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4 Kommentare

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Boris
Apr 18, 2008 16:12

1

Bis zum Beweis des Gegenteiles … bleibe ich persönlich überzeugt davon, dass Herr von Pierer selbstverständlich jederzeit genau wusste, was in „seinem“ Konzern an kriminellen Machenschaften ablief.

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Horst Schulte
Apr 18, 2008 20:36

2

Ich glaube ebenfalls nichts anders. Wir sind einfach nur voreingenommen. Typisch deutscher Neidkomplex. Oder gehört das nicht dazu?

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Boris
Apr 18, 2008 23:32

3

Ich sehe da überhaupt keinen Neidkomplex. Meinetwegen kann einer aufgrund seiner Arbeit und Leistung gerne richtig viel Geld verdienen. Mich ereilt nur der (h)eilige Zorn, wenn ich sehe, dass einige (meist) Herren den elenden Gierhals nicht vollzukriegen scheinen und Alles und Jedes ausnehmen wie die Weihnachtsgans, was nicht bei drei im sicheren Schließfach ist.

Und dann am Ende gar noch von höchster Politik als sogenannte „Berater“ hofiert und begünstigt werden.

Das ist dann wirklich der gemeinsame Sack, auf den man beliebig draufhauen kann, ohne jemals den Falschen treffen zu können.

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Horst Schulte
Apr 19, 2008 0:11

4

Das mit dem Neidkomplex war Ironie. Mit dem Argument kommen ja viele, wenn man solchen Herren mit kritischen Worten zu Leibe rückt. :flush_tb:

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