Autor Horst Schulte · 05-04-2008 · Tags: Broder, Deutschland, Europa, Fitna, Gesellschaft, Islamismus, Islamophobie, Medien, Muslime, Niederlande, Provokationen, Wilders
Scheinbar gern bezieht er sich auf Leute, die auf gesellschaftliche Normen pfeifen. Leute, die so sind, wie er sich selbst wohl gern sieht. Ihr Handeln benutzt er für seine Zwecke und interpretiert es in seinem Sinne. Damit provoziert er bewusst und gern viele derjenigen, die er als die Lippenableser des Mainstreamjournalismus entlarvt zu haben glaubt.
Meistens sind das die Gutmenschen, manchmal auch die politisch Korrekten, aber am allerliebsten ist es ihm natürlich, wenn es Linke sind, auf die per se diese Eigenschaften ohnehin immer zutreffen. Dann läuft er sogleich zur Höchstform auf und hält uns einen riesigen, wenn auch ziemlich beschlagenen Spiegel vors Gesicht.
Er unterstellt nicht etwa nur denen, die er so gerade frontal angreift, sie seien einfach zu doof, das gerade aktuelle Thema zu erfassen oder sich rational hierauf einzustellen. Er demonstriert in einer schon fast schmerzhaften Art, was er von seiner Leserschaft hält. Er erzeugt nicht selten bei mir das Gefühl, ihm im Grunde dafür dankbar sein zu müssen, dass er sich überhaupt dazu herablässt, uns in seinen Artikeln die ganze Tragweite unserer Ignoranz und Dummheit klar zu machen.
Geert Wilder ist also kein Rechtspopulist. Dafür ist er ein lupenreiner Liberaler. Geschenkt!
Was er (Wilders) jedenfalls tut, ist in meinen Augen nicht der Akt eines Mannes, der sich mutig gegen einen menschenverachtenden und verabscheuenswerten Islamismus richtet. Wilders will Popularität – und das offenbar um jeden Preis. Seiner Jünger kann er dabei sicher sein. Broder gehört scheinbar dazu. Und genau das glaube ich nicht! Er kocht seine ganz persönliche und auch nicht ganz klare Brühe.
Politiker, auch Journalisten, behaupten gerne, dass man die Klugheit der Bevölkerung nicht unterschätzen solle. In Wahrheit aber glauben die meisten, wir seien einfach zu blöd, manche Zusammenhänge zu erkennen. Broder ist in dieser Beziehung auch keine keine Ausnahme. Im Gegenteil: Er meint sogar, er müsse uns seine Wahrheit als die einzige, die allein gültige verkaufen und nervt uns mit seinen teilweise wenigstens unterhaltsam geschriebenen, doch immer auch provozierenden Artikeln. Dieser (s. Link) ist dafür ein schlechtes gutes Beispiel.
Offenbar hält Broder doch, wie ich schon sagte, die Mehrheit seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger für blöde, einfältige Spießer, die sich ein X für ein U vormachen lassen. Aber die Leute machen sich durchaus ein differenziertes Bild und sie haben Wilders als jemanden entlarvt, dem offenbar nichts wichtiger ist, als seine eigene Popularität. Wenn nicht alle, so doch die meisten der „Botschaften und Informationen“, die in Fitna zu sehen sind, waren längst bekannt. Schon deshalb muss man sich fragen, weshalb Wilders „Aktion“ so viel Beachtung zugekommen ist.
Grundsätzlich finde ich es gut, wenn man durch Provokation zu anderen und evtl. neuen Denkansätzen kommt. Aber darum ging es weder Wilders noch Broder. Beide wollten auf ihre eigene, unsägliche Art und Weise provozieren. Die Motive dafür waren so unterschiedlich nicht. Und genau das wird uns in solchen Fragen bestimmt nicht weiterhelfen.















Lieber Horst Schulte,
ich gehöre, altersbedingt, zu denen, die Broder noch als Linksextremen erlebt haben; er schrieb, wenn ich mich recht erinnere, unter anderem in „Konkret“.
Seither kann ich nicht sagen, daß er mir besonders sympathisch ist; wie Gremliza himself hat er die Neigung, die Sie zu Recht kritisieren, sich in der Attitüde dessen zu gefallen, der als einziger den Durchblick hat.
Andererseits lese ich in letzter Zeit seine Artikel gern. Nicht, weil ich mich mit diesem Stil inzwischen befreundet hätte. Sondern weil Broder schlicht vieles schreibt, was ich für zutreffend halte.
Das gilt vor allem für die Beurteilung der Situation im Nahen Osten und des militanten Islamismus. Es gilt für dieses seltsame Phänomen, daß diejenigen, die den hieisigen deutschen Rechtsextremismus zu Recht heftig bekämpfen, gegen den Rechtsextremisten von Moslems erstaunlich nachsichtig sind.
Oft hat Broder schlicht damit Recht, daß er ruft „Der Kaiser ist nackt!“. Ja natürlich, er spielt den Hecht im Karpfenteich. Aber manchmal ist da eben wirklich ein solcher Tümpel.
So, wie hier im Fall Wilders. Ja, er mag eitel sein und ein Effekthascher. Das habe ich, glaube ich, in meinem Artikel, den Sie verlinken, ja auch so ähnlich geschrieben. Nur ist er eben kein „Rechtspopulist“. Jedenfalls dann nicht, wenn man auch Le Pen einen Rechtspopulisten nennt.
Er ist nun mal ein Liberaler. („Lupenrein“ habe ich ihn übrigens nicht genannt; und das glaube ich auch nicht).
Darauf hat Broder zu Recht hingewiesen. Das erscheint mir wichtiger als der Stil von Broder.
Herzlich, Zettel
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Lieber Zettel,
dass mit dem „lupenrein“ war wohl (mal wieder) eine Übertreibung meinerseits. Mir wäre wohler, wenn Wilders nicht gerade in diesem sensiblen Zusammenhang als Aufklärer oder mutiger Meinungsführer herausgehoben würde. Hauptsächlich um diesen Punkt ging es mir. Er hat, wie Sie wahrscheinlich richtig vermuten, aus Eitelkeit gehandelt. Viele haben den Film hergenommen und für ihre Zwecke eingesetzt. Es war absehbar, was PI und andere aus dieser Aktion machen. Das war meine Sorge bevor er publiziert war und ebenso war absehbar, dass Broder, der bekannterweise „sensibel“ auf alles reagiert, was mit dem Islam zu tun hat, darauf fliegen würde.
Wenn man so will, habe ich mit meinem kleinen Beitrag also meine eigene Erwartungshaltung höchst persönlich bestätigt oder übererfüllt. Mir macht die Art und Weise, in der sich das Verhältnis zwischen Muslimen und Christen in Deutschland entwickelt, Sorgen. Natürlich hat Broder in Teilen Recht und beschreibt manche Dinge zutreffend. Viele sagen ja, dass der Lösung eines Problemes immer eine vollständige Analyse vorausgehen muss. Das wird vielleicht auch in diesem Fall richtig sein. Einerseits soll man ehrlich sein und muss die Dinge, die im Islam falsch sind, auch beim Namen nennen. Aus Unrecht wird kein Recht, nur weil man es verschweigt oder es nicht klar benennt. Nur bleibt auch richtig, dass innerhalb der verschiedenen Kulturen Unterschiede bestehen, die genauso gut nicht einfach beiseite geschoben werden können. Ich weiß, wie umstritten dieser Gedanke ist. Aber ich fürchte, dass genau an diesem Punkt ein sehr großes Problem besteht. Unsere Wertvorstellungen können vielleicht nicht immer das Maß der Dinge sein. Schon gar nicht, wenn wir selbst unsere eigenen Regeln nach Belieben brechen.
Gruß und einen schönen Sonntag
Horst Schulte
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Lieber Horst Schulte,
mir macht da auch vieles Sorgen – wem nicht, der sich ernsthaft um die Zukunft unseres Landes, von Europa kümmert?
Aus meiner Sicht bestehen zwei Gefahren, die ich für ungefähr gleich groß halte:
Erstens die Gefahr, daß wir Europäer uns die Freiheit, die wir mühsam genug errungen haben, scheibchenweise von Islamisten wieder nehmen lassen.
Nicht im Sinn einer „Islamisierung Europas“, die halte ich für ein Hirngespinst. Aber in dem Sinn, daß es den Islamisten schrittweise gelingt, auf die Medien Einfluß zu nehmen, auf die Kunst (Erinnern Sie sich noch an den vorauseilenden Gehorsam der Intendantin der Berliner Oper?), auf unsere Lebensform (Keine Teilnahme aller Schüler an Klassenfahrten, am Sportunterricht usw.; Faktisch rechtsfreie Zonen, in denen islamisches Recht angewandt wird usw.). Da könnte man noch vieles nennen.
Und zweitens sehe ich die Gefahr, daß eine Frontstellung zwischen uns eingesessenen Bürgern und den Zuwanderern aufgebaut wird, und zwar von Scharfmachern auf beiden Seiten. Die sich ja bekanntlich immer schnell gegenseitig hochschaukeln. Jeder sieht dann die eigene Militanz nur als Reaktion auf die der anderen, als Verteidigung.
Beiden Gefahren kann meines Erachtens nur durch eine Assimilationspolitik begegnet werden, wie sie jedes erfolgreiche Einwanderungsland betreibt. Dazu gehört einerseits, daß den Assimilationswilligen ein attraktives Angebot gemacht wird, Deutsche, Holländer usw. zu werden. Andererseits müssen aber auch die Islamisten mit den jeweils erforderlichen Mitteln bekämpft werden.
Leute wie Wilders haben aus meiner Sicht eine ambivalente Wirkung: Ihre Warnungen können helfen, das Problem des Islamismus zu erkennen und es endlich entschlossen anzugehen. Es besteht aber auch die Gefahr, daß das Kind mit dem Bad ausgeschüttet wird und eine allgemeine Konfrontation gefördert wird.
Je mehr ich den Fall Wilders verfolgt habe, umso mehr sehe ich aber im Vordergrund, lieber Horst Schulte, daß dem Mann Unrecht getan wird:
Erstens, indem man ihm dieses falsche Etikett „Rechtspopulist“ aufpappt.
Zweitens, indem er von Islamisten bedroht wird.
Und drittens – und am schlimmsten – dadurch, daß diese Bedrohung, die ja wirklich unsere Rechtsordnung in Europa gefährdet, heruntergespielt wird.
Herzlich, Zettel
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Lieber Zettel,
Da sind wir 100%ig beieinander. Diese Gefahr sehe ich als sehr konkret an, weil scheinbar die Anzahl der Leute, die sich radikalisieren (lassen) immer schneller wächst. Ich denke da durchaus nicht nur an gewisse Erscheinungen in der Blogsphäre.
Der 1. Punkt, den Sie genannte haben, wirkt im Prinzip in den 3. hinein. Wir sind auch einer Meinung darüber, dass es nicht weiterführt, wenn wir unsere Positionen aufgeben oder Konflikte versuchen herunterzuspielen.
Ich denke, es besteht inzwischen eine Konfrontation, auf die beiderseits nicht mit dem notwendigen Ernst reagiert wird. Grundsätzlich halte ich so etwas wie die Islam-Konferenz für einen richtigen Weg. Man muss miteinander reden. Leider ist das ein schwieriges Unterfangen, weil gerade auch auf der Seite der Muslime sehr unterschiedliche Parteien beteiligt sind.
Aber ein ganz anderer Punkt, der m.E. die Position der westlichen Demokratien eher geschwächt hat: Ich meine unsere Haltung zu Afghanistan und zum Irak. Wir vertreten bestimmte Werte und können uns letztlich nicht in der Weise konsequent verhalten, wie es richtig wäre. Der Westen bietet ein zerrissenes Bild. So wird aus einer eigentlichen Stärke in der Wahrnehmung der Menschen genau das Gegenteil. Daran muss sich etwas ändern. Dazu brauchen wir aber in den beteiligten Ländern ein politisches Führungspersonal, das glaubwürdiger und konsequenter handelt als es in den letzten Jahren der Fall gewesen ist. Leider bedeutet das aber nicht, dass sich einfach alle hinter Georg W. Bush scharen und alles würde gut. Da wären wir vermutlich wieder unterschiedlicher Meinung.
Viele Grüße
Horst Schulte
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Wilders ist Politiker. Wäre er nicht, wenn er das nicht wollte.
Wilders bringt eine Zusammenfassung bekannter Fakten, also etwas recht harmloses und legitimes. Die Zusammenstellung hat natürlich ein bestimmtes Ziel, und das hat er auch voll erreicht:
Seine Kritiker haben nicht ihn, sondern sie selbst entlarvt, indem sie „im vorauseilenden Gehorsam“, wie man das inzwischen so nennt, eine Diskussion um die Begrenzung der Meinungsfreiheit losgetreten haben, die auch nach der Veröffentlichung des Films noch anhält.
Die Moslemorganisationen, die doch immer wieder betonen, dass sie gegen den Terrorismus und die Verachtung der Menschenrechte sind, haben nicht etwa die Gelegenheit ergriffen, darauf hinzuweisen, dass das, was Wilders da darstellt, eben nicht DER Islam in ihren Augen ist und dass sie das auch ablehnen. Nein, sie rufen auf, „sich nicht zu Gewalttätigkeiten provozieren zu lassen“. Die Argumentation steht genau auf der Linie faschistischer Regime, die bei was Schlimmem erwischt worden sind.
Ich habe lange geglaubt, man könne mit den gemäßigten unter den Musels zu einer Verständigung kommen. Das sind jedoch nach wie vor so wenige, dass es nicht reicht. Ständig irgendwelche Lippenbekenntnisse, denen nach dem nächsten Vorfall nicht etwa Taten, sondern Abwiegeln oder Provokationsvorwürfe folgen. Inzwischen muss ich mich leider denen anschließen, die den Islam an sich für eine ernste Bedrohung unserer Freiheit halten.
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Es geht um Meinungsfreiheit und auch Wilders soll sagen und zeigen dürfen, was er mag. Einverstanden. Grundsätzlich sind wir einig. Wir wissen aber auch, dass er den Film nicht gemacht hat, um seiner Meinung Ausdruck zu verleihen. Oder? Eigentlich sollte man im Zusammenhang mit dem Begriff Meinungsfreiheit auf solche Differenzierungen gar nicht achten müssen. Auch wahr. Wir sprechen im Westen bei diesen Gelegenheit auch gern von Unteilbarkeit. Allerdings sollten wir auch verstanden haben, wo Grenzen sind und uns immer wieder Fragen, ob wir diese Grenzen unbedingt überschreiten müssen.
Mir fällt da ein Beispiel ein: In meinem Freundeskreis gibt es ein paar Leute, die einem immer die (ihre) Wahrheit mitteilen müssen. War also ein Essen bei anderen Freunden nicht so toll, dann sagen sie es. Die Verstimmung des Gastgebers ist ihnen gleichgültig. Sie sagen ja immer die Wahrheit. Ich mache es anders. Ich esse gern und leider kann man es mir schon an der Portion, die im Fall des Falles etwas kleiner gerät, anmerken, ob es für mich gut war oder vielleicht auch nicht. Ich würde aber persönlich nicht auf die Idee kommen, dem Gastgeber zu sagen, dass mir das Essen nicht geschmeckt hat. Im Restaurant habe ich damit auch Probleme, obwohl ich natürlich einsehe, dass es sich in diesem Fall ganz anders verhält.
Du weißt, was ich meine. Ich kann auch Rücksicht auf andere nehmen, ohne mich deshalb unbedingt verbiegen zu müssen. Nenne das feig oder inkonsequent. Etwas Rücksicht auf die Gefühle anderer kann nicht schaden. Und… ich meine damit keine Rücksicht auf die Gefühle irgendwelcher radikaler Moslems oder Islamisten. Ich meine die Gefühle unserer Mitmenschen muslimischen Glaubens. Wie werden sich wohl angesichts solcher Verallgemeinerungen und nichts anderes sind die Anwürfe Wilders fühlen. Sollte uns das wirklich so gleichgültig sein?
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Mal ganz offen gefragt, welche Art von Gefühlen wird da verletzt? Wilders zitiert zunächst den Koran. „Schlagt sie tot, wo ihr sie findet!“ steht da. Ist zunächst mal ein Fakt. Dann zeigt er Leute, die andere umbringen und sich genau da drauf berufen. Ist auch ein Fakt. Nun stehen ähnlich martialische Sprüche auch in der Bibel und in der Tora. Jeder Christ und jeder Jude würde aber wohl bei den Terrorbeispielen mit Berufung auf diese Stellen sagen „Ne, ne, das is‘ es nicht! Das ist nicht unsere Religion, und die Leute liegen völlig daneben!“ und das wohl auch aus der Bibel oder der Tora begründen können. Von Moslemorganisationen hört man zwar immer „wir sind gegen Terror“, aber wenn man ihnen Bilder zeigt, auf denen mit Bezug auf ihre Religion gemordet wird, sind sie auf einmal beleidigt und drohen selbst mit Gewalt. Ihrerseits schlagen sie aber munter verbal (und nicht nur das) auf Christen und andere Religionen ein, ohne auf irgendwelche Gefühle Rücksicht zu nehmen.
Ich beobachte das jetzt schon eine ganze Weile, und abgesehen von einigen Einzelpersonen leider immer das gleiche Bild: sobald bestimmte gruselige Aspekte des Islam von Nichtmoslems angesprochen werden, sind die Leute beleidigt, weil es offenbar doch dazu gehört, aber von uns nicht zur Kenntnis genommen werden darf/soll. Ich nehme das aber zur Kenntnis und sage das auch. Und je länger die hohlen Solidaritätsversprechen wiederholt werden, ohne dass Taten folgen, desto weniger interessiert mich das Gefühlsleben dieser Leute.
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Ziemlich unfein. Klar. In der Bibel steht es so:
Koran und Bibel sind eben archaisch. Du sagtest es ja.
Dass wir die Aufklärung hinter uns haben, die Muslime aber nicht ist ebenso eine unbestreitbare Tatsache. Deshalb müssen wir nicht zuschauen, wenn Muslime archaische Methoden in der Jetztzeit anwenden. Das ist absolut klar. Nur, wem halten wir denn genau dieses vor? Im Grund allen Muslimen. Das ist der Punkt, jedenfalls für mich.
Wilders wollte nicht auf einen Misstand hinweisen oder irgendwen wachrütteln. Er verfolgt ganz eigene Ziele. Das finde ich kritikwürdig. Und es heißt nicht, dass ich bestimmte Dinge, die vom Islam ausgehen nicht zur Kenntnis nehmen oder totschweigen will. Es geht aber um eine sachliche und differenzierte Auseinandersetzung. Da sind wir doch am Ende auch völlig einer Meinung – denke ich jedenfalls.
Ulrike Herrmann, TAZ
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