Barack Obama: …umso schwärzer wird er in der Vorstellung der Öffentlichkeit.»

Autor Horst Schulte · 21-03-2008 · Tags: , , , , , , , , , ,

Barack Obama
Barack Obama

Je mehr er über Rasse sprechen muss, umso schwärzer wird er in der Vorstellung der Öffentlichkeit.

sagte Harvard Professor Randall Kennedy, der übrigens ein Anhänger Obamas ist.

Den Satz las ich in einem Kommentar der NZZ über die negative Veränderung der Umfragewerte gegen Obama und für Clinton bzw. McCain. Ich denke, dass er genau das widerspiegelt, was Obama in seiner viel beachteten Rassismus-Rede, die ihm als Ausflucht aus der Debatte um die Äußerungen „seines“ Pfarrers Jeremiah Wright ausgelegt wurde, sehr ehrlich und überzeugend dargelegt hat.

Für die Weißen bedeutet dieser Weg anzuerkennen, dass das, was der afroamerikanischen Gemeinschaft Schmerzen bereitet, nicht nur in den Köpfen der Schwarzen besteht; dass das Erbe der Diskriminierung real ist – genauso wie aktuelle, weniger offensichtliche Fälle von Diskriminierung. (Barack Obama)

Wer diesen simplen Zusammenhang dieser gesellschaftlichen Frage nicht erkennen will, dem ist in meinen Augen einfach nicht zu helfen. Ich bin überzeugt davon, dass die allermeisten Menschen das tun und dass trotz des richtigen Hinweises von Randall Kennedy am Ende eben doch dieser Barack Obama auch gegen den Republikaner McCain siegen wird. Er, Obama, hat mit seiner Rede vielleicht wirklich etwas Neues und Gutes in den USA ausgelöst. Er vertrat einen überzeugenden Standpunkt mit klaren und ehrlichen Worten und er hat -hoffe ich jedenfalls- für viele Menschen glaubhaft machen können, dass er eben nicht der Dünnbrettbohrer ist, für den ihn nicht nur Teile der amerikanischen Öffentlichkeit halten.

Hoffentlich schafft er es! Wir brauchen keinen Nachfolger von Bush. Wir brauche etwas ganz anderes (also keinen McCain und keine Clinton), etwas, das auch uns wieder in die Lage versetzt, der führenden Nation der westlichen Welt etwas anderes entgegenzubringen als Misstrauen, Unverständnis und bisweilen puren Hass. Ich glaube, dass dieser Mann dazu das Zeug hat.

Die New York Times würdigte Obamas Rede als den vielleicht wichtigsten Beitrag zur Rassenfrage in Jahrzehnten. Denn Obama sei es geglückt, trotz aller Kritik „hoffnungsvoll, patriotisch und damit durch und durch amerikanisch“ zu bleiben, indem er daran erinnerte, dass nur in den USA eine Karriere wie seine, als Sohn einer Weißen und eines Afrikaners, möglich sei. Obama sprach dabei nicht nur von den Schwierigkeiten schwarzer US-Bürger, sondern ebenso von den beständigen Frustrationen weißer Arbeiter und Geringverdiener, die trotz harter Arbeit ihre Jobs und Häuser verlieren. (TAZ)




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    Franz-Josef Hellseher (2)
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    eule70: Ich habe die Sendung nicht gesehen. Da war wohl ein Strauß-Fan am Werk ? :) Die soll’s ja geben… 9. 10. 2008 · 23:37


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