Medien · Sonntag, 16.März 2008 19:11 · 3 Kommentare
Brunnenvergifter der deutschsprachigen Netzöffentlichkeit
Es ist wohl in erster Linie ein Problem der so genannten A-Blogger. Leute, die kleine Blogs führen, kennen das Problem natürlich auch, allerdings weniger aus eigener Erfahrung im eigenen Blog. Soweit, so schlecht.
Zum einen gibt es Kommentare in Blogs, deren Autoren die im Artikel der Süddeutschen Zeitung beschriebenen ausfälligen Kommentare geradezu herausfordern – in meinen Augen sind sie sogar absolut erwünscht. Das Ganze hat in meinen Augen den Vorteil, dass man als Leser ziemlich flott erkennt, um was es dort geht. Viele wissen vermutlich, an welche Blogs ich da gerade denke.
Natürlich kann man auch schnell ungewollt zum Ziel etwas merkwürdiger Zeitgenossen werden und sich dem Tun letztlich etwas hilflos ausgeliefert sehen. Damit wird es dann für den kleinen Blogger schon unangenehmer. Im Artikel der SZ sind auch diese Fälle ausdrücklich erwähnt.
Es wäre schade, wenn man die Kommentarfunktion wirklich abstellen müsste, nur weil ein paar Leute sich einfach nicht an die einfachsten Regeln halten wollen. Auf den Austausch mit den Leserinnen und Lesern können insbesondere kleine Blogs wohl eher noch schlechter verzichten als die großen.
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Gelesen: 300 · heute: 2 · zuletzt: 24. July 2008 | Drucken | Trackback-Link | Rivva
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3 Kommentare
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Sehe ich genauso. Ohne Kommentare könnte ich meinen Blog dicht machen. Würde ich vermutlich nicht, weil ich trotzdem ein „Mitteilungsbedürfnis“ habe – aber der Dialog ist doch die Hauptintention meiner Bloggertätigkeit!
In meinem Blögchen ist die Erstkommentar-Moderation eingeschaltet, d.h., jeder, der zum ersten Mal kommentiert, läuft über die Moderationsschleife.
Und dort regiere ich absolut: Was auch nur nach Troll, Spam o.ä. riecht, schalte ich gar nicht erst frei.
Ich würde genauso durchgreifen und auch Kommentare nachträglich beseitigen, wenn sich unter zugelassenen Kommentatoren plötzlich persönliche Grabenkämpfe entwickelten.
Sag es: Jetzt, hier und heute :-)
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Zu dem Thema habe ich eben erst etwas auf fudder gelesen. Und zwar werden in der „The Daylie Kos“-Community in Amerika beim ersten Auftauchen eines Trolls in den Kommentaren bzw. der Diskussion von den normalen Usern nur noch Kochrezepte gepostet. Und das scheint zu funktionieren.
Interessante Sache, wie ich meine.
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