Autor Horst Schulte · 02-03-2008 · Tags: Arbeitskräfte, Demokratie, Gesellschaft, Kapitalismus, Legitimationskrise, Sorgen, Staat, Zukunft
Wenn ich diesen Brief eines sehr besorgten Unternehmers an Bundeskanzlerin Merkel lese, kommt mir der Verdacht, dass ein wenig Klassenkampf diesem Land vielleicht sogar gut tun könnte.
Er macht sich Sorgen um die Erfolge unseres Aufschwungs und argumentiert diese im Wesentlichen damit, dass der Staat durch die fragwürdige Erlangung und Verwendung von Daten ein falsches Signal gesetzt habe. Dieser Herr Schöller hat noch gar nicht verstanden, dass längst nicht nur die Politik, sondern auch die Wirtschaft in einer für unsere Demokratie gefährlichen Legitimationskrise stecken. Und das ist nicht erst der Fall, seit die Regierung so rigoros gegen Steuersünder vorgeht.
Zivilisiert den Kapitalismus
Man muss die Marktwirtschaft unter allen Umständen erhalten – aber man muss ihr auch Grenzen setzen. Nachdruck einer Rede aus dem Jahr 1996 (Marion Gräfin Dönhoff, 1909 – 2002)
Außerdem hat die Regierung zugewartet und genügend Zeit gelassen, gewisse Dinge nachträglich in Ordnung zu bringen. Genutzt hat das aber offenbar nicht viel. Sich jetzt darüber zu beklagen, dass Steinbrück und seine Mannen überheftig agiert hätten, ist in meinen Augen albern und umso ärgerlicher. Diejenigen, die nun so tun, als sei die Schuld bei der Regierung zu suchen und bei unserer zu komplizierten Steuergesetzgebung wollen nur von ihrer eigenen Verantwortung und ihrer Schuld ablenken. Und Peer Steinbrück (der ja nun wahrhaftig den Prototypen des Linken in der SPD darstellt) zu unterstellen, sich damit in Richtung Klassenkampf begeben zu haben, ist wirklich das Dümmste was ich dazu bisher gehört habe.




10. 10. 2008 · 21:21
Die soll’s ja geben… 9. 10. 2008 · 23:37








