Wirtschaft · Sonntag, 24.Februar 2008 2:14 · 3 Kommentare
Bahn: Preiserhöhungen wegen höherer Personalkosten
Da versteht noch einer den Mehdorn. Gleich nach dem Tarifabschluss kam er mit der Meldung raus, dass Leute bei der Bahn eingespart werden müssten. Da gab’s gleich ordentlich was auf die Nase. Mehdorn ruderte zurück. Nun will der Mann die Preise erhöhen. Und wieder meckern alle. Die Deutschen begreifen doch einfach nicht, dass höhere Löhne von irgendwem bezahlt werden müssen. Wenn nicht von den Empfängern selbst (gewissermaßen hätten sie das bei einer Entlassung ja) dann eben die Kunden. Vom Gewinn kann man das viele Geld natürlich nicht bezahlen. Die Bahn ist ja schließlich kein Wohlfahrtsunternehmen.
Quelle: Handelsblatt
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Gelesen: 346 · heute: 2 · zuletzt: 25. July 2008 | Drucken | Trackback-Link | Rivva
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Ehrlich gesagt habe ich selten eine andere Vorgehensweise wahrgenommen. Wenn die Kosten steigen, müssen Leute gehen. Das ist immer noch die Stellschraube, mit der man in kürzester Zeit am meisten erreichen kann. Leider. Kreativ ist das ganz bestimmt nicht. Außerdem hat es weitreichende Folgen, die die Leute, die solche Entscheidungen treffen, natürlich auch kennen. Liest du hier.
Die Bahn hat letztes Jahr trotzdem noch einen sehr guten Gewinn eingefahren und das der Verbraucher mal wieder darunter zu leiden hat ist unverständlich. Die Lohnerhöhung für das Personal war längst überfällig und aber das der Gewinn nicht dafür verwendet wird sondern zum großen Teil wieder in die Taschen der Chefetage ist unverständlich. Wenn die den Gürtel mal enger schnallen würden, bräuchte man keine Preiserhöhung.
Sag es: Jetzt, hier und heute :-)
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Ich kann mich daran erinnern, dass während der ganzen Streikphase auch wiederholt darauf hingewiesen wurde, dass die Bahngehälter in Deutschland am untersten Ende der mitteleuropäischen Skala rangieren (müsste man vielleicht noch mal eruieren). Man könnte sich daher auch duchaus mal die Frage stellen, ob die intellektuellen Fähigkeiten eines Herrn Mehdorn nicht maßlos durch die Führung eines solchen Unternehmens überfordert sind. Auf Gehaltserhöhungen mit den Statements „Entlassungen“ und „Preiserhöhungen“ an die Öffentlichkeit zu treten spricht jedenfalls nicht für einen kreativen Geist.
Mal etwas bissig: vielleicht sind Leute eines solchen Kalibers tatsächlich nur für die Leitung von Konzernen geeignet, da sie mit ihren Fähigkeiten als Klein- oder Mittelständler kaum 6 Monate überleben würden.
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