Und was war mit Kanzler Schröder, Herr Clement?
Autor Horst Schulte · 22-02-2008 · Tags: Clement, Demokratie, Parteiausschlussverfahren, Politik, SPD, Ypsilanti
Was mag den ehemaligen stellvertretenden Parteivorsitzenden der SPD, Wolfgang Clement, wohl derzeit quälen? Ein Geltungsbedürfnis wird es vielleicht doch nicht (mehr) sein. Womöglich möchte er seiner Partei beweisen, wie undemokratisch oder populistisch sie doch eigentlich ist. Jedenfalls provoziert er auf Teufel komm raus.
Gerade war der Ypsilanti-Affront etwas abgeklungen und das Parteiausschlussverfahren inzwischen eingeleitet, da legt er nach! Und eigentlich stimmt es ja zumindest teilweise, was ich nach seinen letzten „Ausfall“ gelesen habe. Clement hat sich nie groß verbogen oder verbiegen lassen. Er ist keiner, der ein Blatt vor den Mund nimmt, bloß weil es die Parteiräson gebietet. Er spricht Klartext.
Nun gibt er zu Protokoll, dass er innerhalb der Führung der SPD Maulheldentum ausgemacht hat. Offenbar ist diese „Grußadresse“ insbesondere an den SPD-Generalsekretär gerichtet. Auch nicht schlecht ist seine Aussage zum Besuch des Regierungschefs aus Liechtenstein: Dem Land gegenüber solle man sich nicht verhalten, als ob man morgen einmarschieren wolle – oder so. Vielen, in der FDP zum Beispiel, werden Clements Provokationen ganz toll gefallen. Dass die SPD damit Probleme hat kann ich gut nachvollziehen. Nur würde ich Herrn Clement nicht den Gefallen tun, die eigene Schwäche zu manifestieren, in dem ich den sogenannten Querdenker erwartungsgemäß aufs mediale Tableau hebe. Man könnte ihn z.B. auch einmal fragen, warum er denn bei seinem früheren Chef, Bundeskanzler Schröder, nie so etwas wie Maulheldentum konstatiert hätte. „Wir machen da was“… sag ich da nur.
Soll Clement doch erzählen was er mag. Wir kennen seine Funktion in dieser Gesellschaft. Muss es auch geben.













