Hauptsache Ausländer also?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Medien | am 09-01-2008

BILD will auch im Namen der überwiegend türkischen Bevölkerung in Deutschland, dass Kriminelle aus dem Verkehr gezogen werden.

Dass der ältere Täter Türke ist, der jüngere Grieche, ist bloßer Zufall. Genauso hätten es Polen, Russen, Jugoslawen oder Kurden sein können — die Debatte wäre die gleiche gewesen.

Bildchef Diekmann in seinem Brief, der gestern in der Deutschlandausgabe der türkischen Zeitung „Hürriyet“ auf türkisch und deutsch erschien

Hervorhebung von mir.

[Quelle: Bildblog]

Den kann ich wirklich nicht leiden

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Medien | am 09-01-2008

Das ist eine blöde Zeit zum Radio hören. Im „Tischgespräch“ bei WDR5 ist Henryk M. Broder zu Gast. Um 20.05 Uhr heute Abend.

Er ist eine der Reizfiguren in der deutschen Medienlandschaft, von manchen Lesern und Zuschauern gehasst, von anderen geschätzt für seine scharfen Polemiken.

Dem muss man nichts hinzufügen. Außer vielleicht, dass ich zu denen gehöre, die nicht besonders schätzen. Trotzdem überlege ich noch, ob ich mir die Sendung anhöre. Ich muss zugeben, dass es wenige Journalisten gibt, die eine so klar Sprache sprechen. Außerdem hat Broder einen wirklich sehr hohen Unterhaltungswert.

Update: 21.03 Uhr
Ich hab’s mir angehört. Hier die MP3-Version. Viel Vergnügen!

Planung ist Schrott!

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Allgemein | am 09-01-2008

Planung ist Schrott.
Aber Planen ist lebenswichtig.“
- Dwight D. Eisenhower, sinngemäß -

Eine Krise kann jeder Idiot managen.
Es ist der Alltag, der uns fertig macht.“
- Anton Czechow -

Erarbeiteter Warnschussarrest

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Politik | am 09-01-2008

Koch hat nur zusammengefasst, was die Union an Initiativen dazu erarbeitet hat, vom Warnschussarrest bis zur schnellen Abschiebung ausländischer Straftäter.

Ole van Beust äußerte dies in einem SpOn-Interview

Ich wusste ja gar nicht, dass Koch nur etwas wiedergegeben hat, das in der Union erarbeitet wurde. Überraschung! Seine Äußerungen entsprangen also quasi dem Parteiprogramm und nicht, wie ich irrtümlich angenommen hatte, seinem Sinn für Machterhalt. Man kann mich wirklich noch überraschen. Danke an Herrn van Beust für die Aufklärung.

Das ist kein Populismus!

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 08-01-2008

Ich glaube, das Wort Populismus werde ich für die nächste Zeit aus meinem Blog verbannen. Jedenfalls will ich es nicht selbst benutzen. Es kriegt vielleicht die Chance, das UnWort des Jahres 2008 zu werden. Oder hat es diese Auszeichnung schon mal bekommen? Kann gut sein.

Du riechst aber gut

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 07-01-2008

Ich beuge mich zu meiner Frau hinunter und gebe ihr einen Kuss. Wir sagen zeitgleich: „Du riechst aber gut“. Nicht unbedingt selbstverständlich, dass man sich auch nach 31 Ehejahren noch riechen kann. In unserem Fall, das sei der Ordnung halber erwähnt, lag das wohl maßgeblich an den Eau de Toilet, die wir uns zu Weihnachten geschenkt hatten.

Den Tod benutzen?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in _Sidestep | am 07-01-2008

Ich bin tot. Das ist zum Kotzen, zumindest für mich, meine Familie und Freunde. Aber alle Tränen bringen mich nicht zurück (…) Sie, der Sie das lesen, sind nicht tot, also nehmen Sie sich etwas Zeit, diesen glücklichen Umstand zu genießen“, schreibt Olmsted. An anderer Stelle verbittet er sich, dass sein Tod politisch benutzt wird. „Wenn Sie finden, die USA sollten im Irak bleiben, dann behaupten Sie nicht, mein Tod zwinge uns irgendwie dazu. Wenn Sie glauben, wir müssten morgen abziehen, dann zitieren Sie mich nicht als Beispiel für jemanden, dessen Leben im Irak verschwendet wurde.

[Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger]

Ich lasse das wunschgemäß unkommentiert, obwohl mir klar ist, dass schon die bloße Erwähnung des Vorganges missverstanden werden wird.

Komplementäre Parteiprogramme?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 07-01-2008

SteffenH von den BLOGs weist auf einen Zusammenhang hin, den man leider (realpolitisch gesehen) nicht von der Hand weisen kann.

2015: Billigautos ab 2000 $

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Wirtschaft | am 07-01-2008

Würde man eine solche Aussage auf den deutschen Automarkt basieren, so hätten wir einen „feinen“ Beitrag für die Diskussion um die Mindestlöhne. Ferdinand Dudenhöffer stellte ein Szenarium für das Jahr 2015 vor. Er prognostiziert: «Der Markt für Billigautos wird in den nächsten dreizehn Jahren das am schnellsten wachsende Marktsegment im Weltautomobilgeschäft.»

Am 10. Januar stellt der indische Konzern Tata ein 2500-Dollar-Auto vor. Detroit hat das eigene Portfolio bereits ebenfalls um Billigautos erweitert. Dudenhöffer glaubt, dass 2015 bereits 30% aller Neuwagen in den Schwellenländer Billigautos sein werden. Und natürlich wird dort für dieses Segment besonders geplant (s. Indien). Den gesamten Artikel lesen »

Barack Obama for President

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 07-01-2008

Abgesehen davon, dass es für meine Begriffe viel zu früh ist, um irgendwelche Prognosen für die Wahl zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten abzugeben, wäre es nicht fantastisch, wenn Obama die Wahl gewinnen würde? Der erste schwarze Präsident der USA. Das wär’s doch! Oder vielleicht könnte man sich auf den kleineren gemeinsamen Nenner einigen und Hillary Clinton als die erste Frau in diesem Amt im Weißen Haus willkommen heißen?

Von der amerikanischen Politik habe ich viel zu wenig Ahnung, als das ich beurteilen könnte, was für die Menschen und für das Land selbst das Richtige sein würde. Ich denke, dass das für viele Menschen in Deutschland und anderen Staaten gilt. Die überwiegende Mehrheit wird wahrscheinlich trotzdem denken, dass jeder andere Präsident, egal ob weiblich oder männlich, einen gewaltigen Fortschritt darstellt. Hauptsache Bush ist weg! Btw: Hat der nicht auch Söhne?

Joopie Heesters – der lebt länger als wir alle, glauben Sie mir!

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Allgemein | am 07-01-2008

Eben las ich zwei Bonmots von Barbara A. Cepielik, die sich im Kölner Stadt-Anzeiger so ihre Gedanken über ein paar gesellschaftliche Vorfälle nach den doch eher ruhigen Feiertagen machte:

  • Joopie Hesters (104) hat sich zwei Rippen gebrochen, verlässt aber das Krankenhaus schneller, als die Fallpauschale es ihm zugesteht.
  • … der lebt länger als wir alle, glauben Sie mir!

Thumbs Up

Ich bin nicht in Form

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 07-01-2008

Das kann ich besser:

84 Wörter

Hier kann man sich testen. Für nen alten Mann nicht schlecht.

[via]

Update: Da kann man aber ordentlich manipulieren.

Seltsame Serien

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Medien, Politik | am 06-01-2008

Zettel beschreibt in einem kleinen Artikel in seiner losen Serie „Marginalie“ einen Mechanismus, dem die/der eine oder andere vielleicht in letzter Zeit auch ein ums andere Mal „zum Opfer“ fiel. Es geht darum, wodurch „Häufungen“ bestimmter Meldungen zustande kommen, die uns über Nachrichten und Zeitungen zu Themen wie Kindermord oder Jugendkriminalität zeitweise sehr konzentriert beschäftigen.

Er resümiert:

Und unsere verantwortlichen Politiker sollten sich überlegen, ob jedesmal, wenn eine solche Sau durchs Dorf getrieben wird, gleich ein neues Gesetz nötig ist, das ihr Einfangen regelt.
Seltsame Serien, Zettels Raum

Lasst mal die „Jungen“ ran

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Medien | am 06-01-2008

Einen interessanten Artikel („Deutschlands Nachwuchsblogger“) hat Christian Schlender geschrieben. Darin beschäftigt er sich mit den Bloggern, die aufgrund ihres Alters (diesseits der 20) im Web 2.0 einerseits zu den Youngsters zählen, andererseits jedoch, und das ist einer der Besonderheiten der gesamten Entwicklung, mit ihren Leistungen dazu beitragen, die übliche Verteilung von Wissen (Ältere vermitteln es an Jüngere) auf den Kopf zu stellen. 41% der aller Weblogs in Deutschland sollen übrigens von Leuten zwischen 14 und 19 Jahren unterhalten werden. Den gesamten Artikel lesen »

Merkel und die Angst

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 06-01-2008

Es kann doch nicht sein, dass eine Minderheit der Mehrheit Angst macht

Angela Merkel, CDU

Finde ich auch. Und warum tun sie es trotzdem, Frau Merkel?

Da fehlt der intellektuelle Zugang… Hurz

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch, Medien | am 05-01-2008

Es gibt nicht wenige Menschen, die zu deutschen Kabarett-Programmen keinen Zugang finden. Dass sie sich damit überhaupt so herumquälen müssen, kann man eigentlich nur denen zuschreiben, die in dieser Beziehung so wenig wählerisch sind. Es soll sogar Menschen geben, die dafür sorgen, dass Tourneen dieser Spaßbremsen wochenlang ausverkauft sind. 1

Mit der Ausstrahlung vornehmlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen haben die Kritiker offenbar vor allem deshalb ein Problem, weil man dort ja bekanntlich auch noch Geld dafür nimmt. Das ist aber auch wirklich das Allerletzte! Den gesamten Artikel lesen »

Verniebelt

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 05-01-2008

Der FDP-Generalsekretär, Dirk Niebel, ist ein Mann, der gern mal mit starken Sprüchen an die Öffentlichkeit geht. Auch deshalb wird er vielleicht dieses Amt bekleiden. Generalsekretäre sind selten Kinder von Traurigkeit. Und ganz sicher dann nicht, wenn es um pointierte Sprüche gegen den politischen Gegner geht. Also, was soll die Aufregung?

Umfragen sollen den Weg des Fortschritts weisen wie einst Politbürobeschlüsse

Das ist ein Satz aus seinem Artikel im Tagesspiegel.

Ein solcher Vergleich ist so wenig belastbar, dass man ihn als gleich, nachdem man ihn gelesen hat, auch wieder vergessen darf. Und doch scheint auch er sich gut zu eignen, wenn es darum geht, aus ihm politisches Kapital zu schlagen. Er taugt am Ende sogar, wenn es „nur“ darum geht, über den Generalsekretär den Parteivorsitzenden zu treffen. Gerhardts Rede hat vielleicht einen kleinen Beitrag daran, dass selbst aus denen eigenen Reihen heftige Kritik an Niebel laut wird. Was macht die Parteiführung schon aus ihrer Oppositionsrolle? Und wo findet sich die FDP nach den Neuwahlen wohl wieder? Solche Fragen beschäftigen natürlich auch heute bereits die Altvorderen der Partei.

Ich bin nicht neidisch

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 05-01-2008

Obwohl das den Linken ja gern unterstellt wird, bin ich nicht neidisch. Ich mache aber auch mal eine Ausnahme – als ich nämlich las, dass die deutschen Beamten die glücklichsten Menschen im Lande sind. Hervorgebracht hat dies eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Wie beim Klima, so bei der Jugendkriminalität

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 05-01-2008

Die jeweilige Seite darf sich ihre Wahrheiten selbst zusammenstellen. Das ist beim Klima so und in der aktuellen Diskussion um Jugendkriminalität und deren Entwicklung über die letzten Jahre nicht anders.

Ein Fakt ist, dass um die 80% der Straftaten von deutschen Jugendlichen begangen werden. Sollte es nicht eigentlich so sein, dass Menschen mit Handlungsdruck (in diesem Fall also die Politiker) sich zunächst einmal um den Kern des Problemes und nicht um
den bedeutend kleineren Teil hiervon kümmern sollten? Das jedoch wäre weitaus schwieriger und außerdem auch deutlich weniger publicitywirksam.

Statt darüber nachzudenken, welche Hintergründe es für Entwicklungen, die vermutlich in verschiedenen Regionen Deutschlands auch sehr unterschiedlich wahrgenommen werden, gibt und welche Maßnahmen wirklich wirkungsvoll sind, haut man drauf. Ganz allein aus Eigeninteresse. Es geht nicht nicht um Lösungen, für die Politiker vom Bürger bezahlt werden, es geht um die eigene Wiederwahl.

Und hat man, wie Koch, das getan hat, die Geister gerufen, die sich solcher Plattheiten nur allzu gern annehmen, wird man sie so leicht nicht wieder los. Aber auch das interessiert einen Wahlkämpfer nicht, vor allem dann, wenn sein Name Koch ist.

Warum ist es beispielsweise so, dass gerade Jugendliche aus der so genannten 2. oder 3. Generation besonders häufig durch ihr aggressives Verhalten auffallen? Eigentlich sollte ihre Integration so weit vorangekommen sein, dass dieses Phänomen überhaupt nicht existieren würde.

«Das Erlebnis fehlender Akzeptanz und Gleichbehandlung mit Deutschen wird als Diskriminierung erlebt und erzeugt Konflikthaltungen» meint dazu der Sicherheitsbericht der Bundesregierung.

Und dann schließe ich noch die Frage an, was machen die deutschen Gefängnisse aus den Jugendlichen, die dort eingesperrt werden – egal, ob es Deutsche oder ausländische Jugendliche wären? Wir wissen doch im Grund alle, dass das nichts bringt – außer der „Produktion“ von Schwerkriminalität. Also müssen andere Lösungen her. Nur darüber müsste man Nachdenken und, was vielleicht noch „unangenehmer“ sein wird, es kostet am Ende unseren Staat auch noch Geld. Da kommt eine Einsicht in die Logik Kochs und Becksteins auf, die fordern, dass in jedem der Fälle, in denen es irgendwie möglich ist, auch die Ausweisung des Delinquenten vorzusehen sei. Verantwortungsvolle Politik stelle ich mir genauso vor. Solche Leute kriegen nie im Leben meine Stimme!

Und am Ende nur zur Abrundung meiner Gedanken: Ich trete nicht für die Täter ein, sondern ich bin auch dafür, dass diese bestraft werden. In der Form, wie es unsere Gesetze vorgeben. Warum das in der Praxis so aber nicht umgesetzt wird, das wäre auch eine Frage, die man an die Politiker weiterreichen könnte, die sich nun mit ihrem Law and Order – Prinzip soweit aus dem Fenster gelegt haben.

Dialog

    Franz-Josef Hellseher (2)
    Horst Schulte: Ja, es gab Strauß-Fans. Ich kann das auch heute noch nicht verstehen. :( 10. 10. 2008 · 21:21


    eule70: Ich habe die Sendung nicht gesehen. Da war wohl ein Strauß-Fan am Werk ? :) Die soll’s ja geben… 9. 10. 2008 · 23:37


    Wer kein Land mehr sieht kauft scheinbar Land (6)
    Gilbert: Da stimme ich dir zu, wobei man es sich aber offensichtlich gerade bei der Ökologie immer noch leisten kann, jede Menge handwerkliche Fehler zu begehen, ohne... 9. 10. 2008 · 08:51


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