Autor Horst Schulte · 19-01-2008 · Tags: CDU, Deutschland, Gesellschaft, Gewalt, Jugend, Koch, Leitkultur, Schönbohm
Hat Herr Schönbohm eigentlich schon mal mitbekommen, dass viele der vermeintlichen Leitkultur-Inhaber ihre Gäste seit Jahrzehnten ständig mit den Schimpfworten beschreiben, von denen ich im Titel ein paar aufgeführt habe? Nein? Da sollte er vielleicht mal genauer hinhören und dann die Frage beantworten, worin sich die Urheber der einen von der der anderen Beschimpfung denn wirklich unterscheiden.
Wie zum Teufel kommt Schönbohm eigentlich darauf, dass irgendwer bereit sei, seine kulturelle Identität aus Feigheit aufzugeben? Das tun wir nicht, die Türken nicht und auch nicht die anderen Nationalitäten, mit denen wir in unserem Land zusammenleben. Und das ist nach meiner festen Überzeugung auch gut so. Eine andere Frage ist es allerdings, ob sich diese Gruppen einem gemeinsamen Nenner (nennen wir ihn Grundgesetz) „unterordnen“ lassen. Diese Forderung würde ich uneingeschränkt erheben.
Der für mich interessanteste Teil des Interviews:
WELT ONLINE: In wenigen Jahren werden 40 Prozent der unter 25-Jährigen in Deutschland einen Migrationshintergrund haben. Verprellt die Union gerade ihre zukünftigen Wähler?
Schönbohm: Nein, weil wir eine Debatte vor allem über gewaltbereite Jugendliche führen, nicht über Migranten und Deutsche. Ob Deutsche oder Migranten, alle wollen sich auf der Straße sicher fühlen.
WELT ONLINE: Dann teilen Sie nicht die Befürchtung, dass die Jugendgewalt unter Migranten ein Zeichen für einen Kulturkampf ist?
Schönbohm: Natürlich kenne ich aus Berlin viele Beispiele, wo Eltern aus Neukölln oder Kreuzberg beklagen, dass ihre Kinder als „Nazi“ oder „Scheiß Deutsche“ beschimpft wurden. Das können wir nicht dulden. Würde jemand als „Scheiß Türke“ beschimpft, empörte sich die Republik, mit Recht. […..]
Der Interviewer fragte also zunächst nach der Befindlichkeit der Bevölkerungsgruppe, die sich durch die von Koch initiierte Diskussion direkt angesprochen fühlt. Ein Aspekt, der in all den Diskussionen um dieses Thema für meine Begriffe viel zu kurz gekommen ist. Und weiß Herr Schönbohm darauf zu antworten? Er weicht aus und kommt wieder allein auf den Sicherheitsaspekt bzw. das Sicherheitsbedürfnis der Menschen zu sprechen. Das ist wichtig – keine Frage. Aber reicht das wirklich aus? Außerdem ist die Frage damit keineswegs beantwortet. Solche Verletzungen (die durch die von Koch gewollten Verallgemeinerungen verursacht wurden) wirken nach, davon bin ich überzeugt.
Dann spricht dieser Mann im Konjunktiv: „Würde jemand als Scheiß Türke“ beschimpft, empörte….“ Ich glaube es nicht! Lebt der wirklich unter uns? Diese Art von Selbstbetrug brauchen wir in Deutschland wirklich nicht.




10. 10. 2008 · 21:21
Die soll’s ja geben… 9. 10. 2008 · 23:37









Es kann nicht sein dass ich mir als Gastgeber (deutscher) von einem gast (ausländer) sagen lasse dass mein Land scheisse ist, dann geht dahin wo ihr hergekommen seid (ihr werdet euch wundern wie man in der Türkei mit solchen „Gangstas“ umgeht), wieviele werden wohl die ganzen Lans an den Bahnhöfen vermissen? Ich bin kein Nazi aber da sollten wir uns was vom Osten abschauen, da würde ein Türke nur einmal scheiss Deutschland sagen
Bestimmt finden es viele nicht richtig, wenn sich jemand in einem Gastland so äußert. Das ist ungehörig. Die Frage ist, ob man dem- oder derjenigen dann einfach eins auf die „Fresse“ haut oder ob man nicht die Antwort auch anders geben kann. Man braucht sich das nicht gefallen zu lassen. Das gilt aber auch dann, wenn Deutsche zum Beispiel zu Ausländern „Kanake“ oder „Spagetti“ sagen. Solche Dinge gehören sich nicht. Nur – mit Gewalt oder per Verordnung wird man so etwas nicht lösen. Da brauchen wir -denke ich- alle mehr Zivilcourage und müssen es auch sagen, wenn uns das nicht passt. Natürlich gibt es Menschen, die nun sagen werden, dass sie so etwas überhaupt nicht interessiert. Es gibt auch Deutsche, die sich von solchen Beschimpfungen nicht angesprochen fühlen oder die einfach weghören. Das ist auch ein Weg. Nur, wie gesagt, wenn es einem nicht passt, dann muss man das auch sagen. Kein Weg, dabei möchte ich bleiben, ist es, demjenigen, der sich insofern im Ton vergreift, eins aufs Maul zu hauen.