Eine Chance kaputt gequatscht
Autor Horst Schulte · 10-01-2008 · Tags: Ausländer, Ausländerfeindlichkeit, Ausländerkriminalität, Deutschland, Gesellschaft, Gewalt, Jugend, Jugendkriminalität, Koch, Medien, Politik
Ein heftiger Wahlkämpfer, ein sanfter Sozialarbeiter und ein parteiischer Moderator
Die Süddeutsche ließ sich heute über die gestrige „Hart aber fair“-Sendung rund um Kochs losgetretene Ausländerhetze aus. Da gibts ordentlich Schelte. Frank Plasberg der selbstverliebte Moderator, Roland Koch, der sich am Ende der Sendung vielsagend mit den Worten verabschiedete: „Vielen Dank, dass Sie diesem Thema diese Plattform gegeben haben“. Frau Zypries wurde bescheinigt, brav Contenance gehalten zu haben und den Fachleuten (Scholten, Jugendexperte und Ralf Kaßauer, Polizei), dass sie eigentlich nicht mehr als die Staffage für die böse Agitation Kochs gegeben hätten. So seien notwendige Erläuterungen zu den vorgestellten Zahlen (80% der Intensivtäter sind Ausländer oder Bürger mit Migrationshintergrund….) unterblieben. Auch der Vertreter der hauptsächlich betroffenen Türken, Özcan Mutlu, wurde ungeschicktes Verhalten attestiert.
In der Tat. Diese Sendung hat nur Koch und „seiner Sache“ genutzt. Sie bildete genau das, was er, Koch, am Ende sogar dankbar gegenüber Plasberg konstatiert hat. Nämlich eine ideale Plattform für sein Wahlkampfthema. Und wir dachten, dass im Öffentlich Rechtlichen Fernsehen Schleichwerbung so arg beäugt würde.
Es war eine Sendung, die das Geschäft derjenigen besorgt hat, die diese Gesellschaft aus sehr egoistischen Gründen spalten. Wo waren die liberalen und verantwortungsvollen Kräfte, die Koch in die Schranken gewiesen und die Dinge zurechtgerückt hätte? Keine, die sich in geschwätzigem Appeasement ergeht, wie wir es allzu häufig geboten kriegen, sondern die, die klar macht, welche Dinge zu tun sind und zwar von allen Menschen in unserem Land.














Natürlich benutzt Roland Koch das Thema Migrantenkriminalität nur als Wahlkampfaufhänger, um seine Wähler zu motivieren. Wäre es ihm ernst damit, die Jugendkriminalität zu senken, müßte er viel weitergehende Forderungen stellen, nämlich die nach einem Ausländerrückführungsgesetz. Ziel ist hier nicht ein ausländerfreies Deutschland, sondern eine Migrantenquote von 5-10 %, die schwerpunktmäßig wirtschaftlich leistungsfähig sein sollten.Denn wie die Forschungen von Robert Putnam zeigen, wächst in einer gemischt-ethnischen Gesellschaft das Mißtrauen zwischen den Menschen stark an, dieses Mißtrauen entlädt sich in der Migrantenkriminalität, wenn diese Migranten aus genetischen Gründen ganz andere Lebensentwürfe haben. Der Ethnopluralismus( Welt der Völker), vertreten z.B. von der NPD, liefert hier einen Entwurf für eine friedlichere Welt.
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