Contergan: Öffentlicher Druck ungeeignet

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Wirtschaft | am 11-12-2007

Schoggo TV hatte vor ein paar Wochen an ALDI gemailt und darum gebeten, «ob die beiden Konzerne nicht ein gewisses Maß Einfluss auf die Wirtz-Gruppe ausüben könnten, damit sich diese gegenüber den Contergan-Opfern etwas offener geben möge.» Ich berichtete darüber. Hier nun ein kleiner Auszug aus der Antwort von ALDI Süd an Schoggo-TV:

Die Intervention Dritter in Verbindung mit dem Aufbau von öffentlichem Druck halten wir nicht für das geeignete Mittel zur Durchsetzung von Interessen. Aus diesem Grund bitten wir um Verständnis, dass wir Ihrem Appell nicht Folge leisten.

Wie unterschiedlich man die Wahrnehmung von Verantwortung beurteilen kann. Die dankenswerte Initiative Wilhelm Entenmanns verhallt ebenso, wie die vielen Presseberichte, die rund um die Ausstrahlung des Fernsehfilmes stattgefunden haben. Positiv ist, dass, wie ALDI Süd auch in ihrer Stellungnahme an Wilhelm Entenmann erwähnte, dass es ein Gesprächsangebot des Geschäftsführers Sebastian Wirtz an die Contergan – Opfer gibt. Wir werden beobachten, ob es Fortschritte zu vermelden gibt.

Neue Abmahnungen. Aber –  der liebe Gott kriegt sie alle

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 09-12-2007

Süßer die Abmahnkassen nie klingeln. Bliebe noch die Frage, wie lange noch…

Mich hat’s bös erwischt

Marions Kochbuch: Anwaltskosten müssen nicht bezahlt werden
Kochbuch-Kläger: Kein Anspruch auf Anwaltskostenerstattung
Neues vom Kochbuch-Betreiber: Anwaltskosten für Abmahnung müssen nicht gezahlt werden

Stimmungsmache der ganz üblen Sorte

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 09-12-2007

Mathias Döpfner spielt mit dem Gedanken, die PIN Group in die Insolvenz zu schicken. Der „Spiegel“ berichtete, dass er die Rückendeckung für diesen Plan bereits vom Aufsichtsrat eingeholt hat.

Dies ist eine Antwort, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt. Die Kapitalisten empfinden die Einführung des Mindestlohns als Niederlage und reagieren mit Härte. So soll es gesehen werden. 9000 Arbeitsplätze gehen verloren, weil ein paar Sozialromantiker die Regeln der Globalisierung einfach nicht kapieren wollen. Eine excellente Drohkulisse, die Stratege Döpfner aufgebaut hat.

Es geht um wirtschaftliche Interessen, aber es kommt ein Punkt hinzu, den man vielleicht zunächst übersieht. Wir haben es hier (einmal mehr) mit der 4. Gewalt im Staate zu tun. Mit den Medien. Die jetzige Konstellation ist neu und wirft die Frage auf, ob die Medien sich gegen die Politik behaupten und ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen durchsetzen können. Den nötigen Druck werden die in das milliardenschwere Geschäft mit unserer „Post“ involvierten Medienkonzerne (Springer ist ja nur einer von ihnen) ausüben. Ich frage mich, ob die Politik diesem überhaupt standhalten kann. Den gesamten Artikel lesen »

Wer bezahlt solche Studien und wem nutzen sie?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Kritisch, Politik, Wirtschaft | am 09-12-2007

Eine Schweizer Stiftung (bis dahin ist nichts Verdächtiges festzustellen) hat ermittelt, dass die Welt-Klimakonferenz auf Bali einen Ausstoß von 34 Mio. Kilo Kohlendioxid verursacht. Das ist so viel, wie es ein großes Braunkohlekraftwerk in 19 Stunden tut. Der Hauptanteil entsteht durch die Anreise der 10.000 Teilnehmer (per Flugzeug).

Ich will nicht bezweifeln, dass diese Zahlen stimmen, aber ich frage mich schon, wer ein Interesse daran haben könnte, dass die Konferenz durch die Lancierung solcher Meldungen in Frage gestellt oder möglichst ad absurdum geführt wird?

Diese Frage ist so interessant wie die, weshalb trotz immer wieder vorkommender Berichte darüber, dass Kinder, die im Umkreis von Atomkraftwerken leben, häufiger an Krebs erkranken, keine Konsequenzen gezogen wurden. Eine neue Studie (Universität Mainz) besagt, dass das Krebsrisiko umso höher ist, je näher der Wohnort an einem Atomkraftwerk liegt. Im statistischen Durchschnitt hätten 17 Kinder erkrankt sein „dürfen“. Tatsächlich sind es jedoch 37 Kinder. Umweltminister Gabriel meint dazu, dass der Anstieg der Krebserkrankungen nach derzeitigem Kenntnisstand der Wissenschaft nicht mit der Strahlenbelastung zusammenhängen könne. Und in zwei Wochen ist übrigens Ostern.

Für mich sind das Belege dafür, wie prima in Deutschland Lobbyarbeit funktioniert. Aber die Lobbyisten werden ja auch anständig bezahlt. Aber das ist ja wieder ein anderes Thema.

Wer hätte das gedacht?

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 09-12-2007

Fensterputzer stürzt 47 Stockwerke tief

Ein Fensterputzer (30) stürzte vom Gerüst eines Wolkenkratzers. Er fiel 47 Stockwerke (150 Meter) tief. Tot.

Kölner Express

Weihnachtsmärkte und Weihnachtsmärkte

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 08-12-2007

Es gibt sone und solche. Bei vielen kommt weihnachtliche Stimmung, selbst wenn’s schön kalt ist, überhaupt nicht auf. Alles ist auf Kommerz getrimmt. Meine Frau hat Mühe, mich zum Besuch eines Weihnachtsmarktes zu überreden. Das war auch dieses Jahr der Fall. Aber sie kann auch ganz schön stur sein und schwärmte schon seit zwei Wochen davon, dass wir uns heute Nachmittag den Weihnachtsmarkt im Schloss Dyck (Niederrhein) ansehen sollten. Der wäre doch so schön… Den gesamten Artikel lesen »

Moderator Dr. Claus Kleber, ZDF, nun Spiegel-Chefredakteur

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Medien | am 08-12-2007

Eben lese ich, dass Dr. Claus Kleber neuer Chefredakteur beim „Spiegel“ wird. Manche Reaktion lässt sich unter der Überschrift „Der Spiegel braucht einen Journalisten und keinen Moderator“ zusammenfassen.

Pressemeldungen

Blogger zum Thema

Und hier noch ein ganz besonders „bösartiger;-) Beitrag zum Thema.

Seltsam, dass Moderatoren in Deutschland offenbar kein so großes Ansehen genießen. Fast scheint es so, als könnten Moderatoren keine guten Journalisten sein dürfen oder umgekehrt. Schnell werden Vorbehalte laut. Halten diese Vorbehalte einer Prüfung stand? Flott sind wir mit solchen Urteilen bei der Hand.

Demokratie im Netz: Urteil gegen Niggemeier

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 08-12-2007

Das Landgericht Hamburg, mit dem ich persönlich ebenfalls meine Erfahrungen machen durfte, hat in einem Urteil untersagt, «eine rechtswidrige Äußerung zu verbreiten, die ein Leser im Weblog Niggemeiers abgegeben hatte.».

Niggemeier hatte gegen die von Callactive erwirkte Einstweilige Verfügung Einspruch eingelegt. Im fraglichen Kommentar hatte sich jemand kritisch zu den von Callactive produzierten Sendungen geäußert. Offenbar zu kritisch, denn der Kommentar wurde, wie gesagt, als rechtswidrig beurteilt. Niggemeier hatte den Kommentar, nachdem er ihn gelesen hatte, zwar sofort gelöscht, doch erschien dem Landgericht Hamburg diese Maßnahme nicht ausreichend. Es verlangt eine «erhöhte Prüfungspflicht».

Niggemeiers für mich ausgesprochen plausibler Argumentation: «Das Urteil hilft Unternehmen, die kritische Diskussionen ihrer Geschäftspraktiken verhindern wollen“. Jede Berichterstattung über Skandale wäre in den Augen der Hamburger Richter dann gefährlich, weil sie die Menschen zu heftigen Reaktionen provozieren könnte.» folgte das Gericht nicht. Niggemeier will in die Berufung gehen. Ich drücke ihm die Daumen und alles, was ich sonst noch habe.

Vorsichtshalber werde ich den Kommentarbereich hier im Blog in den Moderationsmodus umschalten.

Wenn schon nicht die NPD, dann eben die Scientologen

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch, Politik | am 08-12-2007

Wir erinnern uns noch, wie stark die Vorbehalte waren, die gegen die Besetzung der Stauffenberg-Rolle mit Tom Cruise geäußert wurden. Eben erst wurde ihm ein Bambi (Courage) verliehen, weil er den Mut hatte, gegen eine Millionengage die Rolle des Widerstandkämpfers zu spielen. Wohlgemerkt erhielt er den Preis nicht für seine schauspielerische Leistung, sondern dafür, dass er diese Rolle übernommen hat.

Nun thematisieren unsere Innenminister die Scientology erneut. Wenn wir schon die NPD nicht verbieten wollen können, dann tun wir das nun mit dieser „totalitären Sekte“. Verfassungsfeindlich sei die Sekte – so die Innenminister. Den gesamten Artikel lesen »

Tote und misshandelte Kinder

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Kritisch, Medien | am 08-12-2007

Entweder wir sind alle in dieser Vorweihnachtszeit sensibler als sonst oder das Gefühl trügt uns doch nicht, dass die Fälle von Kindestötungen und -Misshandlungen zuletzt stark zugenommen haben. Merkel hat unter diesem Eindruck das Thema auf ihre Agenda gesetzt. Sie will mit den Ministerpräsidenten über Maßnahmen diskutieren.

Gut, es kann nicht schaden, wenn sich auch der Staat einbringt und mit seinen Mitteln versucht, das Leben und die Gesundheit von Kindern zu schützen. Am Ende aber muss die Gesellschaft diese Leistung übernehmen. Das Suchen nach möglichen Ursachen für die schlimmen Ereignisse reicht nicht aus. Auch nicht, die Verantwortlichen zu bestrafen.

Wir alle müssen uns kümmern. Das fängt bei Familienangehörigen an, geht über die direkten Nachbarn Familien und landet erst ganz zuletzt bei irgendwelchen staatlichen Institutionen. An dieser Reihenfolge wird es, denke ich, nichts zu kritisieren geben. Dann sollten wir uns auch unserer eigenen Verantwortung besinnen und nicht, was zu leicht und zu kurz gesprungen ist, nach dem Staat rufen.

Die Kalorienregeln zu Weihnachten

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 06-12-2007

- zum Aufhängen am Kühlschrank!
Da wir uns ja nun der Weihnachtszeit nähern, ist es wichtig sich an die Kalorienregeln zu erinnern:

1. Wenn du etwas isst und keiner sieht es, dann hat es keine Kalorien.
2. Wenn du eine Light-Limonade trinkst und dazu eine Tafel Schokolade isst, dann werden die Kalorien in der Schokolade von der Light-Limonade vernichtet.
3. Wenn du mit anderen zusammen isst, zählen nur die Kalorien, die du mehr isst als die anderen.
4. Essen, welches zu medizinischen Zwecken eingenommen wird, z.B. heiße Schokolade, Rotwein, Cognac, zählt NIE.
5. Je mehr du diejenigen mästest, die täglich rund um dich sind, desto schlanker wirkst du selbst!
6. Essen, welches als ein Teil von Unterhaltung verzehrt wird (Popcorn, Erdnüsse, Limonade, Schokolade oder Zuckerln), z.B. beim Videoschauen oder beim Musikhören, enthält keine Kalorien, da es ja nicht als Nahrung aufgenommen wird, sondern nur als Teil der Unterhaltung.
7. Kuchenstücke oder Gebäck enthalten keine Kalorien, wenn sie gebrochen und Stück für Stück verzehrt werden, weil das Fett verdampft, wenn es aufgebrochen wird.
8. Alles, was von Messern, aus Töpfen oder von Löffeln geleckt wird, während man Essen zubereitet, enthält keine Kalorien, weil es ja Teil der Essenszubereitung ist.
9. Essen mit der gleichen Farbe hat auch den gleichen Kaloriengehalt (z.B. Tomaten und Erdbeermarmelade, Pilze und weiße Schokolade).
10. Speisen, die eingefroren sind, enthalten keine Kalorien, da Kalorien eine Wärmeeinheit sind.

1623 Kilometer oder 461 Tage

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 05-12-2007

Mein Auto scheint mit der doch recht hohen Kilometerleistung (29000 seit März 07) nicht so ganz klarzukommen. Jedenfalls weist diese Anzeige wohl darauf hin:

Service: Nach 1623 Kilometern oder 461 Tage. Hysterical

Vielleicht versteht es aber auch nicht, dass Diesel nun so teuer wie Benzin sein soll. Damit wäre es ja nicht allein.

Ich habe heute die Bild-Zeitung gelesen

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft | am 04-12-2007

Sie lag auf dem Tresen meiner Tankstelle. Ok, die erste Seite reichte mir. Ein bisschen verarscht fühlte ich mich wirklich, als ich brav meine Kreditkarte rüberreichte und dabei las, dass Diesel bald so teuer wie Super sein wird. Dabei habe ich mir doch erst im März den Diesel gekauft. So wollte ich meine Kosten, die aufgrund meiner neuen Arbeitsstelle, die 150 km von meiner Wohnung entfernt ist, möglichst überschaubar halten. Das ist ja mir bisher auch voll gelungen Annoyed 2. Die Dame an der Kasse bemerkte, wie ich kurz die Titelzeilen überflog und meinte entschuldigend: „Wir können ja auch nichts dafür“. Ja, ja.

Es gibt, habe ich heute gelernt, auch Menschen, die die Bild-Zeitung gern lesen. Muss ja wohl auch so sein – bei der Auflage. Verhält sich ja auch so‘n bisschen wie mit McDonalds. Immer sind die Läden voll, aber angeblich geht keiner hin. Aber dass Frau Koch-Mehrin ein Fan ist hätte ich wirklich nicht gedacht. Noch ein Outing in diesem Jahr, von dem ich überrascht bin. Aber ich bin halt auch leicht zu überraschen.

Semmelstatz3 ist draußen

Autor: Horst Schulte | abgelegt in _Sidestep | am 04-12-2007

Eigentlich müsste ich nicht auch noch was darüber schreiben. Ich tues trotzdem, denn Ehre, wem Ehre gebührt.

semmelstatz3.jpg

Im Büro erreichte mich Andreas aka Redunzls aka Semmels E-Mail, dass die neuste Version von Semmelstatz (3.0) zum Download bereit steht. Leider habe ich dort keine Möglichkeit, mein Blog zu verwalten. Also musste ich, schlimm genug, bis heute Abend warten, um das Update durchzuführen und mich persönlich davon zu überzeugen, dass meine Erwartungen auch erfüllt werden.

Vor 10 Minuten habe ich, nach der Datenbanksicherung, die neue Version dieses Super-Plugins aktiviert. Alles ganz problemlos. Die Neuigkeiten werde ich mir im Detail ansehen. Ich bin gespannt. Hoffentlich gibt’s noch ein paar neue Template-Funktionen.

Dank an Andreas Redunzl Semmel für die tolle Arbeit (hier downloaden) – das Plugin, meine ich.

Hab ich’s doch gewusst

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft | am 04-12-2007

Das werden viele jetzt denken. Springer denkt: Das Eisen muss man schmieden, solange es heiß ist und startet unverzüglich die massivste Kampagne gegen die Regierungsbeschlüsse zum Post-Mindestlohn, die denkbar ist. 1000 Leute verlieren ihren Job und ein Raunen geht durch’s Land. Ich kann mir gut vorstellen, dass die betroffenen Leute die Regierung und die Befürworter des Mindestlohnes verfluchen. Wahrscheinlich wird es, wenn man den Ankündigungen Glauben schenken darf, nicht bei den 1000 Entlassungen bleiben. TNT hat angekündigt, das geplante Engagement in Deutschland zu stoppen. Soweit, so beschissen. Den gesamten Artikel lesen »

Bush lebt hinterm Busch

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Politik | am 04-12-2007

Das müsste Herrn Bush nun aber richtig peinlich sein. Aber wahrscheinlich ficht ihn auch diese Neuigkeit nicht an. Dieser amerikanische Präsident, das haben wir gelernt, lässt sich durch Wahrheiten dieser Art nicht so schnell beeindrucken. Außerdem hat Bush ja einen Soufleur Cheney in der Hinterhand, der kleine Wissenslücken durch penetrante Überzeugungsarbeit auszugleichen versteht. Vermutlich zum Leidwesen von Condoleezza Rice. Seine Geheimdienste eröffnen ihm, dass seine Regierung sich die Iran-Atom-Propaganda der letzten Jahre (ähnlich wie im Fall der Massenvernichtungswaffen des Saddam) aus den Fingern gesaugt hat.

Aber was tut man nicht alles, um einen ordentlich Krieg führen zu können. Wie gut, dass dieser Mann bald verschwindet und seine Kriegsvisionen mit ihm – hoffentlich für alle Zeit.

Haltet ihr euch da mal raus

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Wirtschaft | am 04-12-2007

Wen wundert es, dass Herr Braun (DIHK) sich zum CDU – Bundesparteitag darüber beklagt, dass Frau Merkel an die Adresse der Manager kritische Worte gerichtet hat. Noch weniger wundert es uns, dass andere Lobbyisten sich zu diesem Sachverhalt kritisch äußern. So gesehen brauchte ich darüber nicht zu bloggen. Business as usual. Nur ist es eben doch nicht ganz so. Viele mögen es dem Anlass zuschreiben, dass Merkel Köhlers Vorlage aufgegriffen hat und nun versucht im Quasi-Wahlkampf damit zu punkten. Ich sehe das nicht so.

Für die Wirtschaft ist einmal mehr ein Dammbruch zu beklagen. Die Einführung der Mindestlöhne, so lesen und hören wir, wird dazu führen, dass tausende Menschen ihre Jobs verlieren. Verstärkt wird diese „frohe Botschaft“ durch die Tatsache, dass Teile der Medien uns wohl nicht ganz objektiv an die Bewertung dieser „neuen“ Tatsache heranführen. Sie sind selbst involviert und fürchten um ihre wirtschaftlichen Perspektiven. Nicht nur Springer hat Aktien in dieser Sache. Kapiert haben wir, dass ein Wettbewerb mit der Post nur unter der Prämisse möglich gewesen wäre, dass die Löhne der in diesem Sektor arbeitenden Menschen unterhalb der nun gelten Mindestlöhne (und zwar deutlich unterhalb) gelegen hätten. So kreativ sind die Unternehmen. Sie wahren ihre Chance im Wettbewerb, in dem sie die Lohnkosten minimieren. Dafür schaufeln sich die Damen und Herren in den betroffenen Konzernen die eigenen Taschen mit dem Geld voll, dem sie aufgrund dieser ausgemachten Schweinerei anhand der bekannten Mechanismen gar nicht entgehen können.
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René Obermann arbeitet 90 Stunden die Woche

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Gesellschaft, Wirtschaft | am 03-12-2007

Da hat der arme Kerl ja eigentlich viel zu wenig Zeit (Ihr wisst schon…). Obermann verriet seine durchschnittliche Wochenarbeitszeit, um sein hohes Einkommen zu rechtfertigen. War das klug?

Er wird im Kölner Stadt-Anzeiger zitiert:

Eine 90-Stunden-Woche, die Verantwortung für Mitarbeiter und Aktionäre rechtfertigen die Höhe meines Einkommens.

Obermann verdient erhält 2,6 Mio. Euro. Da kann sich jeder ausrechnen, wie der eigene Stundenlohn sein müsste. Aber klar, er hat ja zudem auch noch die Verantwortung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieser Verantwortung will er sich aber, wie wir auch wissen, doch zum Teil bald entledigen. Sie ist ihm ein paar zigtausend zu hoch. Danach allerdings wird sein Gehalt bestimmt ordentlich steigen. Dem Aktienkurs sei Dank. Der reagiert nämlich vor allem auf Einsparungen dieser Art äußerst sensibel. Aber das kann Herr Obermann ja nicht wissen.

Zwei Politiker auf dem Weg zu einer Sitzung

Autor: Horst Schulte | abgelegt in Unsortiert | am 02-12-2007

„Was sagten Sie neulich in Ihrer Rede zur Rentenreform?“

„Nichts“

„Das ist mir klar, aber wie haben Sie es formuliert?“

Dialog

    Franz-Josef Hellseher (2)
    Horst Schulte: Ja, es gab Strauß-Fans. Ich kann das auch heute noch nicht verstehen. :( 10. 10. 2008 · 21:21


    eule70: Ich habe die Sendung nicht gesehen. Da war wohl ein Strauß-Fan am Werk ? :) Die soll’s ja geben… 9. 10. 2008 · 23:37


    Wer kein Land mehr sieht kauft scheinbar Land (6)
    Gilbert: Da stimme ich dir zu, wobei man es sich aber offensichtlich gerade bei der Ökologie immer noch leisten kann, jede Menge handwerkliche Fehler zu begehen, ohne... 9. 10. 2008 · 08:51


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