Autor Horst Schulte · 29-12-2007 · Tags: Ausländer, Ausländerkriminalität, Bild, CDU, Deutschland, Gesellschaft, Hessen, Medien, Politik, Readers-Edition, Roland Koch, Wahlen
Roland Koch hat doch nur das ausgesprochen, was viele Deutsche denken. Dessen bin ich mir sicher. Nun wird Koch attackiert. Man hält ihm brutalstmöglichen Populismus vor. Profalla (CDU Generalsekretär) stellt sich schützend vor ihn. Heinz-Peter Tjaden (Readers-Edition) zeigt ihn und Bild-Redakteur Nikolaus Blome wegen Volksverhetzung an.
Koch weiß um die Wirkung der von ihm angefachten öffentlichen Diskussion. Er weiß, dass er damit punkten wird. Daran ändert eine Anzeige wegen Volksverhetzung überhaupt nichts. So funktioniert unsere Gesellschaft und niemand wird doch wirklich überrascht sein. Das Münchener Beispiel könnte zum Fanal werden. Endlich wird eine Gesellschaft aufgerüttelt. Wohin führt uns diese Diskussion? Koch weiß jedenfalls, dass man ein solches Thema auch im Wahlkampf nicht tabuisieren darf. Warum sollte er den Elfmeter also verschießen. Schließlich hat so etwas ähnliches ja schon einmal geklappt.
Und danach? Ich meine, was passiert, wenn die Klage von Herrn Tjaden abgewiesen, die Wahlen gehalten und Koch seine Mehrheit verloren hat? Tja, dann haben wir den Keil noch etwas weiter hineingeschlagen in die Fundamente unserer Gesellschaft.




10. 10. 2008 · 21:21
Die soll’s ja geben… 9. 10. 2008 · 23:37









Hallo, bin doch noch vor Jahresende von einem Kurztripp wieder zurück mit einem Kommentar:
Im Zusammenhang mit den diesen „Gutmenschen“ fällt mir immer wieder ein schon ziemlich alter deutscher (aber schon bundesdeutscher, also 60er Jahre) Spielfilm ein, in dem auch so ein „Gutmensch“ -Staatsanwalt- immer wieder für die ach so missverstandenen Straftäter eintritt und milde Urteile beantragt, bis – ja bis einer dieser Missverstandenen seine Tochter umbringt. Da hört sich der „Gutmensch“ in der Verhandlung plötzlich sagen „Ich fordere die Todesstrafe!“ (auch Titel des Films, glaube ich).
Erkenntnis des Tages: es ist immer einfach, ein „Gutmensch“ zu sein, wenn man weit genug weg ist.
Was mich angeht, stimme ich dir zu. Hätte ich eine Tochter und sie würde umgebracht, wäre ich wahrscheinlich für die Todesstrafe gegen den Täter.
Betroffen bin ich von der „Migrantengewalt“ persönlich nicht. Mein Schwager wurde mal von mehreren Marokkanern so verprügelt, dass er eine Woche im Krankenhaus lag. Es ging um einen Parkplatz. In einer von unserem Wohnort nur wenige Kilometer entfernten Städtchen gibt es einen hohen Ausländeranteil. Wesentlich höher, als der in unserer Stadt. Dort wurde vor 3 Wochen der Chef meiner Frau von zwei bewaffneten Männern (vermutlich waren das Ausländer) überfallen und ausgeraubt. Zwei Tage später wurde eine ältere Frau, ebenfalls dort, überfallen und traktiert.
Trotzdem bin ich für ein differenziertes Bild. Diejenigen, die mich als Gutmensch abkanzeln, sollen das ruhig machen. Ich kann damit leben. Solange oder bis zur Betroffenheit meiner Familie oder mich durch „Migrantengewalt“ bleibe ich dabei! Man kann Gesellschaften übrigens nach meiner Überzeugung auch dadurch zerstören, das man sich gegenseitig immer nur die unlautere und menschenverachtende Motive vorhält bzw. an die Schlechtigkeit des jeweils anderen glaubt.
Ich hoffe, du hattest schöne Weihnachten und wünsche dir und deiner Familie ein gutes Neues Jahr.
Gruß
Horst