Autor Horst Schulte · 15-12-2007 · Tags: Anforderungen, Bildungswesen, Gesellschaft, Jugend, Kinder, Schulsystem, Solidarität, Werbung, Wertesystem
Ein ergreifender Essay einer Lehrerin mit täglichem Kontakt mit der Wirklichkeit des Lernens oder Verweigerns.
Diese bremische Lehrerin beschreibt mehr als die Wirklichkeit des Lernens oder Verweigerns. Sie beschreibt die Lebenswirklichkeit in unserem Land. Vom Wegschauen und von der fehlenden Wahrnehmung der Verantwortung für sich selbst und für andere. Niemand darf sich darüber wundern, dass diese Situation auf Kinder und Jugendliche zurückschlägt.
Nicht das Kind ist monströs, sondern die Gesellschaft in das es hineinwächst
„Entweder man hat es, oder man hat es nicht“, Originalton Dieter Bohlen, Deutschland sucht den Superstar. Dieter darf ungestraft Leute beleidigen, die alles geben, weil es um ihre Hoffnungen geht. Die Sendung ist gegen die Würde gerichtet. Billige Unterhaltung auf Kosten von anderen, die nichts anderes wollen, als ein wenig von dem abkriegen, was uns täglich als das Erstrebenswerte vorgeführt wird. Unsere Schüler schauen sich diesen und anderen Mist an. Die Medien haben sich den niedrigsten Instinkten weitgehend angepasst und behaupten, wir würden es nicht anders wollen, wir gucken uns das ja schließlich an. Bombastische Ankündigungen und Geschrei in der Werbung, veröffentlichte Intimitäten überall, Pornos und Brutalospiele, Horror satt. Das haben wir offensichtlich gewollt. Ich nicht, du nicht, aber vielleicht kennst du jemanden.
[via]
Danke Steffino!




10. 10. 2008 · 21:21
Die soll’s ja geben… 9. 10. 2008 · 23:37









[…] Leute, die diese Kampagne “erfunden” haben, sollten das Essay lesen, auf das ich heute hingewiesen habe. Diese Links sind im Artikel […]
Zu meiner Studienzeit hieß es:
„Es wäre schön, wenn der Bildungsminister mal eine Uni von Innen gesehen hätte.“
heute muss es wohl heißen
„Es wäre schön, wenn er mal eine Hauptschule von außen gesehen hätte.“
Mit den beschriebenen Problemen schlagen wir uns eine Stufe höher herum, aber bislang scheint mir keiner so richtig abzunehmen, dass Ingenieursstudenten mit Mühe teilweise die Bruchrechnung beigebracht wird. Auf nicht wenige passt der Spruch
„Gestern wusste ich noch nicht, wie Inschinijör geschrieben wird, heute bin ich einen.“
Aber ehrlich gesagt: ich hab‘ die Hoffnung inzwischen aufgegeben.