4 Hochzeiten und ein Todesfall
Autor Horst Schulte · 15-12-2007 · Tags: Beerdigungen, Filme, Grabreden, Todesfälle, Unsortiert, Unsortiert, Zitate
Endlich hab ich’s gefunden. Einer meiner Lieblingsfilme ist und bleibt „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“. Die Fans des Films kennen die berührende Szene, in der der Lebensgefährte desjenigen, der die undankbare Rolle des „Todesfalles“ übernommen hat, eine Grabrede hält. Ich hatte dieses Gedicht irgendwo schon einmal gehört aber immer wieder vergeblich versucht, den Text zu finden. Heute wurde ich fündig. In der Wikipedia habe ich einen Verweis auf den Text gefunden (wo auch sonst?). Dort heißt es: „Es wird oft im Internet wiedergegeben.“ Auch damit ich es nicht wieder verliere, halte ich es an dieser Stelle nun fest:
Haltet alle Uhren an, lasst das Telefon abstellen.
Hindert den Hund daran, den saftigen Knochen anzubellen, Klaviere sollen schweigen, und mit gedämpftem Trommelschlag lasst die Trauernden nun kommen, tragt heraus den Sarg.
Lasst Flugzeuge kreisen, klagend im Abendrot an den Himmel schreibend die Botschaft: Er ist tot.
Lasst um die weißen Hälse der Tauben Kreppschleifen schlagen, und Verkehrspolizei schwarze Baumwollhandschuh‘ tragen.
Er war mein Nord, mein Süd, mein Ost, mein West, meine Arbeitswoche und mein Sonntagsfest, mein Gespräch, mein Lied, mein Tag, meine Nacht.
Ich dachte, Liebe währet ewig: Falsch gedacht.
Die Sterne sind jetzt unerwünscht, löscht jeden aus davon. Verhüllt auch den Mond und nieder reißt die Sonn.
Fegt die Wälder zusammen und gießt aus den Ozean, weil nun nichts mehr je wieder gut werden kann.
(W. H. Auden, engl. Lyriker, 1907 1973)













