Kritisch · Mittwoch, 12.Dezember 2007 22:24 · 2 Kommentare
Sind wir eigentlich nur neidisch?
Oder: Jeder kämpft für sich allein
Im Schnitt „verdienen“ die Top-Manager in Deutschland ca. 44 mal soviel wie ein „normaler“ Mitarbeiter. Solche Vergleiche erinnern mich ein wenig an die Berechnungen, die früher bei Fußballspielern (z.B. dem „kleinen“ Rummenigge) gern gemacht wurden. Diese Beispiele waren soweit weg, dass man im normalen Leben wenig Anstoß an diesen Fällen genommen hat. Und Neid gab es damals auch schon.
Ich bin dagegen, dass der Staat in dieser Sache tätig wird. Das bringt nichts und lässt am Schluss den Verdruss der Menschen nur weiter ansteigen. Ganz blöd finde ich die Vergleiche mit Sportlern oder Schauspielern. Was einfach nicht passt (und das sehen viele vielleicht auch so), sind die Taten oder die Aussagen der Manager, die in der Kritik stehen. Sie entlassen Menschen oder äußern sich z.B. zur Leistungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und zwar ziemlich negativ. Und dafür bekommen sie soviel Geld?! Das passt nicht zusammen. Sie nehmen ihre Verantwortung zumindest zum Teil einfach nicht wahr. Und das ist weithin sichtbar. Darüber ärgern sich die Leute. Wenn sie dann noch sehen müssen, wie viel Geld diese Damen und Herren verdienen, ist der Ärger nur zu verständlich!
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Gelesen: 181 · heute: 3 · zuletzt: 22. July 2008 | Drucken | Trackback-Link | Rivva
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Obendrein sind viele unfähig und verbrecherisch, ohne dafür belangt zu werden. Aktuell Sachsen-LB: was da in den Sand gesetzt wurde, sollte eigentlich hinreichend sein, eine Strafermittlung wegen schwerer Untreue einzuleiten (passt nicht ganz, aber welchen Paragraphen sollte man sonst nehmen, wenn Manager an jeder Vernunft vorbei Geld verspielen?), möglicherweise sogar wegen Insolvenzverschleppung.
Wie Niffchen schon sagt: das Problem in der Gesellschaft ist nicht, wie viel wer verdient, sondern dass bei steigendem Verdienst immer weniger an eigenen Handlungen verantwortet werden muss. Es muss auch möglich sein, einen Herrn Ackermann unter Beschlagnahme seines Vermögens mit Hartz IV in eine Plattenbauwohnung zu sezten, wenn er Scheiße gebaut hat, statt ihm noch weitere Millionen in den Arsch zu blasen (ich entschuldige mich nicht für die Fäkalsprache).
Sag es: Jetzt, hier und heute :-)
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Es gäbe andere Möglichkeiten:
- Aktenoptionen erst nach 10 Jahren legal verkaufen damit an sich für das langfristige Wohl einsetzt
- oder keine Aktienoptionen oder Aktion als Bezahlung
- manager müssten sich für Misserfolge direkt persönlich verantworten, wie es ein Mitarbeiter auch muss, wenn er sch…. baut
Das wären jedenfalls Massnahmen um die Manager zu zwingen besser zu arbeiten udn zu wirtschaften. Dann braucht man auch nichts vorschreiben. Dann bekommen die guten Geld und die schlechten fallen durchs Raster.
Gruß,
Jens
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